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Kampf gegen Ebola: Pharmakonzern will Suche nach Impfstoff beschleunigen

Nach ermutigenden Ergebnissen bei Tierversuchen will ein britischer Pharmakonzern zeitnah mit klinischen Tests eines Ebola-Impfstoffs beginnen. Ein Einsatz 2014 sei aber unwahrscheinlich.

Arzneimittelhersteller GlaxoSmithKline (GSK) will in diesem Jahr mit klinischen Tests eines Impfstoffes gegen Ebola beginnen. Ein Sprecher des britischen Pharmakonzerns äußerte sich am Sonntag nicht genauer zum Zeitplan. Auf der Website der US-Gesundheitsbehörde Niaid hieß es allerdings, die Phase-I-Prüfung könne bereits "im Herbst 2014" beginnen. Niaid und GSK arbeiten bei dem Mittel zusammen. Dieses hat bei Tierversuchen ermutigende Ergebnisse gezeigt. Selbst bei einem beschleunigten Verfahren wäre ein Einsatz noch in diesem Jahr allerdings unwahrscheinlich. GSK hatte die Entwicklung bei der Übernahme des Schweizer Okairos-Unternehmens erworben.

Spanischer Ebola-Patient soll mit "ZMapp" behandelt werden

Unterdessen gab das spanische Gesundheitsministerium bekannt, dass auch der spanische Ebola-Patient Miguel Pajares mit dem experimentellen Medikament "ZMapp" behandelt werden soll. Angaben zufolge wurde das Mittel in das Krankenhaus gebracht, in dem der 75-jährige Geistliche in einer Quarantäne-Station behandelt wird.

Die Ärzte hatten zuvor den Antrag gestellt, eine Ausnahmegenehmigung für die Einfuhr des Medikaments zu erteilen, das zuvor an Affen, aber noch nicht in den üblichen klinischen Testreihen erprobt worden war. Die zuständige Behörde erteilte die Erlaubnis. Daraufhin wurde das Mittel aus Genf nach Madrid geliefert.

Mögliche Nebenwirkungen nicht bekannt

Zwei aus den USA stammende Ebola-Patienten waren mit "ZMapp" behandelt worden. Ihnen geht es zwar besser, jedoch ist unklar, ob dies nicht auch ohne das Mittel erreicht worden wäre und welche längerfristigen Nebenwirkungen das Medikament möglicherweise hat.

Angehörige von Pajares, der sich in Liberia mit dem Ebola-Virus infiziert hatte, teilten am Wochenende mit, der Zustand des 75-Jährigen sei stabil. Der Geistliche habe kein Fieber und leide nicht an Blutungen, sagte sein Bruder Emilio Pajares der staatlichen Nachrichtenagentur Efe.

mod/Reuters/DPA / DPA / Reuters
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