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Corona-Ausbruch: Viele Tönnies-Mitarbeiter stammen aus Rumänien und Bulgarien: So ist dort die Corona-Lage

Nach dem massiven Corona-Ausbruch in einem Tönnies-Schlachtbetrieb wurde vermutet, dass Arbeiter aus Bulgarien und Rumänien das Virus nach NRW brachten. Viele der Betroffenen stammen aus diesen Ländern. Wie ist die Corona-Situation dort?

Eine ältere Frau mit Mundschutz geht in Rumäniens Hauptstadt Bucharest an einem Käse- und Fleischgeschäft vorbei

Eine ältere Frau mit Mundschutz geht in Rumäniens Hauptstadt Bucharest an einem Käse- und Fleischgeschäft vorbei

DPA

Viele der in Ostwestfalen von Corona-Infektionen betroffenen Tönnies-Schlachtereiarbeiter stammen aus Bulgarien und Rumänien. Die beiden osteuropäischen Länder leiden nach absoluten Zahlen weniger unter der Pandemie als andere Staaten Europas. Jedoch wird befürchtet, dass bei steigenden Fallzahlen die Krankenhäuser überlastet werden könnten. Dies wurde bislang durch strenge Schutzmaßnahmen verhindert, die inzwischen aber gelockert wurden. 

Bulgarien führt Maskenpflicht wieder ein

Die Zahl der Neuinfektionen ist nach den ersten Lockerungen gestiegen. In Rumänien hat sich das Tages-Plus an Infektionen ein paar Tage lang sogar verdoppelt, in Bulgarien wuchs die Zahl vor allem in der Hauptstadt Sofia und in einzelnen Gemeinden im Süden des Landes.

In Rumänien gelten Abstands- und Maskenpflicht in geschlossenen öffentlichen Räumen – jedoch steht die Regierung unter Druck einer starken Opposition, die diese Maßnahmen abschaffen will. In Bulgarien wurde die Maskenpflicht gerade wieder eingeführt, nachdem sie am 15. Juni abgeschafft worden war.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet

In Rumänien sind bisher (Stand: Dienstag) 1539 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 gestorben. In dem Land mit rund 18 Millionen Einwohnern hatten sich seit Beginn der Pandemie gut 24.500 Menschen infiziert. In Bulgarien lag die Zahl der Corona-Todesopfer bei 207. Infiziert hatten sich nach offiziellen Angaben in dem Land mit einer Bevölkerung von knapp sieben Millionen Menschen insgesamt 3984 Patienten.

rw / DPA

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