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Passivrauchen am Arbeitsplatz: Kollegen rauchen im Büro, Frau stirbt an Lungenkrebs, Arbeitgeber zahlt Millionen

Lucia Lo Conti wusste, wie sie sterben würde. Über zwanzig Jahre arbeitete sie zusammen mit rauchenden Kollegen im Büro und sagte: "Das wird mich umbringen." 2004 starb Lo Conti an Lungenkrebs. Jetzt hat ein Gericht ihren Arbeitgeber zu einer Millionenstrafe verurteilt.

Lucia Lo Conti hat nie geraucht. Keine Zigarette, in ihrem ganzen Leben, schreibt "La Repubblica". Auch in ihrer Familie habe niemand geraucht. Trotzdem waren Zigaretten und Qualm ständige Begleiter im Leben der Italienerin.

Lucia Lo Conti arbeitete in der Kulturabteilung der Region Sizilien, im öffentlichen Dienst und teilte sich ein Büro mit mehreren rauchenden Kollegen. Von 1979 bis 2000, über zwei Jahrzehnte lang. Lo Conti setzte sich gegen den Rauch am Arbeitsplatz zur Wehr, heißt es in dem Bericht, immer wieder. Und immer wieder vergebens. "21 Jahre lang kam sie nach Hause, mit stinkenden Klamotten und sagte verärgert zu ihren Kindern: 'Das wird mich umbringen'", berichtet die Tageszeitung online. Damals war von dem strengen Rauchverbot, das heute in Italien herrscht, noch keine Spur. 

Jahrelanges Passivrauchen: Italienerin stirbt an Lungenkrebs

Lucia Lo Conti starb am 15. November 2004 an Lungenkrebs. Drei Jahre zuvor war die Krankheit festgestellt worden. "Eines Tages hatte Mama starke Schmerzen in der Brust. Wir wollten das Ganze genauer anschauen lassen. Doch sie war sich sicher: Es ist Krebs", wird Lo Contis Tochter in "La Repubblica" zitiert

Das Ergebnis der Untersuchungen zeigte: Lo Conti hatte ein Lungenkarzinom. Es folgten Schmerzen, Chemotherapie, Haarausfall. Dann starb Lucia Lo Conti im Alter von 50 Jahren. Sie hinterließ ihren Ehemann, ihre sechs Kinder - und ein Schriftstück in einer Schublade im Wohnzimmer, in dem sie ihren Kampf gegen die rauchenden Kollegen schilderte. Der Text sollte zur Basis für einen Gerichtsprozess werden.

Gericht: Arbeitgeber muss 1,5 Millionen Euro zahlen

Nach dem Tod von Lucia Lo Conti ging ihre Familie gerichtlich gegen den Arbeitgeber vor. Jetzt, 13 Jahre nach Lucia Lo Contis Tod, verurteilte das Gericht die Region Sizilien zu einer enormen Summe Schadenersatz: 1,5 Millionen Euro soll Sizilien an die Hinterbliebenen von Lo Conti zahlen. Das Gericht sah es als erwiesen an, berichtet "La Repubblica", dass das Passivrauchen Auswirkungen auf die Bildung des Tumors auf Di Contis Lunge hatte. Das Urteil ist rechtskräftig. Die Region Sizilien hat bereits angekündigt, nicht dagegen vorgehen zu wollen. 

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pg

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