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Ratgeber Alternativmedizin: Schüßler-Salze - teuer, aber wertlos?

Schüßler-Salze sind seit Jahren ausgesprochen beliebt. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass diese Mittel auch Wirkung zeigen. Alternativmedizin-Experte Edzard Ernst geht der Effizienz der Kristalle auf den Grund.

Kopfschmerzen, Erkältung, Pickel oder allgemeines Unwohlsein: Bei jedem Alltagsproblemchen sollen Schüßler-Salze angeblich helfen

Kopfschmerzen, Erkältung, Pickel oder allgemeines Unwohlsein: Bei jedem Alltagsproblemchen sollen Schüßler-Salze angeblich helfen

Der deutsche Arzt und Homöopath Wilhelm Schüßler wurde vor fast 140 Jahren der Homöopathie überdrüssig und entwickelte seine ureigene Heilkunst. Laut eigener Aussage gründet sie sich auf "die physiologisch-chemischen Vorgänge, welche sich im menschlichen Organismus vollziehen".

Schüßler war überzeugt, dass alle Krankheiten auf Störungen im Mineralstoffwechsel beruhen. Um sie zu beheben, brauchte man nur eines seiner zwölf "biochemischen Mittel" anzuwenden. Von der Homöopathie übernahm er die extrem hohen Verdünnungen. Schüßler-Salze enthalten dementsprechend keine aktiven Inhaltsstoffe in Mengen, die irgendwelche Wirkungen verursachen könnten.

Durchbruch im Dritten Reich

Die Homöopathen betrachteten Schüßlers Theorien mit großem Argwohn, die konventionelle Medizin nahm ihn nicht ernst. Dann gründeten sich erste Laienverbände. Der Durchbruch kam, als im "Dritten Reich" die "Neue Deutsche Heilkunde" propagiert wurde. Schüßlers Biochemie avancierte schlagartig zu einer anerkannten Heilweise. Wirksamkeitsnachweise waren damals sekundär. Der Reichsärzteführer verkündete: "Wenn wir heute eine neue Heilkunde aufbauen wollen, so kann das Fundament dieser Heilkunde niemals die exakte Naturwissenschaft sein."

Offensichtlich haben die Schüßler-Salze das "Tausendjährige Reich" gut überlebt. Heute sind sie buchstäblich in aller Munde. Empfohlen werden sie gegen Schlaflosigkeit und als Nervenmittel, aber auch bei vielen weiteren Leiden.

Keine einzige Untersuchung zur Wirksamkeit

Bei meinen Recherchen fand ich keine einzige Studie zur Wirkung der Schüßler-Salze bei irgendeiner Erkrankung. Wie kann das sein? Sicher verdienen die Hersteller genug an diesen Mitteln, um wenigstens ein oder zwei Untersuchungen durchzuführen.

Mir fallen zwei Erklärungen ein: Es wurden Studien gemacht, doch die Ergebnisse fielen so aus, dass die Hersteller sie schleunigst verschwinden ließen. Oder man steht auf dem Standpunkt "Wozu Geld investieren, wenn sich die Mittel bestens verkaufen?" Schüßler-Salze sind seit Jahren ein kommerzieller Renner - sie enthalten so gut wie nichts, kosten aber ordentlich.

Manche meinen vielleicht, dieser Erfolg sei bereits eine Art Nachweis: Wenn es nichts helfen würde, würden es die Leute nicht kaufen. Einer kritischen Analyse hält diese Logik jedoch nicht stand. Selbst wenn sich jemand nach der Einnahme von Schüßler-Salzen subjektiv besser fühlt, mag das an Placebo-Effekten liegen. Und natürlich kann man nie wissen, ob der Krankheitsverlauf ganz ohne Therapie nicht ebenso oder vielleicht sogar besser ausgefallen wäre.

Fest steht nur Folgendes: Es gibt bis heute keinen Nachweis, dass Schüßler-Salze wirken. Persönlich würde ich mein Geld für etwas anderes ausgeben, nicht zuletzt, um meine "Nerven" zu schonen!

Von Edzard Ernst / Stern Serie
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