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"Herzenswunsch-Krankenwagen": Malteser erfüllen letzten Wunsch von todkranken Menschen – auch wenn's ein BVB-Spiel ist

Wenn Menschen wissen, dass ihr Leben zu Ende gehen wird, entsteht manchmal die Sehnsucht, eine bestimmte Sache noch einmal zu erleben, bevor man geht. In Gütersloh sollen diese Wünsche nun erfüllt werden – von Maltesern, die ehrenamtlich arbeiten.

Ein Rettungssanitäter steht vor einem Rettungswagen

Für Herzenswünsche todkranker Menschen soll es in Gütersloh bald eine Möglichkeit zur Erfüllung geben, die Ehrenamtliche des Malteser Hilfsdienstes anbieten

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Manchmal können weder die eigenen Kinder noch Freunde oder andere Verwandte helfen, den letzten Wunsch einer Person zu erfüllen. Zum Beispiel dann, wenn ihnen die Mittel fehlen, die dafür benötigt werden. Bei todkranken Menschen ist das neben einer soliden Ausrüstung auch die Erfahrung, was zu tun ist, wenn es plötzlich lebensbedrohlich ernst wird. In Gütersloh soll es nun trotzdem möglich werden, dass ein letzter Wunsch erfüllt wird. Wie "Die Glocke" berichtet, wollen die örtlichen Malteser ihren Dienst für solche Zwecke ehrenamtlich zur Verfügung stellen. Mit dem "Herzenswunsch-Krankenwagen", der mit einem Rettungssanitäter und einem Rettungshelfer besetzt wird, soll es für die Helfer nach Ostern losgehen.

Derzeit fehlt noch die Einrichtung für den Rettungswagen, der bislang als Ersatzwagen bei den örtlichen Maltesern eingesetzt worden ist. Für "die letzte Reise" fehlen noch eine Trage sowie Defibrillator, Sauerstoffgerät und medizinischer Materialien. Dafür werden 12.000 Euro aus Spenden eingesetzt. Das Angebot gilt für Menschen, die im Liegen oder mit dem Rollstuhl transportiert werden müssen und deren Lebenserwartung weniger als sechs Monate beträgt. Auch die Reisen werden durch Spenden finanziert und von den Ehrenamtlichen ermöglicht.

Der Einsatz erfordert besondere Voraussetzungen

Nicht jeder Malteser eignet sich für den Einsatz im "Herzenswunsch-Krankenwagen". Während intensivmedizinische Betreuung weniger gefordert wird als bei den sonstigen Einsätzen, kann es hier durchaus passieren, dass die beförderte Person bei der Erfüllung ihres Wunsches verstirbt. Nicht jeder Patient möchte dann aktiv ins Leben zurückgeholt werden und das ist für die Ehrenamtliches des Hilfsdienstes eine ungewohnte Belastung. "Die Glocke" zitiert den Stadtbeauftragten der Malteser, Thorsten Heß, dass dies nicht immer leicht auszuhalten sei.

Für die Herzenswünsche stehen die Ehrenamtlichen etwa zweimal im Monat zur Verfügung, wie hoch der Bedarf sein wird, lässt sich noch nicht abschätzen. Doch die Menschen vom Hilfsdienst sind sich sicher, dass es gut angenommen werden wird.

Quelle: "Die Glocke"

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