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Stiftung Warentest: Diese Sonnenschutzmittel sind (überhaupt nicht) zu empfehlen

Ein Tag am Strand, die Sonne brennt – gut, wenn man sich jetzt auf den Schutz der Sonnencreme verlassen kann. Stiftung Warentest hat 19 Mittel getestet: Welche zuverlässig schützen – und welche komplett durchgefallen sind.

Stiftung Warentest hat geprüft: Welche Sonnencreme lässt sich leicht auftragen und schützt zuverlässig?

Stiftung Warentest hat geprüft: Welche Sonnencreme lässt sich leicht auftragen und schützt zuverlässig?

Vor dem Drogerieregal haben Verbraucher die Qual der Wahl: Zur Sonnenmilch aus der Tube greifen? Oder lieber auf ein Spray setzen? Die Auswahl an Sonnenschutzmitteln im Einzelhandel ist riesig. Doch welches Mittel wirkt am besten? Und was ist sinnvoll – Spray oder Milch?

Eine gute Sonnencreme muss vor allem eines: sich leicht verteilen lassen, zuverlässig vor UV-Strahlen schützen und die Haut feucht halten. Stiftung Warentest hat bereits im letzten Jahr 19 Sonnenschutzmittel mit Faktor 30 und 50 getestet und gleichzeitig die verschiedenen Anwendungsformen unter die Lupe genommen. Welche Produkte eignen sich am besten für einen langen Tag am Strand?

Die Sprays aus der Aerosoldose lassen sich besonders leicht auftragen und sprühen auch über Kopf. Allerdings stehen sie unter Druck und sollten nicht allzu großer Hitze ausgesetzt werden – problematisch etwa, wenn die Dosen im heißen Sand liegen gelassen werden. Die Tester raten außerdem, die Sprays nicht direkt im Gesicht anzuwenden. Der feine Nebel könnte so in die Atemwege gelangen. Besser: das Mittel in die Hände sprühen und anschließend im Gesicht verteilen.

Nicht ganz so fein sprühen Sprays aus der Pumpflasche: Hier landet das Mittel klecksweise auf der Haut. Die Produkte lassen sich meist gut verteilen, was vor allem für transparente Sprays und feinere Sprühlotionen gilt. Als besonders kinderfreundlich loben die Tester die altbewährte Sonnenmilch aus der Tube. Die eher dickflüssigen Cremes können Kinder weder einatmen noch in Augen oder Mund sprühen.

Sonnencremes aus der Tube belegen die vorderen Plätze

Drei Produkte aus dieser Kategorie waren es auch, die im Test am besten abschnitten: Auf dem ersten Platz landete die Creme "Douglas Sun" (13,00 Euro), dicht gefolgt von dem deutlich günstigeren "Cien Sun Classic" von Lidl (2,89 Euro) und "Today Sun" (2,49 Euro), das es bei Penny oder Rewe zu kaufen gibt. Alle Produkte schützen mit dem Faktor 30, wirken wie versprochen und halten die Haut schön feucht.

Bei den Pumpsprays überzeugte die Tester das Produkt "Nivea sun" (11,00 Euro), ebenfalls mit Faktor 30. Die Lotion hält die Feuchtigkeit in der Haut, zieht schnell ein und klebt nicht. Auch das kühlende Sonnenspray von "Nivea sun Schutz & Frische" (13,00 Euro) mit Faktor 50 bewertet Warentest mit "gut". Ebenfalls empfehlenswert: Das Pumpspray "Eucerin Sun Spray Transparent" (20,40 Euro), das mit Faktor 50 schützt.

Die Schlusslichter sind dagegen zwei der teuersten Produkte im Test: die "Eco Sonnenlotion für sensible Haut" (19,90 Euro) und das "Tiroler Nussöl Sonnenmilch original" (22,90 Euro), beide mit Schutzfaktor 50. Der Grund: Im Nussöl können sich Keime anreichern, das Produkt von Eco hält das richtige Verhältnis von UVB- zu UVA-Schutz nicht ein. Das kann dazu führen, dass das Mittel nicht die volle Wirkung entfaltet.

Sonnenzeit nie ganz ausreizen

Fakt ist allerdings auch: Selbst das beste Mittel schützt nicht ewig vor Sonnenbrand. Zwar verlängert sich die Eigenschutzzeit der Haut abhängig vom angegebenen Schutzfaktor um das 30- bis 50-fache, doch auch diese Zeitspanne sollte nicht ausgereizt werden, rät Warentest. Daher gilt: Sonnenschutzmittel immer großzügig auftragen und nach spätestens zwei Dritteln der errechneten Zeit den Schatten aufsuchen.

Den vollständigen Test finden Sie gegen Gebühr unter test.de


ikr

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