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Immunmodulatoren: Alternative zu Kortison

Manches Immunsystem ist übereifrig. Immunmodulatoren bremsen diese Arbeitswut aus: Die Wirkstoffe Tacrolimus und Pimecrolimus helfen Menschen mit Neurodermitis.

Bei Neurodermitis helfen Salben mit Tacrolimus

Bei Neurodermitis helfen Salben mit Tacrolimus

Bei manchen Menschen macht das Immunsystem seinen Job zu gut: Anstatt nur gefährliche Eindringlinge zu bekämpfen, schlägt es gleich bei jeder harmlosen Sache zu. So entstehen Allergien. Auch bei Neurodermitis reagiert die Körperabwehr anders als normal.

Um das Immunsystem wieder auf das normale Arbeitspensum zu beschränken, wurden sogenannte Immunmodulatoren entwickelt. Diese Substanzen hemmen ganz bestimmte Botenstoffe der Körperabwehr, die Calcineurine. Die Folge: Ein großer Teil des Immunsystems bleibt inaktiv.

Immunmodulatoren sind noch relativ neu. Einzug in die Hautarztpraxis haben die Wirkstoffe Tacrolimus und Pimecrolimus gehalten. Sie können als Salbe aufgetragen werden. Dermatologen verschreiben solche Cremes bei Neurodermitis, vor allem für die Behandlung von dünnhäutigen Körperbereichen im Gesicht, in den Körperfalten und im Genitalbereich. Auch bei Kindern, die eine zartere Haut haben, können Salben mit Immunmodulatoren sinnvoll sein. Allerdings sind die Wirkstoffe erst ab einem Alter von zwei Jahren zugelassen.

Tacrolimus und Pimecrolimus greifen wie Kortison stark in die Mechanismen der Körperabwehr ein, aber sie tun es gezielt. Deshalb haben sie weniger Nebenwirkungen als Kortison: Auch bei längerer Anwendung scheinen sie die Haut nicht dünner zu machen. Dennoch sind Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen. Weil die Medikamente das Immunsystem ausbremsen, könnten sie das Risiko für Hautkrebs erhöhen, sofern Sie Ihre Haut der Sonne aussetzen. Achten Sie deshalb auf eine gute Sonnenschutzcreme und machen Sie während der Behandlung keine Lichttherapie.

Maren Wernecke
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?