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Krankenhaus in Greifswald: Klinik verlangt von Patienten Gebühr fürs Fernsehen

Die Uniklinik Greifswald verabschiedet sich vom Gratis-Fernsehen im Krankenzimmer. Patienten sollen bald eine Tagesgebühr bezahlen.

Ein Junge schaut im Krankenhaus Fernsehen

Fernsehen ist im Krankenhaus oft der einzige Zeitvertreib

Getty Images

Wer im Krankenhaus mit einer Verletzung oder Krankheit ans Bett gefesselt ist, der kann sich schon mal mächtig langweilen – besonders wenn es sich um ein langwieriges Leiden handelt und der Klinikaufenthalt nicht nur wenige Tage dauert. Dann wird oft der Fernseher zum besten Freund des Patienten: Er ist immer da, strengt nicht an und bietet zumindest für kurze Zeit Ablenkung von Schmerzen und Sorgen.

In der Uniklinik in Greifswald soll dieser Service bald Geld kosten. Das berichtet die "Ostsee-Zeitung". In zwei Wochen soll in der Klinik laut eines Artikels der Regionalzeitung der Fernseher nicht mehr gratis im Krankenzimmer zur Verfügung stehen. Vielmehr müssen die Patienten dann einen Tagesbeitrag von 3,70 Euro bezahlen, um auf das TV-Programm zugreifen zu können.

Kostenpflichtiges Fernsehen: Uniklinik Greifswald erhebt Gebühr

Anlass für die baldige Umstellung auf kostenpflichtiges Fernsehen ist die Einführung eines neuen Entertainment-Angebots in der Uniklinik. Darin sollen auch Telefon und Internetzugang enthalten sein. Die bisherigen Geräte seien veraltet, gibt die Leitung der Klinik an. "Die TV-Geräte am Klinikum waren bis zu 20 Jahre alt, das hauseigene WLAN konnte den Bedarf durch Patienten bisher nicht in voller Leistungsstärke decken", sagte Marie le Claire, Kaufmännischer Vorstand der Universitätsmedizin, der "Ostsee-Zeitung". Mit der Abgabe sollen die Investitionen refinanziert werden.

Bei Patienten in der Universitätsstadt in Mecklenburg-Vorpommern stößt die Änderung auf Kritik. Langzeitpatienten will die Klinik allerdings einen Nachlass gewähren: Ab dem 16. Nutzungstag gebe es 40 Prozent Rabatt, teilte die Klinikleitung der "Ostsee-Zeitung" mit. Der Tagespreis würde sich dann auf 2,22 Euro reduzieren.

Quelle: "Ostsee-Zeitung"

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