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Impfung gegen Influenza Und jährlich grüßt die Grippewelle


Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür und hat auch in diesem Jahr eine Grippewelle mitgebracht. Zum Thema Grippeimpfung gibt es viele Fragen - hier kommen die Antworten.

Die nächste Grippe ist möglicherweise nicht mehr weit: Zwar kommt die jährliche Influenzawelle in Deutschland meist erst nach der Jahreswende so richtig ins Rollen, besonders gefährdete Menschen, wie etwa chronisch Kranke, sollten sich aber rechtzeitig impfen lassen. Oktober und November ist nach Angaben von Ärzten und Gesundheitsbehörden die beste Zeit für die #link;www.stern.de/grippe/ueberblick/grippe-impfung-der-rettende-pieks-602314.html;Schutzimpfung#. Die wichtigsten Fragen zum Thema Grippeimpfung:

Wer sollte sich gegen die Grippe impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Schutzimpfung in erster Linie älteren Menschen über 60 Jahre, chronisch Kranken mit Grundleiden wie Diabetes, Asthma oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, medizinischem Personal und Schwangeren. Gesunden Schwangeren wird eine Impfung erst ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel empfohlen, Frauen mit chronischen Grundleiden sollten demnach unabhängig vom Schwangerschaftsstadium geimpft werden.

Wann setzt die Schutzwirkung ein?

Der Impfschutz wird nach zehn bis 14 Tagen erreicht. Die Experten verweisen aber darauf, dass die Impfung keinen hundertprozentigen Schutz bietet. Das betrifft vor allem Ältere, deren Immunsystem generell weniger gut auf Impfungen anspricht. Deshalb kann es auch bei Geimpften zu einer Influenza-Erkrankung kommen, möglicherweise mit milderem Verlauf.

Kann ich mich auch impfen lassen, wenn ich gerade einen Infekt durchmache?

Ein leichter Infekt mit Fieber unter 38,5 Grad stellt in der Regel kein Problem dar. Bei schweren akuten Erkrankungen und höherem Fieber sollte die Impfung aber verschoben werden.

Dürfen sich Allergiker impfen lassen?

Das kann nicht genau vorausgesagt werden. Nach Angaben der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung von Viruskrankheiten (DVV) deuten aber die doppelt so hohen Erkrankungszahlen in Australien, wo bereits Grippezeit ist, auf eine stärkere Erkrankungswelle auch in unseren Breiten hin. Allerdings sterben in Deutschland auch bei moderaten Grippewellen jährlich tausende Menschen an den Folgen der Infektion.

Wie setzt sich der Grippeimpfstoff zusammen?

Der saisonale Impfstoff setzt sich jedes Jahr aus Bestandteilen der aktuell weltweit zirkulierenden drei Influenza-Virustypen zusammen. Der Grippeimpfstoff schützt nicht nur gegen Erreger der normalen Influenza, sondern soll auch gegen die Schweinegrippe schützen.

Reicht der Impfstoff?

Ja. Das zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat bisher mehr als 11,5 Millionen Impfdosen freigegeben, es werden aber noch mehr. Erstmals steht in diesem Jahr auch ein speziell für Kinder entwickelter Grippeimpfstoff zur Verfügung. Es handelt sich um einen sogenannten Lebendimpfstoff, der als Nasenspray verabreicht wird. Zugelassen ist er für Kinder ab zwei bis 18 Jahren. Die anderen Grippeimpfstoffe werden üblicherweise in die Muskeln gespritzt.

Brauche ich nach der Impfung im vergangenen Jahr trotzdem eine neue?

Ja. Es verändern sich nicht nur die Erreger ständig, auch die Schutzwirkung lässt nach.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Für über 60-Jährige und weitere Risikogruppen übernehmen die gesetzlichen Kassen die Kosten. Ein Reihe von Kassen zahlt auch für alle anderen Impfwilligen. Eine Praxisgebühr wird in keinem Fall erhoben.

juho/AFP AFP

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