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Neue Studie: Geld macht nicht glücklich

Was macht uns glücklich? Dieser Frage sind britische Forscher nachgegangen – und kommen zu einem eindeutigen Schluss.

Was macht uns glücklich?

Was macht uns glücklich?

Glück ist für die meisten Menschen ein Zustand, den sie ein Leben lang anstreben. Doch welche Dinge bestimmen darüber, wie zufrieden wir sind? Britische Forscher von der Londoner School of Economics haben sich mit dieser Frage beschäftigt und kommen zu einem Ergebnis, das Workaholics und Karrieremenschen so gar nicht schmecken dürfte. Demnach ist es nicht das Geld, das uns glücklich macht. Andere Faktoren sind nach Auffassung der Forscher viel entscheidender für unsere Zufriedenheit – etwa wie es um unsere Gesundheit bestellt ist oder mit welchen Menschen wir uns umgeben.

Insbesondere die psychische Gesundheit spielt der Studie zufolge eine wichtige Rolle für unser Glück. Ängste und Depressionen sind demnach die größten Gefahren für unsere Lebenszufriedenheit – viel mehr noch als Armut oder Arbeitslosigkeit. Die Forscher um den Ökonomen Richard Layard fordern Politiker daher auf, sich nicht nur auf die Bekämpfung von Armut zu fokussieren, sondern auch für das psychische Wohlergehen der Bevölkerung zu sorgen – zum Beispiel in Form einer verbesserten Versorgung mit Therapieplätzen.

Psychische Gesundheit: Glückliche Kinder werden eher zu glücklichen Erwachsenen

"In der Vergangenheit hat sich der Staat erfolgreich um Probleme wie Armut, Arbeitslosigkeit, Bildung und körperliche Gesundheit gekümmert", erklärte Layard laut dem britischen "The Guardian". "Aber ebenso wichtig ist die Bekämpfung von häuslicher Gewalt, Alkoholismus, Depression, Angststörungen, Prüfungsängsten und vielem mehr."

Insbesondere in staatlichen Einrichtungen wie Schulen sollte vermehrt auf das psychische Wohlergehen der Schüler geachtet werden, fordern die Wissenschaftler. "Wie glücklich wir später als Erwachsene sind, hängt vor allem von unserer psychischen Gesundheit als Kind ab – weniger von unseren Qualifikationen", schreiben die Forscher in dem Bericht.

Für die Studie "Origins of Happiness" haben die Forscher Daten aus Australien, Großbritannien, Deutschland und den USA ausgewertet.


ikr
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