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News des Tages: Privatparty in München gerät völlig außer Kontrolle - 100 Polizisten vor Ort

Tote Kinder bei Hamburg entdeckt +++ 1,4 Millionen Menschen auf Haiti nach Hurrikan in Not +++ Drei Tote bei Verkehrsunfall mit Geisterfahrer +++ Die Nachrichten des Tages zum Nachlesen.

Polizeieinsatz (Symbolbild)

Polizeieinsatz (Symbolbild)

Die News des Tages im Rückblick:

+++ 19.56 Uhr: Helfer retten Betrunkenen im letzten Moment vor nahendem Zug +++

Ein Polizist und ein aufmerksamer Helfer haben einen betrunkenen Mann in Hannover im letzten Augenblick vor einem heranfahrenden Zug gerettet. Ein Fahrgast hatte am Sonntag im Bahnhof Langenhagen-Mitte bemerkt, dass ein Mann Anfang 20 mit einer Kopfverletzung im Gleisbett lag, wie die Polizei mitteilte. Der Helfer alarmierte sofort einen Bundespolizisten, der in der Nähe stand und eigentlich auf dem Weg zur Arbeit war. Gemeinsam zogen sie den Verletzten vom Gleis - kurz darauf donnerte ein ICE über die Schienen. 

+++ 18.45 Uhr: Tausende demonstrieren für Pressefreiheit in Budapest +++

Mehrere tausend Menschen haben am Sonntag im Zentrum von Budapest für die Pressefreiheit demonstriert. Anlass war die überraschende Schließung der führenden Oppositionszeitung "Nepszabadsag" vor einer Woche. Die Redner warfen der rechts-konservativen Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban vor, keine kritische Presse zu dulden, damit die korrupten Praktiken ihrer Spitzenpolitiker und ihrer Familien unentdeckt blieben.

+++ 17 Uhr: Privatparty in München gerät völlig außer Kontrolle +++

Mehr als 100 Polizisten im Einsatz, Beamtenbeleidigungen und mehrere Festnahmen: Eine Privatparty ist in der Nacht zum Sonntag in München völlig außer Kontrolle geraten. Nach Polizeiangaben hatte ein 18-Jähriger die Einladung über Whatsapp verschickt und mehr als 150 Gäste angelockt. Die Feiernden randalierten im Innenhof und in den Nachbarwohnungen, bis Anwohner die Polizei alarmierten. Als die Beamten versuchten, die Feier aufzulösen, heizte sich die Stimmung laut Polizei immer mehr auf. Beamte wurden beleidigt, einige Partygäste kletterten sogar auf Streifenwagen. Um die Lage zu beruhigen, rückten schließlich mehr als 100 Beamte an. Die Straße wurde gesperrt, eine Straßenbahnlinie wurde gestoppt. Zwei 18-Jährige wurden kurzzeitig festgenommen, von mehreren Partygästen wurden die Personalien aufgenommen - sie alle erhielten Anzeigen wegen Landfriedensbruchs. Der Veranstalter kam ungeschoren davon: "Er konnte ja nichts dafür", sagte ein Sprecher der Polizei.

+++ 15.45 Uhr: Zwei tote Kinder bei Hamburg entdeckt +++

Zwei tote Kinder sind am Sonntag in einem Haus in Wedel (Schleswig-Holstein) westlich von Hamburg entdeckt worden. Dies teilte eine Sprecherin der Polizei mit. Eine Mordkommission ermittelt. Medienberichten von "Bild"-Zeitung und "Hamburger Morgenpost" zufolge soll es sich um ein Familiendrama handeln. Im nahegelegenen Hamburger Stadtteil Rissen wurde ebenfalls am Sonntag die Leiche eines Mannes gefunden, der nach Angaben der Hamburger Polizei Suizid begangen hat. Dass es sich dabei um den Vater der Kinder handelt, bestätigte die Polizei zunächst nicht.

+++ 14.55 Uhr: Gericht in Argentinien verurteilt katholische Kirche wegen Missbrauchs +++

Erstmals hat ein Zivilgericht in Argentinien die katholische Kirche wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt. Das Gericht in Buenos Aires verhängte wegen des Missbrauchs eines Seminaristen 1992 durch einen mittlerweile gestorbenen Erzbischof gegen die Kirche eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 45.000 Euro. Nach Angaben von Rechtsexperten handelt es sich um das erste Urteil eines argentinischen Zivilgerichts gegen die katholische Kirche, der in dem südamerikanischen Land rund 90 Prozent der Bevölkerung angehören. Der Theologiestudent Rubén Descalzo hatte den ehemaligen Erzbischof von Santa Fé, Edgardo Storni, vor 15 Jahren verklagt. Ein Strafgericht hatte Storni 2009 zu neun Jahren Gefängnis verurteilt. Doch das Urteil wurde zwei Jahre später wieder aufgehoben.

+++ 12.55 Uhr: Mutmaßlicher Vergewaltiger einer 90-Jährigen gefasst +++

Nach der Vergewaltigung einer 90-jährigen Frau in der Düsseldorfer Altstadt hat die Polizei den mutmaßlichen Täter gefasst. Der 19-Jährige sitze in Untersuchungshaft, teilte die Polizei am Sonntag mit. Er werde verdächtigt, sich vor zwei Wochen in einem Durchgang zwischen zwei Häusern an der alten Frau vergangen zu haben. Die Tat hatte für großes Entsetzen in der Bevölkerung gesorgt. Nach Angaben der Polizei hatte eine DNA-Spur am Tatort die Ermittler auf die Spur des Verdächtigen gebracht, der noch vor kurzem wegen Raubes in Untersuchungshaft gesessen hatte. 

Die Polizei leitete daraufhin eine Fahndung nach dem 19-Jährigen ein. Ein Beamter der Bundespolizei, der in seiner Freizeit unterwegs war, erkannte den wohnungslosen Mann am Freitagabend vor dem Düsseldorfer Hauptbahnhof wieder. Der Polizist alarmierte seine Kollegen und behielt den 19-Jährigen im Auge, bis die Beamten ihn festnehmen konnten.

+++ 11.19 Uhr: Protürkische Rebellen nehmen syrischen Ort Dabik vom IS +++

Syrische Rebellen haben mit türkischer Unterstützung den Ort Dabik in Nordsyrien von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) eingenommen. Die Dschihadisten hätten sich aus dem für sie bedeutenden Dabik zurückgezogen, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag. Die Türkei beteiligt sich den Menschenrechtlern zufolge mit Panzern und Kampfjets am Vorstoß gegen den IS. Dabik liegt nördlich von Aleppo unweit der türkischen Grenze. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte, in Nordsyrien solle eine 5000 Quadratkilometer große "sichere Zone" geschaffen werden.

+++ 10.54 Uhr: Tausende Italiener nehmen mit Partisanenlied Abschied von Dario Fo +++

Tausende Italiener haben in Mailand mit dem Partisanenlied "Bella Ciao" Abschied vom großen linken Theaterautoren und Literaturnobelpreisträger Dario Fo genommen. Der Beerdigungszug führte am Samstag bei heftigem Regen vom Piccolo Teatro Strehler durch die Straßen der norditalienischen Metropole zum Domplatz, wo Fos Sarg unter einem Zelt aufgebahrt wurde. Der Künstler war am Donnerstag im Alter von 90 Jahren gestorben.

+++ 9.50 Uhr: Erdbeben erschüttert Nordwesten Griechenlands +++

Ein Erdbeben der Stärke 5,2 hat am Samstagabend den Nordwesten Griechenlands erschüttert. Wie das Institut für Geodynamik in Athen am Sonntag mitteilte, lag das Epizentrum 330 Kilometer nordwestlich der griechischen Hauptstadt. Das Erdbeben ereignete sich demnach um 22.14 Uhr (MESZ). Es habe mehrere Nachbeben gegeben. Örtlichen Behörden zufolge richteten die Erschütterungen leichte Schäden an Häusern und Kirchen in Dörfern nahe der Stadt Ioannina an. Offenbar gerieten aber keine Menschen in Gefahr. Griechenland zählt zu den europäischen Ländern mit den häufigsten Erdbeben. 

+++ 7.33 Uhr: Vier Tote bei Balkoneinsturz in Frankreich +++

Beim Einsturz eines Balkons im westfranzösischen Angers sind vier Menschen ums Leben gekommen und elf weitere verletzt worden. Einer der Verletzten schwebe in akuter Lebensgefahr, teilte die Präfektur des Départements Maine-et-Loire am Sonntag mit. Ersten Erkenntnissen zufolge hatte sich das Unglück am Samstag kurz vor Mitternacht ereignet. Etwa ein Dutzend Menschen habe sich auf dem Balkon im dritten Stock aufgehalten, als dieser einstürzte. Angaben zum Alter der Opfer machten die Behörden zunächst nicht.

+++ 7.08 Uhr: NRW: Drei Tote bei Verkehrsunfall mit Geisterfahrer +++

Ein Geisterfahrer hat auf der Autobahn 43 in der Nähe von Dortmund einen schweren Verkehrsunfall mit drei Toten ausgelöst. Wie die Polizei am Sonntagmorgen mitteilte, stießen am Samstagabend zwei Autos vor der Anschlussstelle Witten-Heven frontal zusammen. Die 28 und 36 Jahre alten Fahrer seien noch an der Unfallstelle gestorben, eine 24-jährige Beifahrerin sei im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen. Die Autobahn blieb bis 05.30 Uhr in Richtung Wuppertal gesperrt. Die Polizei nahm Ermittlungen zur Unfallursache auf.

+++ 2.25 Uhr: Nach Hurrikan: Auf Haiti sind 1,4 Millionen Menschen in Not +++

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat bei einem Besuch in dem vom Hurrikan "Matthew" schwer getroffenen Inselstaat Haiti mehr Unterstützung angemahnt. "Ich fordere alle mit Haiti befreundeten Länder auf, die notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen, die die Menschen so dringend brauchen", sagte Ban am Samstag nach UN-Angaben in Les Cayes im stark betroffenen Südwesten des Landes. Er sei gekommen, um den Menschen zu sagen: "Die Vereinten Nationen sind an Eurer Seite, ich bin an Eurer Seite." Wie der Zivilschutz mitteilte, sind 1,4 Millionen Menschen dringend auf rasche humanitäre Hilfe angewiesen. Nach bisherigen Erkenntnissen starben 546 Menschen. In dem immer wieder von Konflikten erschütterten Land ist seit 2004 auch eine UN-Friedensmission stationiert.

tim / AFP / DPA