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Wichtiges zu Mundschutz und Corona-Masken

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USA: Für Gehörlose: Studentin näht Schutzmasken mit Sichtfenster

Masken sollen gegen die Tröpfcheninfektion mit Covid-19 schützen, doch sie verdecken auch den Mund und verhindern somit, dass gehörlose Menschen beispielsweise Lippen lesen können. 

Viele Menschen tragen derzeit in der Öffentlichkeit Masken vor Mund und Nase, um sich vor einer Infizierung mit dem Coronavirus zu schützen. Damit soll verhindert werden, dass das Virus per Tröpfcheninfektion auf andere übertragen wird. Auch Ärzte und Ärztinnen und Krankenpfleger und -pflegerinnen tragen solche Masken.

Während das zwecks Vermeidung der Übertragung sinnvoll sein kann, stellt es gehörlose Menschen vor eine große Probe. Viele von ihnen verlassen sich in der Kommunikation mit nicht Gehörlosen auf das Lippenlesen, welches durch einen verdeckten Mund unmöglich gemacht wird. Und auch die für die Gebärdensprache so wichtigen Gesichtsausdrücke werden von dem schützenden Stück Stoff verdeckt.

Masken mit Sichtfenster

Eine Studentin aus dem US-Bundesstaat Kentucky hat sich deshalb etwas ganz besonderes ausgedacht: Gemeinsam mit ihrer Mutter entwickelte sie Masken, die ein durchsichtiges Feld vor dem Mund haben. "Ich hatte einfach das Gefühl, dass da eine riesige Gesellschaftsgruppe übergangen wird", sagte sie Ashley Lawrence "Lex 18". "Wir haben gerade alle Angst und das bedeutet, dass an einige Menschen einfach nicht gedacht wird. Ich fand es sehr wichtig, dass auch in Zeiten wie diesen, alle die Möglichkeit haben, miteinander zu kommunizieren."

Nachdem sie Bilder ihrer Masken auf Facebook geteilt hatte, stieß Ashley Lawrence auf viel Zuspruch. In einer bearbeiteten Version ihres Posts schreibt sie: "Wir haben das Muster für die Masken überarbeitet, damit es leichter ist, sie herzustellen. Wir schicken euch gerne welche oder schicken euch das Muster, damit ihr sie selbst nähen könnt!"

Dr. Eckart von Hirschhausen redet über die Maskenpflicht während der Corona-Krise.

Zunächst hatte das Robert Koch-Institut besonders Menschen mit bereits vorliegenden Atemwegserkrankungen geraten, in der Öffentlichkeit eine Maske zu tragen. Inzwischen ist man dazu übergegangen, dem Tragen von "Behelfsmasken", also auch solchen, die in Heimarbeit genäht werden, eine Schutzwirkung einzuräumen, schon weil sie einen psychologischen Effekt haben könnten und "das Bewusstsein für 'physical distancing' und gesundheitsbewusstes Verhalten unterstützen."

Quelle: "Lex18"

jgs
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