HOME

Mückenstiche: Bye, bye, Stiche! Sechs Tipps zum Schutz vor Stechmücken

Regen und warmes Wetter lassen die Bestände von Stechmücken explodieren. Experten erwarten in diesem Sommer eine regelrechte Plage. Höchste Zeit, sich zu wappnen.

Diese Blumen helfen gegen Insekten

Ihr Kommen kündigt sich mit einem hochfrequenten Summen an: Stechmücken tauchen meist dann auf, wenn man es sich im Bett richtig schön gemütlich gemacht hat. In solchen Fällen gibt es zwei Möglichkeiten: Kampf, wild um sich schlagen, aufstehen, auf Mückenjagd gehen. Oder Flucht - und zwar ab unter die Bettdecke. Effektiv ist im Zweifelsfall beides nicht.

Guter Schutz ist in diesem Sommer besonders wichtig. Die Deutschen müssen sich auf zahlreiche Stechmücken-Attacken einstellen. Experten prognostizieren für die kommenden Woche besonders viele bluthungrige Insekten, die auf Futtersuche durch die Schlafzimmer der Republik streifen. Schuld daran ist das warme und verregnete Frühjahr. Es bot ideale Bedingungen für eine schnelle Zunahme der Bestände.

Schlaflose Nächte muss trotzdem niemand erleiden. Es gibt gute Wege, die Plagegeister auf Abstand zu halten und Stiche zu verhindern. Wir nennen die sechs besten.

1. Anti-Mücken-Sprays - welche wirklich sinnvoll sind

Die meisten Mückensprays bieten einen zuverlässigen Schutz vor Stechmücken, sollten aber nur gezielt vor Ausflügen in die Natur eingesetzt werden und im Anschluss abgewaschen werden. Sie können  Augenreizungen und allergische Reaktionen auslösen und sollten nicht dauerhaft auf die Haut gesprüht werden, rät Stiftung Warentest. In Europa und malaria-freien Gebieten empfehlen sich Mittel mit der Substanz Icaridin. In Malariagebieten sind Sprays mit dem Wirkstoff Diethyltoluamid (DEET) sinnvoll. Sie gelten als sicher und schützen besonders effektiv, stehen aber im Verdacht, Nervenschäden auslösen zu können.

2. Lange Kleidung schützt, aber...

Langärmlige Shirts und Hosen bieten einen gewissen Schutz vor Stechmücken, müssen aber aus dem richtigen Stoff bestehen. Dünne, grobmaschige Stoffe, die auf der Haut aufliegen, können die Insekten problemlos durchstechen - sogar Jeans. Empfehlenswert ist vor allem dichtgewebte weite Kleidung, die an Hals, Ärmeln und Knöcheln geschlossen ist. Helle Kleidung schützt eher als dunkle. Warum, ist nicht ganz klar. Offenbar werden die Insekten durch helle Stoffe abgeschreckt.

3. Socken wechseln

Vergessen Sie den Mythos vom süßen Blut! Als erwiesen gilt, dass Mücken vor allem von Schweißgeruch angelockt werden. Zersetzt sich Schweiß auf der Haut, entstehen Ammonium und Buttersäure - beide Stoffe wirken auf Mücken förmlich wie ein Magnet. Wer einen mückenfreien Abend im Freien genießen möchte, sollte vorher die Füße waschen und frische Socken anziehen. Den Geruch von Käsefüßen mögen Mücken nämlich am liebsten. Auch vor dem Zubettgehen ist eine Dusche sinnvoll. Da Mücken neben Schweiß von bestimmten Duftstoffen in Shampoos und Duschgel angelockt werden, empfehlen sich in der Sommerzeit vor allem parfümfreie Produkte.

"Life Hacks" : So werden Sie Mücken los!


4. Richtig essen

Bestimmte Lebensmittel locken Mücken an - zum Beispiel Reis. Das Lebensmittel fördert die Freisetzung von Kohlendioxid über Poren und Atem, was Mücken auf den Plan ruft. Mückenabweisend wirkt nach Angabe der Deutschen Wildtierstiftung dagegen der Verzehr von Kohl.

5. Hausmittel - einen Versuch sind sie wert

Die Wirkung von ätherischen Ölen wie Zitrone, Lavendel, Basilikum und Minze ist nicht belegt, sie können aber durchaus "die ein oder andere Mücke abhalten", schreibt die Deutsche Wildtierstiftung. Nachteil: Der Geruch der Öle verfliegt schnell. Sie müssen deshalb häufig aufgetragen werden, am besten alle 15 bis 20 Minten.

6. Stechmücken aussperren

Netze über Kinderwagen und feinmaschige Fliegengitter an den Fenstern halten auch jede noch so hungrige Stechmücke auf Abstand. Für den Urlaub am See empfiehlt sich ein Moskitonetz, das bei Bedarf zerschnitten und mit Klebeband an den Fenstern befestigt werden kann. 

Erkennen Sie am Insektenstich, was Sie gestochen hat?

    Eine geschwollene, stark juckende Quaddel mit einer kleinen Einstichstelle: Welches Insekt hat hier zugebissen?

    Themen in diesem Artikel

    Wissenscommunity