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"Wie im Zombiefilm": 33 Menschen kollabieren im Drogenrausch auf offener Straße

Viele erinnerten die Szenen an einen Zombiefilm: In New York sind Dutzende Menschen nach dem Konsum von "K2", einem synthetischen Marihuana-Ersatz, kollabiert. Den Augenzeugen bot sich ein verstörendes Bild.

Ein Mann torkelt in New York nach dem Konsum von K2 über die Straße

Ein Mann torkelt in New York nach dem mutmaßlichen Konsum von "K2" über die Straße (Archivbild)

Einige torkeln orientierungslos durch die Gegend. Manche lehnen an Bäumen oder Hydranten, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Wieder andere liegen apathisch, teilweise bewusstlos auf dem Bürgersteig: "Es war wie in einem Zombiefilm, eine schreckliche Szenerie", beschrieb Brian Arthur jene Situation, die sich am vergangenen Dienstag in New York abgespielt hat, gegenüber der "New York Times".

Der 38-Jährige aus dem Stadtteil Brooklyn war demnach Augenzeuge, wie gleich Dutzende Menschen mutmaßlich nach dem Konsum von "K2", einem synthetisch hergestellten Marihuana-Ersatz, auf der Straße kollabierten. Insgesamt 33 Menschen habe man in Krankenhäuser bringen müssen, bestätigte die Polizei der Zeitung. Die Betroffenen litten dem Bericht zufolge an veränderten Geisteszuständen, Trägheit bis hin zu starken Atemproblemen. In Lebensgefahr schwebte glücklicherweise keiner der Konsumenten.

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Videos zeigen Konsumenten im Rausch

Noch Stunden nach Bekanntwerden des ersten Falls habe man immer wieder neue Patienten auf den Straßen entdeckt, die ebenfalls Symptome einer Überdosis aufwiesen, so die Beamten. Dass sich die Berauschten tatsächlich Zombie-ähnlich verhielten, zeigen von Arthur auf Facebook veröffentlichte Videos. Eines zeigt unter anderem zwei Rettungskräfte bei dem Versuch, einen sichtlich konfusen und torkelnden Mann in einen Krankenwagen zu verfrachten. In einem anderen filmt Arthur einen Konsumenten, der Halt an einem Fahrrad sucht.


Selbst heftige Nebenwirkungen schrecken nicht ab

Auch wenn bei dem jüngsten Vorfall niemand ums Leben kam, so erscheint er doch als neuer Tiefpunkt eines eigentlich eingedämmten Problems in New York. Verzeichnete die US-Metropole allein in 2015 noch mehr als 6000 Notfälle durch die Droge, darunter zwei tödliche, gab es laut lokaler Gesundheitsbehörde im Mai einen Rückgang um 85 Prozent zum Vorjahresmonat. 

Anwohner Brooklyns hingegen wollen in den vergangenen Monaten wieder eine deutliche Zunahme bemerkt haben. Man sehe dies nicht nur daran, wie sich die Personen verhielten, berichtete ein Geschäftsmann der "New York Times". "Sie rauchen es ja auch ganz offen auf der Straße".

Dass die unter verschiedenen Bezeichnungen kursierende und gerade unter Obdachlosen beliebte Droge heftige Nebenwirkungen haben kann, scheint die Konsumenten nicht zu verschrecken. Laut Gesundheitsbehörde wirke das synthetische, auf Chemikalien basierende Marihuana zwar wie sein natürliches Pendant in derselben Hirnregion. Allerdings könne es - auch aufgrund der nicht überprüfbaren Zusammensetzung - zu extremen Angstzuständen, Verwirrung, Paranoia, Halluzinationen, Herzrasen, Bewusstlosigkeit, Nierenversagen bis hin zu Blutarmut im Herzen führen.

"K2" in New York seit Oktober 2015 verboten

Deshalb und ebenso aufgrund der gehäuften Notfälle hatte New York im Oktober vergangenen Jahres verboten, das einst legal in Läden oder im Internet erhältliche Mittel zu produzieren oder zu verkaufen. Parallel klärten Kampagnen über die Gefahren von "K2" auf. Auch regelmäßige Polizeikontrollen trugen offenbar dazu bei, die durch sogenannte "Legal Highs" verursachten Zwischenfälle einzudämmen. Allerdings mit ungewolltem Effekt: Seither blühe der Schwarzhandel mit den psychoaktiven Substanzen, schreibt die "New York Post".  

Auch in Deutschland haben diese in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Aktuell gelten sie noch als legal, sofern sie keine dem Betäubungsmittelgesetz unterliegende Stoffe enthalten. Allerdings wurde erst im Mai diesen Jahres vom Bundeskabinett ein Gesetzentwurf zur Bekämpfung der Verbreitung neuer psychoaktiver Substanzen verabschiedet. Dieser sieht ein weitreichendes Verbot des Erwerbs, Besitzes und Handels mit den (noch) Legal Highs, vor. Zudem soll die Weitergabe künftig unter Strafe stehen.

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