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Das "unheimliche Tal" Uncanny-Valley-Effekt: Totenfotografie, Puppen, Roboter – das Phänomen hinter dem Grusel

Sehen Sie im Video: Puppen, Roboter, Totenfotografie – das Phänomen hinter dem Grusel.


Diese Puppen sind beeindruckend lebensecht. Und gerade deshalb: unheimlich. Der Russe Michael Zajkovs stellt die handgefertigten Puppen her. Sie erinnern nicht zufällig an die Totenfotografie des späten Viktorianischen Zeitalters. Auch die Kleidung der Puppen orientiert sich stark an der Mode des frühen 20. Jahrhunderts. Laut Aussage Zajkovs ist es gerade die realistische Machart seiner Puppen, die dazu führt, dass viele Menschen sie unheimlich finden. Denn die Puppen sind einfach zu realistisch. Das ist ein sogar wissenschaftlich bekanntes Phänomen. Es tritt auch bei Animationsfilmen, Videospielen und in der Robotik auf. Der sogenannte "Uncanny-Valley-Effekt" bewirkt, dass künstliche Figuren nur bis zu einem gewissen Grad als vertraut wahrgenommen werden. Sind sie jedoch zu realistisch – aber eben noch nicht echt – wirken sie auf den Betrachter fremd und unheimlich. Aus diesem Grund sind die Protagonisten in Animationsfilmen auch häufig Tiere oder sogar Gegenstände. Michael Zajkovs hat trotz des Effektes großen Erfolg. Auf Messen und im Internet begeistern sich zahlreiche Menschen für seine detaillierten Puppen.


Quelle: www.instagram.com/michael_zajkov/
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Diese Puppen sind beeindruckend lebensecht. Und gerade deshalb unheimlich. Der sogenannte "Uncanny-Valley-Effekt" bewirkt, dass künstliche Figuren auf den Betrachter fremd und verstörend wirken.

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