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Weltnichtrauchertag 2018: Was im Körper nach der letzten Zigarette wirklich passiert

Haut und Organe werden besser durchblutet, das Herzinfarkt-Risiko sinkt, der Kreislauf stabilisiert sich: Bereits wenige Stunden nach der letzten Kippe beginnt der Körper, sich zu regenerieren. Zwölf gute Gründe, um noch heute mit dem Rauchen aufzuhören.

Eine Frau raucht eine Zigarette.

Die letzte Zigarette: Ein Rauchstopp hilft, das Krebsrisiko zu senken

Rauchen schadet der Gesundheit, es kann Krebs und viele andere Krankheiten verursachen. Das ist bekannt. Doch die harten Fakten sind dann doch überraschend: Starke Raucher verlieren im Schnitt über zehn Jahre ihrer Lebenserwartung, mehr als jeder zweite Raucher stirbt vorzeitig. Nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit gehen jährlich etwa 110.000 Todesfälle auf das Konto von Tabak und Zigaretten. Rauchen zählt damit zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken.

Mediziner sind sich einig: Ein Rauchstopp lohnt sich immer – ganz gleich, ob zuvor zehn, 20 oder 30 Jahre geraucht wurde. Erste positive Veränderungen sind bereits kurze Zeit nach der letzten Zigarette messbar: Das Essen schmeckt besser, die Lungen werden freier, der Husten lässt nach. Im Laufe der kommenden Monate und Jahre sinkt auch das Risiko für schwere Krankheiten, etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Lungenkrebs.

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Was passiert im Körper nach der letzten Zigarette?

20 Minuten nach der letzten Kippe normalisiert sich der kurzfristig in die Höhe getriebene Blutdruck, die Durchblutung der Haut nimmt zu. Nach acht Stunden sinkt der Spiegel des Gases Kohlenmonoxid (CO) im Körper. Da CO die Aufnahme von Sauerstoff hemmt, können Gewebe und Organe wieder besser mit dem lebenswichtigen Stoff versorgt werden. Bereits nach einem Tag ohne Zigaretten nimmt das Risiko für einen Herzinfarkt leicht ab.

Nach zwei Tagen beginnt die Regeneration der Nerven-Enden. Der Geschmacks- und Geruchssinn verfeinern sich. Ehemalige Raucher nehmen Düfte wieder deutlicher wahr – beispielsweise den Geruch nach einem Regenschauer oder die Blumen am Wegesrand. Essen und Getränke riechen und schmecken intensiver. Einzelne Aromen werden besser wahrgenommen.

Nach mindestens zwei Wochen Rauchstopp stabilisiert sich der Blutkreislauf. Auch die Lungen beginnen, sich zu regenerieren. Der Schleim in den Atemwegen löst sich. Das Luftholen wird leichter, und die Lungenfunktion erhöht sich um knapp ein Drittel. Ehemalige Raucher kommen nicht mehr so schnell außer Atem.

Neun Monate nach der letzten Zigarette schwächt sich der Raucherhusten ab. Die Flimmerhärchen der Bronchien nehmen wieder ihre Arbeit auf und transportieren Schmutzpartikel aus den Atemwegen. Die Lunge reinigt sich. Gleichzeitig sinkt das Risiko für Infektionen und Erkältungen.

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Nach zwölf Monaten ist das Risiko für eine koronare Herzerkrankung (KHK) deutlich reduziert – es ist nur noch halb so hoch wie das eines Rauchers. Bei der koronaren Herzerkrankung sind die Herzkranzgefäße durch Engstellen ganz oder teilweise verstopft. Betroffene klagen über Schmerzen in der Brust oder ein Druckgefühl im Brustkorb. Im schlimmsten Fall kann eine KHK zu einem Herzinfarkt führen.

Fünf Jahre nach der letzten Zigarette sinkt das Risiko für einen Schlaganfall – eine der deutschlandweit häufigsten Todesursachen. Nach Angaben der Deutschen Schlaganfallhilfe haben Raucher ein doppelt so hohes Schlaganfall-Risiko wie Nichtraucher. Viele der in Zigaretten enthaltenen Schadstoffe belasten die Blutgefäße. Das Risiko von Gefäßverkalkungen und damit auch Schlaganfällen steigt. Eine Gefahr, die sich durch einen konsequenten Rauchstopp vermeiden lässt.

Nach rund zehn Jahren sinkt das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen, etwa Mund-, Luft- und Speiseröhrenkrebs. Die Gefahr, an Lungenkrebs zu erkranken, sinkt im Vergleich zu Menschen, die weitergeraucht haben, um die Hälfte. Nach knapp 15 Jahren befindet sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in etwa auf dem Level eines lebenslangen Nichtrauchers.

Quellen: American Cancer Society, DKFZ, Rauchfrei- Informationsportal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

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    Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
    Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.