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New Yorker Mogul Freund von US-Präsident Trump stirbt nach Corona-Infektion

Donald Trump muss den Tod seines Freundes Stanley Chera betrauern 
Donald Trump muss den Tod seines Freundes Stanley Chera betrauern 
© Jim Watson / AFP
Lange spielte Donald Trump die Gefahr der Corona-Pandemie herunter. Nun hat das Virus aber auch seinen Freundeskreis erreicht und ein erstes Todesopfer gefordert. Der Immobilienmogul Stanley Chera verstarb an den Folgen einer Infektion.

Stanley Chera, ein bekannter New Yorker Immobilien-Mogul, ist an den Folgen einer Coronavirus-Infektion verstorben. Dies bestätigte eine Quelle, die seiner Familie nahesteht, gegenüber dem US-Sender CNN. Er wurde 78 Jahre alt. Mit dem Tod von Chera fordert das Virus ein Opfer im persönlichen Umkreis von US-Präsident Donald Trump.

Erst vor wenigen Wochen erzählte Trump, dass einer seiner Freunde gegen das "bösartige" Coronavirus kämpfe. "Wir dachten, es würde einen milden Verlauf nehmen, aber nun liegt er bewusstlos im Koma", sagte Trump. "Und man fragt sich: Wie konnte das passieren?"

Nun wird angenommen, dass Trump über Chera gesprochen hat. Drei Personen aus dem Umkreis des Präsidenten bestätigten gegenüber der "New York Times", dass Trump über Cheras Fall erzählt hatte. Das Weiße Haus kommentierte Cheras Tod bislang noch nicht. 

Die beiden Geschäftsmänner verband seit Jahren ein freundschaftliches Verhältnis. Für den Wahlkampf von Trump spendete Chera zwischen 2016 und 2019 mehr als 400.000 Dollar, was aus den Aufzeichnungen der Federal Election Commission hervorgeht. Trump lobte seinerseits Chera als einen "der größten Bauherren und Immobilienmakler der Welt". "Er ist ein großartiger Kerl und war von Anfang an an meiner Seite", verkündete Trump bei einer Kundgebung 2019 in Grand Rapids, Michigan.

USA reagierten zu spät auf die Corona-Pandemie

Trump hat die Gefahr durch das Coronavirus lange Zeit heruntergespielt. Der Berater des US-Präsidenten, der Virologe Anthony Fauci, bestätigte am Sonntag, dass die USA zu spät auf die Viruskrise reagiert haben. Es hätten Leben gerettet werden können, wenn öffentliche Einrichtungen früher geschlossen worden wären, sagte Fauci dem Sender CNN

In den USA sind bereits mehr als 22.000 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Infizierten stieg nach Angaben der Johns Hopkins University vom Montag auf über 557.000. Damit verzeichnen die USA die höchste Corona-Todes- und Infektionsrate weltweit. 

ivi

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