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Brasilien "Einige denken immer noch, sie stünden über dem Gesetz": Taskforce greift gegen Corona-Partys durch

Sehen Sie im Video: Polizei schreitet bei illegalen Corona-Partys in der brasilianischen Stadt São Paulo ein.




Tanzvergnügen mit jähem Ende. In Brasiliens größter Stadt, Sao Paulo, ist eigens eine Task-Force eingerichtet worden, um Partys aufzuspüren, die wegen der aktuellen Pandemielage im Land verboten sind. Fast 400.000 Menschen sind in Brasilien bereits an Covid-19 gestorben, insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie fast 14 Millionen Menschen mit dem Virus angesteckt. Polizist Carlos Marera sagt: "Sie wissen, dass sie das Risiko eingehen sich anzustecken, aber es ist ihnen egal. Der Jugend fehlt dafür einfach das Bewusstsein." Sein Kollege Eduardo Brotero sieht das ähnlich: "Obwohl die Pandemie die ganze Menschheit im Griff hat, insbesondere unser Land und unsere Stadt, denken einige immer noch, sie stünden über dem Gesetz und könnten andere Bürger in Gefahr bringen, die sich an Schutzmaßnahmen halten." Laut Brotero konnte die Spezialeinheit der Polizei 95% der geplanten Parties noch im Vorhinein verhindern: "Das macht uns stolz, denn das bedeutet Tausende Leben, die wir gerettet haben." Brasilien verzeichnet nicht nur die weltweit höchste Zahl an Todesfällen im Zusammenhang mit dem Virus, das Land kämpft aktuell auch mit der als P1 bekannten Virus-Mutation. Weil diese bei schwangeren Frauen besonders aggressiv sein soll, rief der brasilianische Gesundheitsminister Frauen jüngst dazu auf, Schwangerschaften vorerst aufzuschieben. Obwohl ein Engpass an Impfstoff herrscht und 85% der Intensivbetten belegt sind, hat Sao Paulo am Freitag angekündigt, nach und nach Läden und Restaurants wieder zu öffnen.
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Obwohl in Brasilien die Pandemie wütet, finden in São Paulo immer wieder Corona-Partys statt. Um die illegalen Veranstaltungen aufzuspüren, ist jetzt eine eigene Taskforce im Einsatz.

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