Vogelgrippe Amerika fürchtet um seine Geflügelfarmen


In den USA ist auf einem zweiten Bauernhof im Staat Delaware eine Form der Vogelgrippe aufgetreten. Die Behörden ordneten am Dienstag die sofortige Tötung von 72.000 Hühnern an.

In den USA ist auf einem zweiten Bauernhof im Staat Delaware eine Form der Vogelgrippe aufgetreten. Die Behörden ordneten am Dienstag die sofortige Tötung von 72.000 Hühnern an, 80 Farmen im Umkreis um die zwei betroffenen Höfe wurden unter Quarantäne gestellt. Der Landwirtschaftsminister von Delaware, Michael Scuse, sprach von einer sehr ernsten Angelegenheit. Eine milliardenschwere Industrie stehe auf dem Spiel.

12.000 Hühner getötet

In einer Erklärung des Landeswirtschaftsministeriums hieß es, der betroffene Hof sei mehr als acht Kilometer von der Geflügelfarm entfernt, auf der die Tierseuche in der vergangenen Woche entdeckt wurde. Daraufhin waren 12.000 Hühner getötet worden. Tests in einem Umkreis von drei Kilometern um diese Farm waren negativ verlaufen. Minister Scuse sprach angesichts der bereits ergriffenen Gegenmaßnahmen von einer überraschenden Entwicklung. Es sei unklar, wie sich der Erreger verbreitet habe.

Mehrere Staaten, darunter Polen, Brasilien, China und Japan, haben Importverbote für Geflügel aus den USA verhängt. Der in den USA aufgetretene Erreger ist nach offiziellen Angaben im Unterschied zu dem H5N1-Virus in Asien für Menschen nicht gefährlich. In Vietnam und Thailand sind bisher mindestens 19 Menschen an der Vogelgrippe gestorben.

AP AP

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