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US-Gesundheitsbehörde: Mit Botox behandelte Kinder gestorben

Es ist auch in Deutschland ein beliebtes Mittel zur Bekämpfung von Falten, doch die Nebenwirkungen des Nervengifts Botox sind offenbar gefährlicher als bisher angenommen. In den USA starben spastisch gelähmte Kinder nach der Behandlung mit dem Medikament.

In den USA sind spastisch gelähmte Kinder nach der Behandlung mit einem Medikament gestorben, das auch in dem Anti-Falten-Mittel Botox enthalten ist. Die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA warnte in Washington vor den gefährlichen Nebenwirkungen des Wirkstoffs Botulinumtoxin. Das Nervengift könne sich in seltenen Fällen über die Injektionsstelle hinaus im Körper ausbreiten und zu Atem- und Schluckbeschwerden führen.

Die schwerwiegendsten Folgen mit Erstickungsgefahr oder sogar Tod habe es bei Patienten unter 16 gegeben, berichtete die Behörde auf ihrer Internetseite. Auch bei Erwachsenen hätten sich Nebenwirkungen gezeigt, allerdings keine so gravierenden. Über die Zahl der Todesfälle machte die Behörde keine Angaben.

Botulinumtoxin, ein besonders starkes Nervengift, blockt die Impulsübertragung von der Nervenzelle auf den Muskel ab und entspannt oder lähmt dadurch den Muskel. In winzigen Mengen hilft es, Falten zu glätten. Als Medikament wird es etwa bei motorischen Störungen und spastischen Muskelverkrampfungen eingesetzt.

Die US-Gesundheitsbehörde riet zunächst nicht davon ab, eine laufende Behandlung zu unterbrechen. Sie will weitere Daten auswerten. Allerdings sollten Ärzte ihre Patienten auf mögliche Nebenwirkungen aufmerksam machen, hieß es. Die Reaktionen können noch Wochen nach der Behandlung auftreten. Betroffen sind die Typen A und B des Nervengifts, die in Botox und einem konkurrierenden Produkt enthalten sind.

DPA / DPA
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