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Statistisches Bundesamt: Herzinfarkt bleibt häufigste Todesursache

In der Bundesrepublik sterben die Bürger meistens an Herzversagen und Krebserkrankungen. Die Sterberate stieg gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 1,2 Prozent.

Die häufigste Todesursache in Deutschland ist nach wie vor eine Erkrankung im Herz-Kreislauf. Knapp 42 Prozent der insgesamt 854.544 Todesfälle im vergangenen Jahr wurden durch Herzinfarkte und andere Herz-Kreislaufkrankheiten verursacht, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Über ein Viertel aller Verstorbenen erlag einem Krebsleiden, der zweithäufigsten Todesursache.

Nach Angaben der Statistikbehörde stieg die Zahl der Todesfälle 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Prozent. Insgesamt starben 404.969 Männer und 449.575 Frauen. Die meisten Verstorbenen waren 65 Jahre und älter. Frauen starben insgesamt häufiger an Herz-Kreislaufproblemen als Männer, allerdings waren die Folgen eines Herzinfarktes häufiger bei Männern tödlich.

An Krebs starben im vergangenen Jahr 116.711 Männer und 99.417 Frauen. Besonders häufig waren dabei bösartige Tumore der Verdauungsorgane. Während bei den Männern oftmals Tumore der Atmungsorgane zu beobachten waren, domierten bei den Frauen Brustkrebs. 3,7 Prozent aller Sterbefälle waren auf eine nicht natürliche Todesursache wie zum Beispiel auf Verletzungen und Vergiftungen zurückzuführen. 9571 Menschen nahmen sich im vergangenen Jahr das Leben. Der Anteil der Männer war dabei mit 75 Prozent dreimal so hoch wie der der Frauen.

mm/AFP / AFP

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