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Fake-Check: Hantaviren: nicht neu und weltweit verbreitet

Nachdem ein Mann aus China an den Folgen einer Infektion mit dem Hantavirus gestorben sein soll, geisterten im Netz Gerüchte über den Ausbruch eines neuen, tödlichen Virus umher. Nun sorgt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung für Klarheit.

Hantavirus Medienberichte

Das sogenannte Hantavirus wird von Nagetieren wie Mäusen oder Ratten übertragen.

Picture Alliance

Nach verschiedenen Medienberichten über einen Toten in China durch das Hantavirus geistern im Netz Gerüchte über ein neues, tödliches Virus umher. Hantaviren sind dabei nicht neu und bereits weltweit verbreitet, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung schreibt. Todesfälle sind demnach in Deutschland sehr selten. Hantaviren werden über Nagetiere wie Ratten und Mäuse auf den Menschen übertragen. Meist werden die Viren eingeatmet, etwa durch kontaminierten Staub. Besonders gefährdet ist deshalb, wer im Forstbetrieb, in der Landwirtschaft oder im Garten arbeitet. Von Mensch zu Mensch breiten sich die Viren in Deutschland nicht aus.

Symptome ähnlich wie bei Covid-19

Die Fallzahlen in Deutschland schwanken stark, wie das Robert-Koch-Institut schreibt. In vielen Jahren habe es im Schnitt nur etwa 200 Erkrankte gegeben. Viele Ansteckungen gab es laut RKI mit mehr als 2800 Fällen 2012. Je nach Virustyp unterscheidet sich die Schwere der Krankheit. Meist erleiden Infizierte plötzlich hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Magen-Darm- und Nierenprobleme. Bei einer Ansteckung mit Hantaviren muss das zuständige Gesundheitsamt informiert werden.

fk / DPA

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