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Geburtshilfe: Hebammen bekommen mehr Geld

Im Streit um eine bessere Bezahlung haben sich die Hebammen mit den Krankenkassen geeinigt. Die Geburtshelfer erhalten für ihre Leistung künftig mehr Geld. Hintergrund der Auseinandersetzung waren die rasant gestiegenen Haftpflichtprämien.

Hebammen begleiten Frauen während der Schwangerschaft und der Geburt bis hin zum Ende der Stillzeit

Hebammen begleiten Frauen während der Schwangerschaft und der Geburt bis hin zum Ende der Stillzeit

Die Hebammen erhalten künftig eine bessere Bezahlung für ihre Leistungen. Wie der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen am Dienstag mitteilte, einigten sich die Geburtshelferinnen am Montag nach langem Ringen im Schiedsverfahren mit den Kassen. Sie sollen demnach rückwirkend ab dem 1. Juli für jede außerklinische Geburt 100 Euro und für jede Krankenhausgeburt acht Euro zusätzlich bekommen.

Hintergrund des Streits, der im Mai mit bundesweiten Demonstrationen begonnen hatte, waren rasant gestiegene Prämien der Berufshaftpflichtversicherung für Hebammen, die nach Einschätzung der Berufsverbände eine wirtschaftlich rentable Geburtshilfe nicht mehr zugelassen hätten. Die Jahresprämie hatte sich seit 1992 mehr als verzehnfacht. Am 1. Juli war sie erneut von 2370 Euro auf 3689 Euro gestiegen. Die ohnehin nicht üppige Vergütung war dagegen seit Jahren stagniert. Aufgrund einer Online-Petition der Geburtshelferinnen befasste sich am Montag auch der Petitionsausschuss des Bundestages mit der Situation der Hebammen.

lea/AFP / AFP
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