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5 Fragen zur Grippewelle 2017: Ist die Grippe dieses Jahr besonders schlimm? Sollte ich mich impfen lassen?

Die Grippe hat Deutschland fest im Griff: Schon mehr als 40.000 Menschen sind in der aktuellen Saison an Influenza erkrankt. Lohnt sich jetzt noch eine Impfung? Fünf Fragen und Antworten zur aktuellen Grippewelle.

Grippewelle 2017: Ist sie dieses Jahr besonders schlimm?

Die Grippewelle sorgt für volle Arztpraxen

Die Büros sind vielerorts wie leergefegt und die Wartezimmer voll. Gibt es dieses Jahr besonders viele Kranke?

Im Februar sind klassischerweise viele Menschen krank. Die Grippewelle erreicht ihren Höhepunkt, und auch die Erkrankungszahlen mit dem Norovirus sind hoch. Dass derzeit viele Menschen krank sind, ist also nicht unüblich. Hinzu kommt: Bei der Grippe haben wir dieses Jahr tatsächlich relativ hohe Meldedaten – allein in der letzten Woche gab es mehr als 15.000 bestätigte Fälle. Aber hohe Meldezahlen sind für die Jahreszeit normal und nicht beunruhigend. Zum Vergleich: Die Zahl der Arztbesuche wegen Grippe hat noch nicht den Wert der schweren Grippewelle von vor zwei Jahren erreicht. Sie liegt allerdings über dem Wert des letzten Jahres.

Warum glauben wir dann, dass es dieses Jahr besonders schlimm ist?

Viren und Krankheitserreger kursieren in bestimmten Regionen manchmal stärker als in anderen. Das kann in den betroffenen Gebieten zu dem Eindruck führen, dass es dieses Jahr besonders schlimm ist, die Erreger besonders hartnäckig sind. Aktuell kursiert die Grippe zum Beispiel im Osten und Süden Deutschlands recht stark.

Warum sind im Winter immer so viele Menschen krank?

Im Winter ist das Immunsystem des Menschen geschwächt. Wir halten uns weniger im Freien auf, die Sonneneinstrahlung ist gering, unser Vitamin D-Spiegel sinkt. Gleichzeitig leidet die Lunge unter der kalten Luft und ist somit anfälliger für Krankheitserreger.

Viren haben im Winter dagegen Hochsaison. Die kalte und trockene Luft macht sie stabiler. Es kommen also zwei Faktoren zusammen: gute Bedingungen für den Erreger, schlechte für den Wirt.

Ist es sinnvoll, sich jetzt noch gegen Grippe zu impfen?

Ja, ganz sicher. Wir empfehlen die Grippeschutzimpfung auch jetzt noch für chronisch Kranke, Schwangere und ältere Menschen. Die Grippewelle ist nicht in den zwei Wochen vorbei, die es braucht, bis der Impfschutz aufgebaut ist. 

Wer sich vor einer Ansteckung schützen will – ganz gleich ob mit Grippe oder Norovirus – sollte auf eine gute Handhygiene achten. Das heißt: die Hände 20 bis 30 Sekunden lang einseifen, sorgfältig abwaschen und gut abtrocknen.

Wann ist mit einem Ende der Erkrankungswelle zu rechnen?

In der Regel dauert eine Grippewelle drei bis vier Monate. Wir sind jetzt am Ende des zweiten Monats. Die Fallzahlen könnten also in den nächsten zwei bis drei Wochen langsam zurückgehen. Sicher kann man das aber nicht sagen. Wir hatten auch schon Grippewellen, die fast fünf Monate gedauert haben. 

Bei den Norovirus-Erkrankungen ist der Gipfel meist im Februar erreicht, und danach gehen die Zahlen in der Regel stetig zurück. Wir können uns also auf den nahenden Sommer mit weniger Infektionen freuen.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.