Nebenwirkungen Viagra kann blind machen


Nicht nur Liebe macht blind, sondern auch Sex - aber nur, wenn Mann mit Viagra nachhilft. Offenbar hat das Potenzmittel noch gravierendere Nebenwirkungen als bisher bekannt.

Das Potenzmittel Viagra kann bei manchen Männern zu dauerhaftem Sehverlust führen. Mediziner der Universität von Minnesota berichten, dass bislang bei mindestens 14 Männern nach der Einnahme des Mittels ein Schlaganfall des Auges diagnostiziert wurde, in der Fachsprache NAION (Nonarteric Ischemic Optic Neuropathy) genannt. Dabei wird die Blutversorgung zum Sehnerv unterbrochen, was letztlich zu Erblindung führen kann. Die Störung tritt in der Regel binnen 36 Stunden nach Einnahme des Mittels auf.

Seit Jahren ist bekannt, dass manche Männer nach der Einnahme von Viagra vorübergehende Störungen der Farbwahrnehmung haben und ihnen Dinge bläulich oder grünlich erscheinen. Mindestens sieben der Patienten im Alter von 50 bis 69 Jahren, bei denen NAION diagnostiziert wurde, hatten zumindest einen Risikofaktor für Arteriosklerose wie etwa Bluthochdruck, Diabetes oder einen hohen Cholesterinspiegel. Zudem verliefen bei ihnen hinter dem Auge die Blutgefäße und Nerven sehr eng gebündelt, wie das Fachblatt "Journal of Neuroophtalmology" berichtet.

Der Konzern Pfizer schloss in einer Stellungnahme zu der Studie den Zusammenhang zu Viagra aus. Alle Patienten, die in der Studie untersucht worden waren, litten mindestens einen Risikofaktor für Arterienverkalkung. 130 andere Studien sowie eine Vorgängerstudie im Jahr 2002 zu derselben Fragestellung hätten keinerlei Zusammenhang zwischen der Viagraeinnahme und dauerhaftem Sehrverlust ergeben.

"Viagra reguliert im Körper einen Stoff, der die Blutgefäße verengt", erläutert der Forscher Howard Pomeranz. "Diese Verengung kann den Blutfluss zum Sehnerv abschneiden, vor allem bei Menschen, deren Blutgefäße und Nerven eng gebündelt sind."


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