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Zucker in Kindernahrung: Hipp und Real nehmen süße Frühstücksflocken vom Markt

Im September hatte Foodwatch zahlreiche Frühstücksflocken für Kinder als "als Müsli getarnte Süßigkeiten" eingestuft. Hipp und Real haben reagiert und die Herstellung von zwei Produkten gestoppt.

Die Supermarktkette Real und der Babynahrungshersteller Hipp haben stark zuckerhaltige Frühstücksflocken für Kinder vom Markt genommen. Real listete die Sorte "Drachenhoneys" aus, wie ein Sprecher am Dienstag mitteilte. Mit dem Frühstücksflocken-Hersteller der Eigenmarke "Real Quality" stimme die Kette zudem ab, wie der Zuckergehalt weiterer Produkte gesenkt werden könne. Hipp produziert seine "Knusperflakes" bereits seit dem Sommer nicht mehr, wie eine Sprecherin mitteilte. Seit 1. Oktober würden die Flocken auch nicht mehr ausgeliefert.

Beide Produkte hatten im September #link;www.stern.de/ernaehrung/aktuelles/foodwatch-kritisiert-kinderlebensmittel-fruehstuecksflocken-enthalten-zu-viel-zucker-1897463.html;bei einem Test der Verbraucherorganisation Foodwatch# schlecht abgeschnitten: Die "Drachenhoneys" lagen mit 45 Gramm Zucker pro 100 Gramm auf dem dritten Platz der zuckrigsten Flocken für Kinder. In drei Hipp-Produkten wurde damals ein Zuckergehalt zwischen 34 und 41 Prozent festgestellt. Die Auslistung der "Knusperflocken" sei aber nicht auf Druck von Foodwatch erfolgt, sagte die Unternehmenssprecherin, sondern wegen "ernährungswissenschaftlicher Erkenntnisse".

Foodwatch forderte andere Hersteller von Frühstücksflocken für Kinder auf, dem Beispiel von Real und Hipp zu folgen. Noch immer seien mehr als 90 Prozent der Frühstücksflocken für Kinder "wahre Zuckerbomben". Die Organisation bekräftigte ihre Forderung nach einer gesetzlichen Obergrenze für einen Zuckergehalt von maximal zehn Prozent in Produkten für Kinder.

juho/AFP / AFP

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