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Lamm-Curry ohne Lamm: EU-Verbraucherschützer warnen vor Mogel-Fleisch

Ist in der Fleischpackung wirklich drin was drauf steht? Verbraucherschützer enthüllen in einem aktuellen Bericht, dass Lebensmittel oft nicht richtig etikettiert sind und bei Fleischgehalt und -arten immer wieder gemogelt wird. 

Hackfleisch in einer Kühltheke

Gerade in Hackfleisch haben die Verbraucherschützer immer wieder Zutaten gefunden, die nicht auf der Verpackung angegeben waren

Die Europäische Konsumenten Organisation BEUC hat im letzten Jahr in ganz Europa Tests an Lebensmitteln, die Fleisch enthalten durchgeführt und diese auf korrekte Beschriftung, Inhaltsstoffe und unerlaubte Zusätze untersucht. Sie wollten herausfinden, ob die europäischen Konsumenten zwei Jahre nach dem Pferdefleischskandal den Angaben der Produzenten vertrauen können.

Das Ergebnis ist alles andere als beruhigend: Da gibt es Fleischkroketten in den Niederlanden, die nur aus der Hälfte der angegebenen Menge Fleisch bestehen und Kalb-Kebab in Spanien, das undeklariertes Geflügelfleisch enthält. Auch 40 Prozent der Lamm-Gerichte, die in Großbritannien untersucht wurden, enthielten Fleisch von anderen Tierarten, in sieben Fällen war in den gekauften Currys erst gar kein Lamm verarbeitet.

Immer wieder wurde den Lebensmitteln auch Wasser zugesetzt, das einzig die Funktion hatte, das Produkt schwerer zu machen. BEUC fordert daher EU-weit systematische und häufigere Kontrollen der Angaben auf den Etiketten und der Zusammensetzung von Fleischprodukten. Monique Goyens, Direktorin von BEUC erklärte: "Konsumenten sollten dem Etikett entnehmen können, wie viel Fleisch ihr Produkt wirklich enthält. Niemand möchte Wasser zum Preis von Fleisch kaufen."

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