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Seltene, sehr aggressive Krebsart: 17-Jährige ist im siebten Monat schwanger - und hat wohl nur noch wenige Monate zu leben

Zunächst schob Dana Scatton ihre Symptome auf die Schwangerschaft, doch dann diagnostizierten Ärzte bei ihr eine besonders aggressive Krebsform. Doch die Behandlung könnte das Baby gefährden.

Ende November bemerkte sie die ersten Symptome, erzählt Dana Scatton der britischen "Daily Mail". Das Schlucken fiel ihr schwer, Sprechen und Gehen wurde auf einmal anstrengend und eines Morgens auf dem Weg zum Bus fühlten sich ihre Beine plötzlich taub an. Zunächst schob die 17-Jährige die Probleme auf ihre Schwangerschaft. "Ich dachte, das Baby könnte vielleicht auf meine Nerven drücken", zitiert die "Daily Mail" Scatton.

Bei einer Routineuntersuchung beim Frauenarzt erzählte sie schließlich von den Symptomen. Ein MRT wurde veranlasst und die Studentin erhielt eine niederschmetternde Diagnose: In ihrem Kopf hatte sich ein sogenanntes Ponsgliom gebildet, ein besonders aggressiver und inoperabler Tumor am unteren Teil des Hirnstamms. Sie würde nur noch wenige Monate zu leben haben, sagten ihr die Ärzte. Scattons erster Gedanke, so berichtet sie es dem Blatt: "Wird es meinem Baby gut gehen?"

Hirntumor inoperabel, Diagnose düster

Aufgrund der Lage ist diese spezielle Form der Krebsgeschwüre nicht operativ entfernbar. Daher bleiben nur die Optionen Strahlen- und Chemotherapie. Beides kann das ungeborene Kind in Scatton jedoch gefährden. Laut "Daily Mail" glauben die Ärzte zwar, dass das Baby die lokale Strahlenbehandlung am Kopf der Mutter unbeschadet überstehen könne. Sie selbst ist jedoch skeptisch und lässt sich daher noch weiter beraten. Möglicherweise in drei Wochen, der 34. Schwangerschaftswoche, soll das Kind per Kaiserschnitt geholt werden, damit die Strahlentherapie begonnen werden kann. Ihre Schwester sammelt über die Webseite Gofundme Geld für für die Behandlung. Rund 15.000 US-Dollar sind bereits zusammengekommen.

Doch selbst mit Therapie wird Scatton ihre kleine Tochter wohl nicht aufwachsen sehen. Ponsgliome gehören zu den Krebsarten mit der schlechtesten Prognose. Laut kinderkrebsinfo.de sind die "Überlebensaussichten von Patienten mit solchen Tumoren gleich null". In der Regel erkranken Kinder vor ihrem 10. Geburtstag daran, Fälle bei Erwachsenen sind der Deutschen Hirntumorhilfe zufolge sehr selten. Lediglich drei Prozent würden nach der Diagnose noch drei Jahre leben. Scattons Ärzte gaben ihr drei Monate ohne Strahlung, neun Monate mit der Therapie.

Dana Scatton hofft auf ein Wunder

Doch die 17-Jährige will nicht so schnell aufgeben. Hoffnung schöpfe sie aus ihrer eigenen Geschichte. Als ihre Mutter mit Zwillingen schwanger war, habe sie eine Fehlgeburt von einem der beiden erlitten. Die Ärzte hätten ihr gesagt, dass das andere Baby - die heute 17-jährige Tochter - ebenfalls bald sterben würde. Doch die kleine Dana kam trotzdem auf die Welt. Daher gebe sie auch nichts auf ihre jetzige Prognose. "Ich erwarte ein Wunder."

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