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News zum Coronavirus: Neun Coronavirus-Todesfälle in Würzburger Pflegeheim

Das Coronavirus breitet sich in Europa weiter aus. Auch in Deutschland steigen die Zahlen der Infizierten unaufhörlich. Verfolgen Sie alle Entwicklungen im stern-Liveblog.

Bayern, Würzburg: Ein ältere Frau mit Rollator geht vor dem Eingang eines Senioren-Wohnstiftes

Bayern, Würzburg: Ein ältere Frau mit Rollator geht vor dem Eingang eines Senioren-Wohnstiftes

DPA

Das Coronavirus breitet sich immer weiter aus: In Deutschland sind bislang mehr als 18.400 Infektionen mit dem neuen Coronavirus bekannt. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 6200, Bayern mit mehr als 3100 und Baden-Württemberg mit mehr als 2700 Fällen. Niedersachsen verzeichnet mehr als 1200 Infektionen. 53 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben, zwei weitere Deutsche nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.

Das öffentliche Leben ist deshalb in vielen Ländern deutlich eingeschränkt. Auch Deutschland geht in den Ruhezustand, die Wirtschaft leidet schon jetzt darunter. Bundeskanzlerin Merkel sieht die Gesellschaft vor einer "historischen Aufgabe". Die Bundesregierung hat milliardenschwere Hilfen zugesagt.

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Maas: Bereits rund 30.000 gestrandete Deutsche aus dem Ausland zurückgeholt (22.16 Uhr)
  • Neun Coronavirus-Todesfälle in Würzburger Pflegeheim (20.44 Uhr)
  • Mehr als 600 Tote in Italien an einem Tag (18.29 Uhr)
  • In Deutschland bislang mehr 18.400 Infektionen bekannt (17.13 Uhr) 
  • Hamburg schließt alle Restaurants und verbietet Versammlungen von mehr als sechs Personen (16.30 Uhr)

Alle Meldungen zum Thema finden Sie hier im stern-Special.

Zahlen und Karten zur Ausbreitung des Virus finden Sie hier.

Alles, was Sie zum Thema Reisen in Zeiten des Coronavirus wissen müssen, finden Sie hier. 

rös / AFP / DPA

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im stern-Liveblog:

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Ein leerer Saal und doch eine gelungene Aufführung: Oscar-Preisträger Christoph Waltz hat gemeinsam mit dem Theater an der Wien eine überzeugende Inszenierung von Beethovens "Fidelio" auf die Bühne gebracht. Die für vergangenen Montag geplante Premiere wurde aufgrund der Coronavirus-Krise abgesagt, auf die Bildschirme schaffte es die Arbeit des 63-Jährigen aber dennoch. Weil die letzten Proben aufgezeichnet wurden, konnten Online-Plattformen die "Fidelio"-Inszenierung am Freitag ausstrahlen. Auch im Sender ORF2 war die Aufführung am späten Freitagabend zu sehen.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Nach der vorläufigen Absage des Filmfestivals von Cannes öffnet die Mittelmeerstadt ihren berühmten Festivalpalast wegen des Coronavirus für Obdachlose. Auf der Straße lebende Menschen sollten in dem Gebäude Unterschlupf und Schutz finden, sagte Dominique Aude-Lasset von der Stadtverwaltung. Es gehe um ein "Symbol der Solidarität". Wichtiger als Kongresse oder kulturelle Veranstaltungen sei es wegen der Corona-Krise derzeit, dass alle Menschen zu Hause blieben, "auch die Schwächsten".

    Die neue Einrichtung öffnete bereits am Freitagabend ihre Pforten. Angeboten werden Betten, Mahlzeiten und Duschen. Dabei würden alle Vorschriften zur Unterbringung von Obdachlosen eingehalten. Am Eingang zum Gebäude sei eine Station zum Fiebermessen eingerichtet. Am Donnerstag hatten die Veranstalter mitgeteilt, dass das Filmfestival von Canneswegen des Coronavirus nicht wie geplant im Mai stattfinden wird.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Nach Kalifornien hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus auch der US-Bundesstaat Illinois eine weitgehende Ausgangssperre angekündigt. Die Maßnahme gelte ab diesem Samstag um 17.00 Uhr (23.00 Uhr MEZ) zunächst bis zum Ablauf des 7. April, sagte Gouverneur J.B. Pritzker in Chicago. Pritzker kündigte zugleich an, dass es zahlreiche Ausnahmen geben werde. Menschen dürften weiterhin Lebensmittel einkaufen, tanken, zur Apotheke gehen, einen Arzt aufsuchen, spazieren gehen oder den Hund ausführen, solange sie Vorsichtsmaßnahmen einhielten. Viele Menschen würden auch weiterhin zur Arbeit gehen. Nicht-essenzielle Geschäfte müssten aber schließen. Wer von zu Hause aus arbeiten könne, müsse das dann auch tun. Pritzker versicherte: "Es gibt absolut keinen Grund, in ein Lebensmittelgeschäft oder zu einer Tankstelle zu eilen." Diese Geschäfte würden nicht geschlossen.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Bei der von der Bundesregierung gestarteten Rückholaktion wegen der Corona-Pandemie sind nach den Worten von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) bereits mehr als 30.000 deutsche Urlauber aus dem Ausland nach Deutschland zurückgeholt worden. Die Gesamtzahl der Betroffenen liege bei etwa 200.000. Er rechne damit, dass in den nächsten Tagen jeweils um die 10.000 Deutsche pro Tag zurückgeholt werden könnten, sagte Maas laut einem vom Auswärtigen Amt verbreiteten Video bei einem Besuch im Krisenreaktionszentrum.

    Es sei davon auszugehen, dass die Rückholaktion noch etwa zwei Wochen andauern werde. Maas warnte ausdrücklich davor, trotz der bis Ende April geltenden formellen weltweiten Reisewarnung des Auswärtigen Amts dennoch weiterhin zu verrreisen. Es bestehe die Gefahr, dass Menschen, die "jetzt noch ins Ausland fahren, nicht mehr zurückgeholt werden können". Wer dennoch reise, handele unverantwortlich.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Die Stadt Jena hat zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus ein Betretungsverbot für alle öffentlichen Orte ausgesprochen. Darunter fallen Straßen, Wege, Gehwege, Plätze, öffentliche Grünflächen, Parkanlagen, Parkplätze und der Stadtwald, wie die Stadt auf ihrer Internetseite mitteilte. "Ziel ist die strikte Vermeidung des Zusammentreffens von Menschen in Gruppen. Nur so kann die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt oder eingedämmt werden."

    Ausnahmen soll es aber geben. So soll es weiterhin möglich sein, allein, zu zweit, in der Familie oder den Menschen, die in einem Haushalt leben sowie mit Haustieren an die frische Luft zu gehen. "Genauso darf die Wohnung natürlich zum Einkaufen, für den Weg zur Arbeit oder zum Arzt verlassen werden. Wer Menschen pflegt oder ihnen beim Einkauf hilft, darf sich dafür ebenfalls im öffentlichen Raum bewegen", hieß es. Unklar war am Abend, ob Jena die erste Stadt in Thüringen ist, die ein solches Verbot ausspricht.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Vor dem für Montag geplanten Kabinettsbeschluss zu beispiellosen Milliardenhilfen in der Corona-Krise beraten Regierung und Parlament auch am Wochenende. Es werde gesonderte Beratungsformate zwischen den zuständigen Bundesministern und den jeweiligen stellvertretenden Fraktionschefs beziehungsweise den Sprechern der Arbeitsgruppen aller Fraktionen geben, heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Schreiben des Parlamentarischen Geschäftsführers der Unionsfraktion, Michael Grosse-Brömer (CDU), an die Abgeordneten seiner Fraktion. Diese würden dann die jeweiligen Arbeitsgruppen informieren.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Easyjet streicht wegen der Coronavirus-Pandemie ab dem kommenden Dienstag fast alle Flüge. Der britische Billigflieger begründete seine Entscheidung mit den Ausgangssperren und massiven Reisebeschränkungen in vielen Ländern. Demnach werden bis Montag fast alle Kunden in ihre Heimat zurückgebracht sein. Ab Dienstag werde es dann nur noch eine sehr kleine Zahl von Verbindungen aus und nach Großbritannien sowie innerhalb des Landes geben. Dies entspreche dann noch etwa zehn Prozent des normalen Flugplans.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Mit Drohnen überwacht die Polizei in Brüssel die belgische Ausgangssperre wegen des Coronavirus. Vor allem in Grünanlagen achte man darauf, dass Sportler und Spaziergänger die Vorschriften beachten und sich nicht zu nahe kommen, teilte die Polizei via Twitter mit. Dreisprachige Durchsagen erinnern an die Regeln. Seit Beginn der fast dreiwöchigen Ausgangssperre am Mittwochmittag habe die Polizei im Zentrum der Hauptstadt schon mehr als 100 Geldbußen wegen Regelverstößen verhängt, berichtete die belgische Nachrichtagentur Belga. In bestimmten Fällen beliefen diese sich auf 350 Euro für Erwachsene und 175 Euro für Jugendliche.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Weil die Zahl der Coronavirus-Opfer steigt, verschärft Italien die Ausgangssperren. So verbietet die Regierung den Bürgern jetzt auch ausdrücklich, in Parks und andere Grünanlagen zu gehen. Sport in der Öffentlichkeit soll unterbleiben. Das geht aus einem Erlass des Gesundheitsministers Roberto Speranza hervor. In Italien sind seit Februar mehr als 4000 Menschen infolge der Coronavirus-Pandemie gestorben.

    Das Land verzeichnete am Donnerstag mehr Tote, als in China offiziell bis dahin gemeldet wurden. Mittlerweile haben sich nach Angaben der Behörden in Italien mehr als 47.000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Brasilien hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus den Notstand erklärt. Nach der Abgeordnetenkammer verabschiedete am Freitag auch der Senat den entsprechenden Entwurf eines Gesetzesdekrets. Damit werden Finanzmittel zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie frei. Unter anderem ist geplant, Freiberufler und Tagelöhner mit monatlich 200 Reais (35 Euro) unterstützen. Sie leiden besonders unter den Folgen der Coronavirus-Krise.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    In einem Würzburger Pflegeheim sind nach Coronavirus-Infektionen neun Menschen gestorben. Das sagte ein Sprecher des bayerischen Landesamts für Gesundheit (LGL) auf Anfrage. Die Leiterin der Würzburger Altenpflegeeinrichtung sagte der Deutschen Presse-Agentur, alle Verstorbenen hätten Vorerkrankungen gehabt und seien über 80 Jahre alt gewesen. Von den 160 Bewohnern lägen derzeit fünf mit einer Covid-19-Erkrankung in Würzburger Kliniken, weitere zehn seien positiv auf das Virus getestet und würden isoliert in ihren Zimmern im Heim versorgt. Hinzu kämen 23 Pflegekräfte mit ebenfalls positivem Test. Diese befänden sich in Quarantäne zu Hause.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus stellt der deutsche Autokonzern Daimler den US-Betrieb weitgehend ein. Im Mercedes-Benz-Werk in Tuscaloosa im Bundesstaat Alabama werde die Produktion für zunächst zwei Wochen gestoppt, teilte das Unternehmen mit. Auch bei der Tochter Vans in Charleston, South Carolina, stehen die Bänder vorübergehend still.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Viele Strom- und Gasanbieter in Deutschland verzichten in der Coronavirus-Krise darauf, säumigen Kunden die
    Energieversorgung abzustellen.
    Bei den kommunalen Unternehmen würden bei Zahlungsrückständen "fast ausnahmslos" keine Unterbrechungen der Strom-, Gas- und Wasserversorgung in Privathaushalten mehr vorgenommen, sagte VKU-Hauptgeschäftsführer Michael Wübbels dem "Tagesspiegel". Das habe eine Abfrage bei den Mitgliedsunternehmen ergeben. Große Versorger wie Eon und die Tochter Innogy sowie EnBW hatten bereits am Mittwoch angekündigt, Strom- und Gasanschlüsse auch bei Zahlungsrückständen nicht mehr abzudrehen.

  • Florian Schillat
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    Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat angekündigt, dass es auch für die Hauptstadt härtere Einschränkungen zur Eindämmung der Coronavirus-Krise geben wird. Der Senat solle vorbereiten, dass es zu Restaurantschließungen komme, sagte er in der rbb-"Abendschau". Bislang müssen diese Lokale ab 18.00 Uhr zumachen. Künftig solle es dann nur noch Abhol- und Lieferdienste geben. Auch Versammlungen unter 50 Menschen sollten untersagt werden, kündigte Müller an.

    Lesen Sie hier: Welche Maßnahmen nun in welchem Bundesland gelten.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Angesichts einer steigenden Zahl von Covid-19-Erkrankungen hat Polen den Epidemie-Zustand ausgerufen. Dies bedeute, dass das Gesundheitsministerium und die Chefs der Regionalverwaltung medizinischem Personal und anderen Personen Aufgaben im Kampf gegen die Ausbreitung der Lungenkrankheit zuweisen könnten, sagte Gesundheitsminister Lukasz Szumowski in Warschau. Außerdem werde die Strafe für die Nichteinhaltung einer Quarantäne von bislang umgerechnet rund 1130 Euro auf nunmehr 6800 Euro erhöht. Die Schließung von Kindergärten, Schulen und Universitäten wurde bis Ostern verlängert.

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