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Maskenpflicht ignoriert Kölner Ärztin leugnet Corona bei Razzia in ihrer Praxis

Ärztin greift zum Stethoskop
Die Ärztin hatte bei der Razzia behauptet, die Stadt Köln sei eine Firma und keine Behörde (Symbolbild)
© Christin Klose / Picture Alliance
Nach Hinweisen aus der Bevölkerung haben Ordnungsamt, Gesundheitsamt und Polizei eine Hausarztpraxis in Köln durchsucht. Die Ärztin hielt sich nicht an die Maskenpflicht und zweifelte die Corona-Pandemie an.

Ärzten kommt gerade in einer Pandemie eine ganz entscheidende Rolle beim Schutz der Bevölkerung zu. Dass es unter den Medizinern verschiedene Standpunkte zu den Details im Umgang mit dem Coronavirus gibt, ist in der Wissenschaft normal. Doch vereinzelt bestreiten Ärzte sogar, dass es die Pandemie überhaupt gibt.

In Köln haben Ordnungsamt, Gesundheitsamt und Polizei die Praxis einer Ärztin durchsucht. Grund für die Razzia waren laut "Express" Beschwerden, dass in der Praxis keine Masken getragen und Abstände nicht eingehalten werden. Auch bei der Durchsuchung habe sich die Ärztin geweigert, eine Maske anzuziehen, heißt es in dem Bericht der Kölner Zeitung. Außerdem soll die Medizinerin darauf beharrt haben, dass die Corona-Pandemie nicht existiere.

Querdenker-Broschüren liegen im Wartezimmer aus

Sie würde erst dann eine Maske tragen, wenn man ihr beweisen könne, dass die Pandemie real sei, soll sie dem Ordnungsamt entgegengehalten haben. Das Portal "Rhein24" berichtet, dass die Hausärztin eine vorherige Ordnungsverfügung, die Infektionsschutzmaßnahmen in ihrer Praxis zu verstärken, ignoriert habe. Im Wartezimmer fanden die Mitarbeiter des Ordnungsamts Broschüren der Querdenker-Bewegung, die Corona-Demos im ganzen Land organisiert. Zudem habe die Ärztin behauptet, die Stadt Köln sei eine Firma.

Bei einer "Querdenken"-Demo in Berlin trägt ein Mann einen gelben Overall mit Kapuze sowie Schutzbrille und Atemmaske

Vor Ort nahm die Polizei die Personalien von fünf Personen auf, die sich nicht an die Maskenpflicht gehalten hatten. Einige von ihnen trugen keine Masken, andere nur einen Schal vor Mund und Nase statt der vorgeschriebenen medizinischen oder FFP2-Masken. Ihnen drohen Bußgelder. Aufsichtsbehörden, Ärztekammer Nordrhein und Bezirksregierung wollen nun weiter über mögliche Konsequenzen aus dem Fall beraten. 

Quellen: "Express" / "Rhein24"

epp

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