HOME

Lungenkrankheit: Coronavirus auf dem Vormarsch: Karte zeigt weltweite Ausbreitung des Erregers

Tausende Erkrankte und ein Erreger, der sich von Mensch zu Mensch übertragt: Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Eine interaktive Karte zeigt, in welchen Ländern es wie viele Erkrankte gibt. 

Coronavirus: So schützen Sie sich vor der Lungenkrankheit

Deutschland, Frankreich, Italien - zuletzt häufen sich die Meldungen über zunehmende bestätigte Coronavirus-Infektionen auch außerhalb der stark betroffenen chinesischen Region Hubei, die nach wie vor unter Quarantäne steht. Wo gibt es weltweit die meisten nachgewiesenen Fälle? Wo steigt die Zahl besonders drastisch an?

Einen Überblick über die Anzahl der Erkrankten gibt eine interaktive Karte der US-amerikanischen Johns Hopkins University. Die Anzahl der Menschen, die an dem Erreger erkrankt sind, ist weltweit längst fünfstellig - die der Verstorbenen geht in die Hunderte.

Die meisten Fälle gibt es auf dem chinesischen Festland

Die Karte aktualisiert sich fortlaufend und speist sich aus Daten von offiziellen Gesundheitsbehörden: Die Weltgesundheitsorgansiation (WHO) zählt dazu, aber auch die US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC). Ein roter Punkt auf der Karte steht für mindestens einen gemeldeten Fall. Die Größe des Punktes bildet den Umfang des Ausbruchs ab. Dabei zeigt sich, dass die überwiegende Mehrheit der Fälle weiterhin auf dem chinesischen Festland auftritt. Gemeldete Fälle in anderen Ländern bewegen sich dagegen auf niedrigem, leicht steigendem Niveau (einzusehen unter Punkt "Trends")

Hinweis: Per Klick auf die untenstehenden Reiter können Sie die Ansicht umschalten. "Trends" zeigt die Entwicklung der Fallzahlen, "Map" eine interaktive Karte mit gemeldeten Fällen. Aufgrund von Zeitverschiebung und der sich stündlich aktualisierenden Zahl der bestätigten Krankheitsfälle kann es sein, dass die Anzahl der angezeigten Coronavirus-Fälle nicht zu jedem Zeitpunkt dem aktuellen Stand der gemeldeten Infektionen entspricht. Unter dem Punkt "Map" wird der Zeitpunkt der letzten Aktualisierung angezeigt. 

Auch die WHO bietet online ein sogenanntes "Situation Dashboard" an, das die Anzahl der bestätigten Fälle in ähnlicher Weise fortlaufend dokumentiert (Hier geht es zum Online-Dashboard). Da die Weltgesundheitsorganisation weniger Quellen verwendet als die John Hopkins University und möglicherweise einen anderen Aktualisierungsrythmus hat, können die Zahlen voneinander abweichen. 

Coronavirus: Deutsche wurden aus Wuhan ausgeflogen

Das Coronavirus trägt das Kürzel 2019-nCoV. Erste Fälle der Lungenkrankheit traten im Dezember 2019 in der chinesischen Metropole Wuhan auf. Der Erreger ist dort vermutlich von Tieren auf den Menschen übergegangen. Als möglicher Ursprung des Erregers gilt ein Tiermarkt, der seit dem 1. Januar 2020 geschlossen ist.

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle steigt seit Tagen sprunghaft an. Die Weltgesundheitsorganisation entschied sich deshalb am Donnerstagabend dazu, einen internationalen Gesundheitsnotstand auszurufen. Die Bundesregierung schickte am Freitag eine Bundeswehrmaschine nach China, um deutsche Staatsbürger aus der besonders betroffenen Region um Wuhan auszufliegen. 

Aus Angst vor Ansteckung benutzen viele Menschen in China derzeit einen Mundschutz

Gesundheitsminister Jens Spahn betonte mit Blick auf die gemeldeten Fälle in Deutschland, dass es wichtig sei, Infektionsketten schnell zu unterbrechen. "Ein Gesundheitswesen wie unseres kann das", erklärte er. Die Behörden gingen sehr wachsam und angemessen mit der Situation um. Wichtig sei auch eine sehr enge internationale Zusammenarbeit zum Eindämmen der Lungenkrankheit.

Das Coronavirus führt zu Symptomen wie Fieber, Husten und Atembeschwerden. Ein Großteil der Infektionen scheint leicht zu verlaufen - bei älteren Menschen oder Patienten mit Vorerkrankungen kommt es jedoch auch zu schweren Verläufen. Grundsätzlich halten Experten das aktuelle Coronavirus für weniger gefährlich als den Sars-Erreger, den die WHO im Jahr 2003 als weltweite Bedrohung eingestuft hatte.

Ilona Kriesl/Mitarbeit: Patrick Rösing

Wissenscommunity