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Gefährliche Schadstoffe: Greenpeace warnt vor Chemie in Outdoorkleidung

Die Branche wirbt gerne mit der Natur: Tatsächlich aber finden sich in Outdoorjacken und -hosen gefährliche Schadstoffe, warnt Greenpeace. Diese würden Umwelt und Gesundheit belasten.

Wetterfeste Markenkleidung enthält Greenpeace zufolge Schadstoffe. Auch Kinderkleidung ist belastet.

Wetterfeste Markenkleidung enthält Greenpeace zufolge Schadstoffe. Auch Kinderkleidung ist belastet.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace warnt vor umwelt- und gesundheitsschädlichen Chemikalien in wetterfester Kleidung. Die Hersteller von Outdoorjacken würden für ihre Produkte mit Bildern von unberührter Natur werben, aber gleichzeitig Schadstoffe einsetzen, die im Polareis, in der Tiefsee und sogar in Muttermilch nachgewiesen würden, erklärte Greenpeace.

Zwei Labore hätten in Jacken von Outdoorfirmen perfluorierte und polyfluorierte Chemikalien (PFC) nachgewiesen. Sie könnten sich in Umwelt und Nahrung anreichern und sich auf die menschliche Gesundheit auswirken. In Studien würde etwa ein Zusammenhang mit verminderte Fruchtbarkeit, Immunstörungen oder Schilddrüsenerkrankungen hergestellt.

Auch Kinderkleidung betroffen

Auch Kinderjacken wiesen in dem Test hohe Konzentrationen an bedenklichen Chemikalien - etwa Weichmachern - auf. "Die Outdoorbranche muss entgiften und gefährliche Chemikalien durch umweltfreundliche Alternativen ersetzen", erklärte Christiane Huxdorff, Chemie-Expertin von Greenpeace.

Die Branche werbe mit Bildern von waghalsigen Kletterern, während die meisten Kunden keine Ausnahmesportler seien, sondern Großstädter, die bei Radtouren und Spaziergängen trocken und warm bleiben wollten. Deutschland ist mit einem Umsatz von über einer Milliarde Euro laut Greenpeace der größte europäische Markt für Outdoorprodukte.

lea/AFP / AFP

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