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Yoga-Guru Iyengar ist tot: "Lebt fröhlich und sterbt erhaben"

Er galt als einer der einflussreichsten Lehrer, die Yoga in den Westen brachten. Selbst im hohen Alter praktizierte er noch täglich. Nun ist B.K.S. Iyengar im Alter von 95 Jahren gestorben.

Der indische Yoga-Lehrer B.K.S. Iyengar machte Yoga weltweit populär

Der indische Yoga-Lehrer B.K.S. Iyengar machte Yoga weltweit populär

Der indische Yoga-Guru B.K.S. Iyengar ist tot. Er sei am Mittwoch im Alter von 95 Jahren an Nierenversagen gestorben, meldete die indische Nachrichtenagentur "Press Trust of India". Auf Iyengars Website war unter einem Foto des lächelnden Yoga-Lehrers ein Zitat zu lesen: "Ich sage den Leuten immer: Lebt fröhlich und sterbt erhaben."

Iyengar gründete im Jahr 1973 seine eigene Schule in westindischen Pune und half dabei, Yoga weltweit populär zu machen. In seinen jüngeren Jahren unterrichtete Iyengar in Großbritannien, der Schweiz und Frankreich. 1984 zog er sich von seiner aktiven Lehrtätigkeit zurück. Er verfasste mehrere Bücher und begründete eine nach ihm benannte Yoga-Richtung, die dank Hilfsmitteln wie Seilen, Matten und Gürteln einfach zu erlernen ist. Iyengar bildete hunderte Yoga-Lehrer aus, die seinen Ansatz weiterverbreiteten.

Im Alter von 90 Jahren sagte Iyengar, er betreibe aber immer noch drei Stunden Yoga am Tag. Das Iyengar Yoga konzentriert sich auf eine Kombination von körperlicher Kraft, Beweglichkeit und Atemtechniken.

"Vermutlich hat niemand so viel dafür getan, Yoga in den Westen zu bringen, wie Iyengar", schrieb die "New York Times" 2002 in einem Porträt. Iyengar hatte zahlreiche prominente Fans wie den Stargeiger Yehudi Menuhin. 2004 wurde Iyengar vom Time Magazine zu einem der 100 einflussreichsten Menschen der Welt gekürt.

Indiens Ministerpräsident Narendra Modi würdigte Iyengar via Twitter als "ausgezeichneten Guru und Gelehrten". Er "habe Yoga in das Leben vieler Menschen weltweit gebracht".

kis/AFP / AFP
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