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Lungenkrankheit Coronavirus auf dem Vormarsch: Karte zeigt weltweite Ausbreitung des Erregers

Coronavirus: Italienerin schildert Lage in Turin




"Hallo, ich heiße Valentina, ich wurde gefragt, ob ich über die Situation in Bezug auf das Coronavirus in Turin berichten kann. Hier in Turin gibt es drei Infizierte, das ist die geringste Zahl im Vergleich mit den anderen Regionen in Italien. Was mich betrifft: Ich mache mir schon Sorgen, aber ich habe keine maßlose Angst. Ich bin schon besorgt über das, was passiert, aber ich bin nicht übermäßig ängstlich, genau wie meine Familie. Hier in Turin ist auf den Straßen weniger los und es ist weniger Verkehr. Weniger Leute kaufen in den Geschäften ein. Aber am erschreckendsten ist, wie die Leute Hamsterkäufe in den Supermärkten machen. Die Märkte sind komplett leer. Vielleicht ist das ein Ergebnis einer übertriebenen und unkontrollierten Panikmache. Dadurch macht mehr Angst als die Angst vor dem Virus selbst. Natürlich halten wir uns so gut es geht auf dem Laufenden. Wir lesen Zeitungen und informieren uns online. Die Sache ist aber die: Man muss verhindern, auf Fake News hereinzufallen, die Sorgen hervorrufen könnten, für die es im Moment keinen Grund gibt. Was die Regierung anbelangt: Ich glaube und hoffe, dass sie alles unternimmt, was in ihrer Macht steht, um den Virus einzudämmen, um weitere Infektionen zu verhindern und die Bürger zu schützen. Ich habe meine Gewohnheiten bislang nicht geändert – ich bin sowieso jemand, der sich oft die Hände wäscht. Die einzige Vorsichtsmaßnahme, die ich ergriffen habe, um mich zu schützen: Ich versuche, mich nicht an bevölkerten Orten aufzuhalten. Generell sind hier in Turin alle Veranstaltungen abgesagt, bei denen eine größere Menschenmenge erwartet worden wäre. Auch die Schulen wurden geschlossen. Ich hoffe, dass die Situation gut ausgeht."
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Tausende Erkrankte und ein Erreger, der sich von Mensch zu Mensch übertragt: Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Eine interaktive Karte zeigt, in welchen Ländern es wie viele Erkrankte gibt. 

Deutschland, Frankreich, Italien - zuletzt häufen sich die Meldungen über zunehmende bestätigte Coronavirus-Infektionen auch außerhalb der stark betroffenen chinesischen Region Hubei, die nach wie vor unter Quarantäne steht. Wo gibt es weltweit die meisten nachgewiesenen Fälle? Wo steigt die Zahl besonders drastisch an?

Einen Überblick über die Anzahl der Erkrankten gibt eine interaktive Karte der US-amerikanischen Johns Hopkins University. Die Anzahl der Menschen, die an dem Erreger erkrankt sind, ist weltweit längst fünfstellig - die der Verstorbenen geht in die Hunderte.

Die meisten Fälle gibt es auf dem chinesischen Festland

Die Karte aktualisiert sich fortlaufend und speist sich aus Daten von offiziellen Gesundheitsbehörden: Die Weltgesundheitsorgansiation (WHO) zählt dazu, aber auch die US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC). Ein roter Punkt auf der Karte steht für mindestens einen gemeldeten Fall. Die Größe des Punktes bildet den Umfang des Ausbruchs ab. Dabei zeigt sich, dass die überwiegende Mehrheit der Fälle weiterhin auf dem chinesischen Festland auftritt. Gemeldete Fälle in anderen Ländern bewegen sich dagegen auf niedrigem, leicht steigendem Niveau (einzusehen unter Punkt "Trends")

Hinweis: Per Klick auf die untenstehenden Reiter können Sie die Ansicht umschalten. "Trends" zeigt die Entwicklung der Fallzahlen, "Map" eine interaktive Karte mit gemeldeten Fällen. Aufgrund von Zeitverschiebung und der sich stündlich aktualisierenden Zahl der bestätigten Krankheitsfälle kann es sein, dass die Anzahl der angezeigten Coronavirus-Fälle nicht zu jedem Zeitpunkt dem aktuellen Stand der gemeldeten Infektionen entspricht. Unter dem Punkt "Map" wird der Zeitpunkt der letzten Aktualisierung angezeigt. 

Auch die WHO bietet online ein sogenanntes "Situation Dashboard" an, das die Anzahl der bestätigten Fälle in ähnlicher Weise fortlaufend dokumentiert (Hier geht es zum Online-Dashboard). Da die Weltgesundheitsorganisation weniger Quellen verwendet als die John Hopkins University und möglicherweise einen anderen Aktualisierungsrythmus hat, können die Zahlen voneinander abweichen. 

Coronavirus: Deutsche wurden aus Wuhan ausgeflogen

Das Coronavirus trägt das Kürzel Sars-CoV-2 und löst die Lungenkrankheit Covid-19 aus. Erste Fälle der Lungenkrankheit traten im Dezember 2019 in der chinesischen Metropole Wuhan auf. Der Erreger ist dort vermutlich von Tieren auf den Menschen übergegangen. Als möglicher Ursprung des Erregers gilt ein Tiermarkt, der seit dem 1. Januar 2020 geschlossen ist.

Aus Angst vor Ansteckung benutzen viele Menschen in China derzeit einen Mundschutz

Das Coronavirus führt zu Symptomen wie Fieber, Husten und Atembeschwerden. Ein Großteil der Infektionen scheint leicht zu verlaufen - bei älteren Menschen oder Patienten mit Vorerkrankungen kommt es jedoch auch zu schweren Verläufen. Grundsätzlich halten Experten das aktuelle Coronavirus für weniger gefährlich als den Sars-Erreger, den die WHO im Jahr 2003 als weltweite Bedrohung eingestuft hatte.

Ilona Kriesl/Mitarbeit: Patrick Rösing

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