Drohnen ermöglichen eine neue Perspektive auf die Welt und sind bei Fotografen und Filmern beliebt. Da die Quadrokopter zudem wendig und leistungsstark sind, kommen auch Fernpiloten auf ihre Kosten, die Spaß und Nervenkitzel suchen. Gerade in Kombination mit Videobrillen, sogenannten Goggles, fliegen Piloten spektakuläre Manöver. Zudem stellt sich ein Gefühl der Freiheit ein, da sie den Flug aus der Ich-Perspektive (First-Person-View, kurz: FPV) erleben.
Doch für Anfänger ist der Einstieg nicht ganz einfach. Einsteigerdrohnen müssen handlich und benutzerfreundlich sein und sollten Flugfehler verzeihen können. Das geschieht üblicherweise über Assistenzsysteme, die etwa die Flughöhe halten oder Kollisionen verhindern. Einige Modelle schützen wiederum die Propeller mit Bügeln und Käfigen.
Diese Bedingungen erfüllt nicht jede Drohne. Wir haben daher fünf beliebte Einsteigerdrohnen einem ausführlichen Test unterzogen und verraten, mit welcher Sie sicher abheben und schnell erste Erfolge beim Drohnenfliegen erzielen.
Drohne-Test: Die ausgewählten Produkte
Weitere lohnende Drohnen
Folgende Drohnen haben wir nicht selbst getestet, sie sind uns aber bei der Recherche aufgefallen:
Testergebnis: Die beste Drohne
Eine gute Einsteigerdrohne muss einfach zu bedienen sein, zuverlässig in der Luft stehen und dabei langfristig Spaß bereiten. Diese Anforderungen erfüllt die DJI Avata 360 am besten und sicherte sich damit den Testsieg. Besonders begeistert hat uns die 360-Grad-Kamera mit 8K-Auflösung. Damit verzeiht die Drohne auch Flugfehler, da Sie den Bildausschnitt nachträglich noch anpassen können, ohne auf Qualität zu verzichten. Die verschiedenen Flugmodi erlauben es, die Leistung der Drohne an das eigene Können anzupassen. Auch die Hinderniserkennung und das Flugverhalten überzeugten im Test. Mit einem Preis von 460 Euro (UVP) bietet sie das beste Verhältnis aus Funktionalität, Spaß und Preis. Im Bundle mit Zubehör für 940 Euro (UVP) erhalten Sie zudem eine vollständig ausgestattete Starterlösung.
Wer weniger ausgeben möchte, sollte unseren Preis-Leistungs-Tipp, die DJI Lito 1, in Betracht ziehen. Für nur 340 Euro (UVP) erhalten Sie eine vollwertige Drohne mit umfangreicher Ausstattung wie 4K-Videos mit 60 fps und einer zuverlässigen Hinderniserkennung. Da sie unter 250 Gramm wiegt, benötigen Sie in Deutschland keinen Drohnenführerschein für sie. Zudem falten Sie die Lito 1 auf Wunsch zusammen und verstauen sie einfach im Gepäck, was sie zu einem idealen Reisebegleiter macht.
Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests unter der Tabelle.
Über den Tester
Drohnen sind ein spaßiges Hobby. Je nach Vorliebe fertigen Sie mit ihnen starke Luftaufnahmen an, erkunden Urlaubsorte oder legen akrobatische Flüge hin. Auch mich hat die Faszination gepackt und aktuell arbeite ich daran, ein richtig guter FPV-Pilot zu werden. Ich kenne das Gefühl, nicht zu wissen, mit welcher Drohne man starten soll. Daher habe ich mich in diesem Test auf die Einsteigerfreundlichkeit fokussiert.
Weitere Informationen über Basti Barsch
Vergleichstabelle: Drohne-Test
| Bewertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | |||||
| Flugklasse | C1 | C0 | C0/C1 | C0 | C0 | C0 | C0 | C0 | C0 | C0 |
| Gewicht in Gramm | 455 | 249 | 249 g / 291 g | 192 | 122 | 249 | 249 | 151 | 249 | 249 |
| Funksignal | Digital | Digital | Digital | Digital | Digital | Digital | Digital | Digital | Digital | Digital |
| Interner Speicher | 42 GB | Nein | 20 GB | 64 GB | Nein | Nein | 42 GB | 49 GB | Nein | 128 GB |
| SD-Karten | microSD bis 1 TB | microSD bis 1 TB | microSD bis 1 TB | microSD bis 1 TB | Nur in Videobrille | microSD bis 1 TB | microSD bis 1 TB | Nein | microSD bis 128 GB | Nein |
| GPS | ✔ | ✔ | ✔ | ✘ | ✘ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ |
| Propellerschutz | ✔ | ✘ | ✘ | ✔ | ✔ | ✘ | ✘ | ✔ | ✘ | ✔ |
| Mit Videobrille fliegbar | ✔ | ✘ | ✔ | ✘ | ✔ | ✘ | ✘ | ✔ | ✘ | ✘ |
| Controller | Standard, Motion Controller | Standard | Motion Controller | Autonom, Standard | Standard | Standard | Standard | Standard | Standard | Standard, Beacon, App |
| Gemessene Akkulaufzeit | 15 bis 20 Minuten | 20 bis 30 Minuten | 15 bis 20 Minuten | 15 bis 20 Minuten | 5 bis 10 Minuten | nicht in der Wertung | nicht in der Wertung | nicht in der Wertung | nicht in der Wertung | nicht in der Wertung |
| Maximale Reichweite** | 20 km | 15 km | 13 km | 0,5 km | 0,4 km | 10 km | 21 km | 7 km | 1 km | 1 km |
| Erhältlich bei |
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* Herstellerangabe
So haben wir die Produkte ausgewählt
Nach diesen Kriterien haben wir die Produkte für den Drohnen-Test ausgewählt:
- Einsteigerfreundlich: Alle Drohnen sind für Einsteiger geeignet und sollen in erster Linie das Fliegen lehren.
- Kamera: Alle Modelle besitzen die Möglichkeit, Videos aufzunehmen.
- Breite Markenauswahl: DJI dominiert den Markt. Jedoch wollten wir im Test unbedingt mehr Vielfalt abdecken und haben daher nur zwei DJI-Drohnen in den Test genommen. Die weiteren Hersteller erfreuen sich ebenfalls einer gewissen Beliebtheit oder bieten spannende Produkte im vergleichbaren Segment.
- Flugerlaubnis: Alle Drohnen dürfen Sie mit dem kleinen Drohnenführerschein A1/A3 fliegen. Teilweise benötigen Sie sogar gar keinen Führerschein, etwa wenn die Modelle unter 250 Gramm wiegen.
- Verfügbarkeit: Wir setzen voraus, dass Interessierte die Produkte in bekannten Onlineshops wie Amazon oder Otto einfach bekommen.
So haben wir getestet
Den Anfang machten das Unboxing und die Einrichtung der jeweiligen Drohne. Wir installierten die erforderlichen Apps und führten die notwendigen Firmware-Updates durch. Dieser Schritt ist besonders wichtig, da Updates Fehler beseitigen und die Sicherheit erhöhen. Dabei überprüften wir, wie intuitiv die Einrichtung für Anfänger ist und wie lange sie dauert.
Der Hauptteil unseres Tests fand in der Luft statt. Wir testeten jede Drohne unter gleichen Wetterbedingungen bei leichtem Wind. So konnten wir das Flugverhalten und die Stabilität in der Luft beurteilen. Wir achteten besonders darauf, wie schnell die Drohne auf Steuerkommandos reagierte und wie präzise sie die Bewegungen ausführte. Hierzu nutzten wir die mitgelieferten Controller.
Anschließend probierten wir alle verfügbaren Flugmodi und Unterstützungssysteme aus. Dabei warfen wir einen genauen Blick auf die Hinderniserkennung. Schließlich soll ein Anfänger seine neue Drohne nicht versehentlich in einen Baum steuern, weil er die Entfernung nicht richtig abschätzen kann.
Auch die Akkulaufzeit haben wir gemessen. Um die Modelle vergleichen zu können, ermittelten wir den Verbrauch pro Flugminute. So konnten wir schnell erkennen, welche Drohne energiehungrig und welche sparsam ist. Die Flugzeit pro Akku haben wir ebenfalls gemessen.
Zum Schluss betrachteten wir noch die Bildqualität der Video- und Fotoaufnahmen. Diese entstanden unter wechselnden Lichtbedingungen.
1. Unser Testsieger: DJI Avata 360
Ausstattung: Anfänger haben oft das Problem, dass sie ihr Motiv noch nicht perfekt im Fokus halten können. Die neue DJI Avata 360 möchte dieses Problem umgehen, indem sie Ihnen eine 360-Grad-Kamera an die Hand gibt. Das hat den Vorteil, dass Sie die Drohne wie gewohnt fliegen, aber nachträglich den Bildausschnitt verändern. So bleibt Ihr Motiv immer ein Bild, auch wenn Sie zu schnell daran vorbeifliegen. Der Nachteil ist, dass Sie das Material nach jedem Flug bearbeiten müssen, um es für Social Media und Co. zu verwenden.
Das 8K-Videomaterial mit 60 Bildern pro Sekunde (fps) landet derweil auf dem internen Speicher mit 42 GB. Das ist ein besonderes Merkmal, da viele Drohnen auf dem Markt auf interne Speichermöglichkeiten verzichten. Sollte der Speicher nicht ausreichen, erweitern Sie ihn mit einer microSD-Karte. Die Aufnahmen sehen zudem gut aus, auch wenn Sie kleine Kompromisse eingehen müssen. Sie sehen etwa stellenweise die Übergänge, an denen die Bilder der beiden Kameras ineinander übergehen. Auch etwas mehr Schärfe hätten die Aufnahmen vertragen.
Ein wichtiges Ausstattungsmerkmal ist zudem die Hinderniserkennung. Sie funktionierte im Test gut und hilft sehr. Sie ist aber kein Freifahrtschein für rücksichtsloses Fliegen, denn gelegentlich übersieht das System einen Ast. Sollte es zu einer Kollision kommen, schützen Bügel die Propeller vor teuren Unfällen.
Flugverhalten: Sie besitzen zwei Möglichkeiten, die DJI Avata 360 zu steuern. Entweder nutzen Sie einen klassischen DJI-Controller wie den RC 2 und lenken die Drohne mit zwei Steuerknüppeln durch die Lüfte. In dem Fall ist die Avata 360 ganz schön auf Zack. Schon eine kleine Berührung der Steuerknüppel reicht aus, damit die Drohne lossaust. Die Tester merken auf Anhieb, dass sie auf Performance ausgelegt ist. Sie bleibt im Flug beherrschbar, bietet viel Unterstützung für Piloten an und balanciert sich schnell aus. Sie stoppt etwa sofort, sobald wir vom Gas gehen. Auch bei kräftigerem Wind blieb sie felsenfest in der Luft stehen.
Alternativ setzen Sie sich eine Videobrille wie die DJI Goggles N3 auf und greifen nach dem Motion Controller. Diesen halten Sie in einer Hand und steuern die Drohne durch Ihre Handbewegungen. Diese Art der Steuerung ist intuitiv und bietet eine niedrige Einstiegshürde für Anfänger. Zudem können Sie sich dank der 360-Grad-Kamera frei umblicken. Fortgeschrittene werden hier jedoch die Präzision vermissen, die ein klassischer Controller mitbringt.
Egal, für welche Steuerung Sie sich entscheiden, nach spätestens 20 Minuten müssen Sie den Flug aufgrund eines leeren Akkus beenden. Wer sportlich fliegt, sollte mit etwa 15 Minuten Flugzeit rechnen. Damit ist die Avata 360 die energiehungrigste Drohne in unserem Test. Im Gesamten geht die Flugzeit aber in Ordnung, da DJI verhältnismäßig große Akkus beilegt.
Einsteigerfreundlichkeit: Die DJI Avata 360 richtet sich gezielt an Anfänger und Hobby-Piloten. Obwohl sie mehr als 250 Gramm wiegt, sodass Sie den Drohnenführerschein A1/A3 benötigen, sind die Einstiegshürden niedrig. Die Einrichtung ist intuitiv und schnell erledigt. Sobald die Drohne die neuesten Sicherheitsupdates installiert hat, kann es direkt losgehen.
DJI hat eine Vielzahl an Flugmodi in der Drohne hinterlegt:
- Cine: Wer noch nie geflogen ist, startet am besten im Cine-Modus. In diesem Modus hält die Drohne automatisch ihre Höhe und fliegt besonders langsam. Wie der Name verrät, eignet er sich für geschmeidige Filmaufnahmen.
- Normal: Wer schneller fliegen möchte, wechselt in den Normal-Modus. Auch hier greifen die Unterstützungssysteme, etwa die Höhenkontrolle.
- Sport: Im Sport-Modus hingegen schalten Sie die Hinderniserkennung und die Höhenkontrolle ab und die Drohne holt die maximale Leistung aus den Akkus.
Piloten, die die Videobrille und den Motion-Controller nutzen, greifen zusätzlich noch auf einen Modus namens Easy Acro zurück. Per Knopfdruck lösen Sie dann Kunststücke wie Rollen und Drifts aus. Allerdings fliegt die Drohne nicht wirklich das Manöver, sondern nutzt die 360-Grad-Kamera, um die Illusion zu schaffen. Anfänger kreieren in diesem Modus schnell erste, dynamische Aufnahmen, ohne Abstürze zu riskieren.
Fazit: Es gibt nicht die eine Drohne für alle Einsteiger. Wenn wir uns jedoch auf ein Modell festlegen müssten, wäre es eindeutig die DJI Avata 360, mit der viele Piloten auf ihre Kosten kommen sollten. Die Drohne steht stabil in der Luft und ist leicht zu navigieren. Gleichzeitig verfügt sie über viel Kraft, die Sie mithilfe der drei Flugmodi gezielt abrufen. Wer lernen möchte, sportlicher zu fliegen, kann das mit der Avata 360 tun. Die 360-Grad-Kamera sorgt zudem dafür, dass der Fokus auch bei nicht perfekten Flügen immer auf dem Motiv bleibt. So entstehen schnell starke Aufnahmen, die zum Weitermachen motivieren. Und wenn doch einmal ein Manöver nicht wie gewünscht funktioniert, greift die Hinderniserkennung ein und der Propellerschutz verhindert Schäden an den Motoren.
Auch der Preis ist fair bemessen. Die Drohne allein kostet 460 Euro (UVP). Im Set mit dem Controller DJI RC 2, drei Akkus und einer Ladestation kostet sie 940 Euro (UVP). Wer mit der Videobrille DJI Goggles N3 und dem Motion Controller RC Motion 3 fliegen möchte, zahlt ebenfalls 940 Euro (UVP) für ein Set mit drei Akkus und Ladestation.
+ Vorteile:
- Für Einsteiger und Fortgeschrittene
- Verschiedene Controller möglich
- Interner Speicher
- 360-Grad-Kamera mit 8K-Auflösung
– Nachteile:
- Videomaterial muss bearbeitet werden
- Nicht faltbar
2. Unser Preis-Leistungstipp: DJI Lito 1
Ausstattung: Die DJI Lito 1 ist neben der DJI Lito X1 das neue Einsteigermodell des Herstellers. Sie zeichnet sich vordergründig durch ihr geringes Gewicht von 249 Gramm aus, womit Sie sie auch ohne Drohnenführerschein fliegen dürfen. Zudem verstauen Sie sie problemlos in Taschen, da sie zusammengefaltet nicht größer als ein Coffee-to-go-Becher ist.
Trotz ihrer geringen Größe befindet sich in ihr die typische DJI-Technik. Es gibt eine Hinderniserkennung, Motivverfolgung, 4K-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde (fps), Hochformataufnahmen für Social Media und die gleichen drei Flugmodi wie bei der DJI Avata 360 (Cine, Normal, Sport). Außerdem verfügt sie über eine GPS-Ortung und eine Return-to-Home-Funktion. Im Vergleich zum teureren Schwesternmodell besitzt die Lito 1 keine nach vorn gerichteten Lidar-Sensoren, die Hindernisse besser erkennen können. Zudem nutzt die Lito 1 einen etwas kleineren Bildsensor. Der 1/2″-CMOS-Sensor mit 48 MP bietet dennoch genügend Bildqualität für alle, die die Drohne in erster Linie zum Filmen nutzen wollen. Doch auch hier müssen Sie kleinere Abstriche hinnehmen. Allen voran wirkt das Bild teils zu stark nachgeschärft und die Farben in schattigen Bereichen unnatürlich.
Flugverhalten: Auch wenn die DJI Lito 1 nicht besonders groß ist, steht sie stabil in der Luft. Hier erkennen die Tester die Erfahrung, die der Hersteller in diesem Bereich besitzt. Selbst bei leichtem Wind hält sie zuverlässig ihre Position. Erst wenn der Wind zu stark wird, macht sich das geringe Gewicht bemerkbar.
Besonders gut gefallen hat uns das Ansprechverhalten. Während die DJI Avata 360 bereits auf kleinste Berührungen reagierte, fliegt sich die DJI Lito 1 deutlich weicher. Sie eignet sich daher hervorragend für saubere Kamerafahrten. Auch das Tracking von Personen funktioniert einwandfrei. Wir wurden jederzeit erkannt und die Drohne konnte uns selbstständig im Bild halten. Auch wenn wir uns dabei bewegten, verfolgte sie uns immer im sicheren Abstand und bewegte sich ganz weich. Das betonen wir, weil andere Modelle ein Stop-and-Go-Verhalten aufweisen. Sobald sich das Motiv bewegt, korrigieren sie schnell ihre Position und bremsen abrupt ab. Das Resultat sind ruckelige Videoaufnahmen.
Einsteigerfreundlichkeit: Die neue Lito-Serie von DJI schlägt eine Brücke zwischen einfacher Bedienung und einer Technik, die auch Fortgeschrittene begeistert. Die Einrichtung ist intuitiv, die Abstandserkennung funktioniert auch ohne Lidar zuverlässig und Einsteiger steuern die Drohne mühelos, stabil und sicher.
Ein Flug dauerte bei uns etwa 25 Minuten, bevor die Lito 1 selbstständig den Rückflug antrat. Danach hätte der Akku noch Strom für etwa fünf weitere Flugminuten gehabt. Die Reserve reicht also aus, auch wenn Sie die Drohne weit von Ihrer Startposition entfernen. Wenn Sie mehr Leistung abrufen, beispielsweise bei stärkerem Wind oder aggressiven Kurskorrekturen, sinkt die Flugzeit entsprechend. Dennoch haben Anfänger genügend Zeit in der Luft und müssen sich nicht mit dem Rückflug stressen.
Fazit: Die DJI Lito 1 lohnt sich für alle Einsteiger, die eine kompakte Drohne für unterwegs suchen und ihren Fokus primär auf das Filmen und Fotografieren legen. Aber auch Fortgeschrittene kommen auf ihre Kosten und freuen sich über eine präzise Steuerung, Trackingmöglichkeiten und einen hohen Funktionsumfang.
Die Drohne allein gibt es für 340 Euro (UVP). Für Profis bietet es sich bei diesem Preis an, die DJI Lito 1 als Backup-Drohne im Rucksack mitzuführen, für den Fall, dass die Hauptdrohne ausfällt. Wer noch einen Controller und weitere Akkus benötigt, für den ist die Fly-More-Combo inklusive RC-N3-Controller, drei Akkus und einer Ladestation die richtige Wahl. Diese kostet 480 Euro und liegt somit immer noch auf einem sehr niedrigen Preisniveau.
Einsteiger machen mit der Lito 1 also nichts falsch. Lediglich aggressive oder akrobatische Flugmanöver verzeiht sie nicht. Zwar lädt ihre geringe Größe dazu ein, sie zwischen Hindernissen hindurchzufliegen, wir raten jedoch davon ab. Die freiliegenden Propeller überstehen keine Kollision unbeschadet und auch die Arme können brechen. Wer sportlicher unterwegs sein möchte, sollte lieber zur DJI Avata 360 greifen.
+ Vorteile:
- Günstig
- Hoher Funktionsumfang
- Wiegt unter 250 g
- Leicht verstaubar
– Nachteile:
- Nicht für akrobatische Flüge geeignet
- Keine Lidar-Sensoren wie beim Schwestermodell
3. Die Verspielte: Antigravity A1
Ausstattung: Die Antigravity A1 gibt es ausschließlich im Set, bestehend aus Drohne, einer stylishen Videobrille und einem Motion-Controller. Im Gegensatz zu einem klassischen Controller mit zwei Joysticks halten Sie den Motion-Controller in einer Hand und steuern das Fluggerät durch Gesten. Durch die Videobrille erleben Sie dann eine immersive Flugerfahrung, bei der Sie sich frei umsehen können. Ferner bietet die Brille jedoch noch weitere Funktionen und Spielereien an. So gibt es etwa einen Simulator zum Üben. Sie programmieren damit Flugrouten und führen Manöver automatisch aus, etwa einen Spiralflug um einen Kirchturm. Wer es völlig abgedreht mag, reitet auf Wunsch auf einem Drachen oder fliegt in einem Jagdflugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg.
Das Besondere an der Antigravity A1 ist jedoch die verbaute 360-Grad-Kamera mit einer 8K-Auflösung. Wie bei der DJI Avata 360 wählen Sie den finalen Bildausschnitt in der Nachbearbeitung, die Auflösung reduziert sich entsprechend. Das ist besonders für Anfänger hilfreich, da sie sich rundum auf das Fliegen konzentrieren können.
Allerdings müssen Sie jedes Video entweder am Rechner oder auf dem Smartphone nachträglich bearbeiten. Mit dem Smartphone ist es praktisch, da Sie direkt vor Ort ein Video fertigstellen und teilen können. Im Test kam es jedoch zu langen Ladezeiten beim Im- und Export der Videodateien. Auch müssen Sie ein paar Kompromisse bei der Bildqualität hinnehmen. Im Gesamten sehen die Aufnahmen zwar gut aus, allerdings kommt es zu einer starken Verzerrung durch die weitwinkligen Linsen. Zudem wirken die Aufnahmen stellenweise etwas matschig.
Flugverhalten: Die Antigravity A1 ist klein und leicht, steht aber stabil in der Luft. Selbst leichter Wind drückt sie nur minimal aus der Flugbahn. Gleichzeitig ist sie wendig, wenngleich die Manövrierfähigkeit ausbaufähig ist. Dies liegt jedoch nicht unbedingt an der Drohne selbst, sondern an der Art der Steuerung. Statt einer präzisen Fernbedienung mit Steuerknüppeln, liegt ausschließlich ein Motion-Controller bei. Im Test konnten wir mit ihm beispielsweise keine engen Kurven fliegen.
Aus unserer Sicht eignet sich die Antigravity A1 daher am besten für lange, gleichmäßige Flüge über Landschaften hinweg, während derer Sie sich dank der 360-Grad-Kamera frei umsehen. Damit Sie dabei nicht versehentlich mit Hindernissen kollidieren, gibt es eine Bild-in-Bild-Funktion. So sehen Sie jederzeit, in welche Richtung Sie fliegen. Wenn Sie doch einmal ein Hindernis übersehen, soll die Drohne selbstständig stoppen. Das hat im Test stets zuverlässig funktioniert. Die Akkulaufzeit genügt für etwa 15 bis 20 Minuten, dann müssen Sie ihn wechseln. Wer länger fliegen will, muss dann den Akku wechseln oder kauft sich das Infinity-Bundle. Ihm liegen größere Akkus bei, die die Flugzeit verdoppeln sollen. Aber Achtung: Die A1 wiegt mit ihnen über 250 Gramm, weswegen Sie dann den Drohnenführerschein A1/A3 benötigen. Mit den normalen Akkus dürfen Sie ohne fliegen.
Einsteigerfreundlichkeit: Die Antigravity A1 richtet sich eindeutig an Anfänger, die ihre ersten Flugversuche unternehmen möchten. Das gesamte System ist selbsterklärend. Nach einer kurzen Einrichtung in der App inklusive Updates können Sie auch schon starten. Wer erst eine Runde üben möchte, bevor er sich wirklich in die Luft begibt, kann den internen Simulator starten. Er ist in der Brille integriert, sodass Sie keine zusätzliche Hardware benötigen.
Danach geht es raus. Auch hier sollten sich Neulinge schnell zurechtfinden, da die Brille wichtige Tipps gibt, beispielsweise, welchen Knopf Sie drücken müssen, damit die Drohne abhebt. Die Steuerung im Flug erfolgt über die Motion-Controller und ist daher sehr intuitiv, aber nicht so präzise wie ein Steuerknüppel. Antigravity bietet zwei verschiedene Modi an. Im FreeMotion-Modus zeigen Sie in die Richtung, in die die Drohne fliegen soll. Im FPV-Modus hingegen drehen Sie nur das Handgelenk. Wir finden, der zweite Modus fühlt sich natürlicher an, letztlich ist das aber Geschmackssache.
Wichtig zu wissen: Wenn Sie mit einer Videobrille fliegen, muss sich in Deutschland eine Person in Ihrer Nähe befinden, die den Luftraum für Sie überwacht. Ohne Spotter können Sie die Antigravity A1 nur auf Sicht fliegen, was weniger Spaß macht. Die Drohnen von DJI ermöglichen es zumindest, andere Controller mit integriertem Bildschirm zu verwenden.
Fazit: Die Antigravity A1 ist ein rundum gelungenes Gesamtpaket, das aus Drohne, Motion-Controller, Videobrille und vielen Assistenzsystemen besteht. Antigravity legt zudem viel Wert auf Details, sodass wir immer wieder Kleinigkeiten entdeckten. So sieht die Brille nicht nur stylish aus, sie verfügt auf der Frontseite auch über einen kleinen Bildschirm. Dieser zeigt unter anderem den Ladestand von Updates an.
Allerdings hat dieser umfangreiche Funktionsumfang auch seinen Preis. Das Standard-Bundle kostet 1.400 Euro (UVP) und beinhaltet lediglich einen Akku. Die 15 bis 20 Minuten Flugzeit dürften für die meisten Piloten zu kurz sein. Für sie eignet sich das nächstgrößere Bundle, in dem sie drei Akkus und eine Ladestation finden. Kostenpunkt: 1.600 Euro (UVP). Der Preis ist also recht hoch für eine Drohne, die sich primär an Einsteiger richtet.
+ Vorteile:
- Einsteigerfreundlich
- Komplettpaket
- Hoher Funktionsumfang
- 360-Grad-Kamera mit 8K-Auflösung
– Nachteile:
- Teuer
- Nur mit Motion-Controller erhältlich
- Videomaterial erfordert zwingend Nachbearbeitung
4. Die Selfie-Drohne: Hoverair X1 Promax
Ausstattung: Bei der Hoverair X1 Promax handelt es sich um eine Selfie-Drohne, die eine Person autonom filmen kann. Dementsprechend benötigen Sie keine Fernsteuerung. Es gibt jedoch zwei optionale, auf die wir im nächsten Abschnitt näher eingehen. Stattdessen wählen Sie an der Drohne einen Befehl wie „Folgen“ oder „Hovern“, also schweben, aus, legen sie auf Ihre Handfläche und drücken den Startknopf. Die X1 Promax führt dann selbstständig eine vorprogrammierte Bewegung aus und folgt Ihnen. Anschließend kehrt sie wieder zu Ihnen zurück und landet auf Ihrer Hand. Da die Propeller in einem Käfig stecken, verletzen Sie sich während des Starts und der Landung nicht.
Die dabei angefertigten Videoaufnahmen landen auf dem internen Speicher mit 64 GB, wovon Sie effektiv nur etwas über 52 GB nutzen können. Alternativ bietet die X1 Promax Platz für eine microSD-Karte mit bis zu 1 TB. Über die App oder per USB-C-Kabel laden Sie anschließend die Videos und Fotos herunter und können sie direkt verwenden. Die Bildqualität kann sich für solch eine kleine Drohne sehen lassen und überzeugt durch Schärfe und Kontrast. Allerdings müssen Sie auch hier Abstriche hinnehmen. Helle Bereiche brennen schnell aus und die Farben wirken nicht immer natürlich.
Flugverhalten: Die Hoverair X1 Promax wiegt nur 192 Gramm. Dadurch dürfen Sie sie auch ohne Fernpilotenschein fliegen oder fliegen lassen, die Drohne wird jedoch auch zum Spielball des Winds. Selbst bei Windstille korrigiert sie oft ihre Position und wirkt etwas unruhig in der Luft. Glücklicherweise funktionieren der 2-Achsen-Gimbal und die digitale Bildstabilisierung einwandfrei, sodass Sie davon auf den Aufnahmen wenig mitbekommen.
Das große Verkaufsargument sind die Verfolgungsmodi. Schließlich bewirbt Hoverair die X1 Promax auch als fliegende Actioncam. Dieses Versprechen erfüllt die Drohne auch weitestgehend. Im freien Gelände schafft sie es, ihr Motiv im Fokus zu halten und ihm zu folgen. Wer genau für solche Umgebungen einen Begleiter sucht, wird mit der X1 Promax viel Freude haben.
Problematisch wird es jedoch, wenn Hindernisse ins Spiel kommen. Wer eine zu scharfe Kurve nimmt und hinter einem Gebäude oder Baum verschwindet, den verliert die Drohne. Im Wald muss sie teils mit den Bäumen kämpfen. In unserem Test krachte sie bereits nach wenigen Metern in einen Ast, als wir mit dem Mountainbike einen Trail hinabfuhren. Dabei hatten wir extra den Fahrrad-Modus ausgewählt und konnten auch der Drohne vorab sagen, dass es sich bei der Strecke um eine enge Umgebung handelt.
Einsteigerfreundlichkeit: Eine der größten Stärken der Hoverair Promax ist ihre Einsteigerfreundlichkeit. Sie installieren lediglich die App auf Ihrem Smartphone, die die Drohne direkt erkennt und Updates anbietet. Auch das Einstellen der Modi sowohl am Fluggerät als auch in der App hat Hoverair einfach gestaltet. Der Rest passiert automatisch.
Auch der Transport gelingt problemlos. Die kleine Drohne passt zusammengefaltet in größere Jackentaschen. Während einer Tour müssen Sie die Drohne nicht erst im Rucksack suchen, sondern ziehen sie direkt aus der Tasche und fliegen los. Die Propeller nehmen dabei keinen Schaden, da sie sicher in einem Käfig aus Elastomer liegen. Dieser schützt sie nicht nur während des Transports, sondern auch im Flug. Wie bereits beschrieben, haben auch wir die Drohne zum Absturz gebracht und konnten dennoch direkt weiterfliegen.
Da die Drohne viel verzeiht und auch automatisch fliegt, sollten die meisten Anwender schnell Zugang zu ihr finden. Wer andere Personen bei ihren spektakulären Manövern filmen möchte, kann die Drohne auch manuell steuern. Das geht sowohl über die App als auch mit einem optionalen Controller namens Beacon. Der besteht aus mehreren Einzelteilen, die zusammengesteckt eine einfache Fernbedienung ergeben, in der das eigene Smartphone als Bildschirm dienen kann. Hier sollten Sie Ihre Erwartungen jedoch nicht zu hoch ansetzen. Für einfache Kamerafahrten reichen App und Beacon aus. Für präzise Flugmanöver sollten Sie jedoch nach einer anderen Drohne mit einem richtigen Controller Ausschau halten.
Fazit: Die Hoverair X1 Promax wird Sie nicht zu einem guten Fernpiloten machen. Wer wirklich fliegen lernen möchte, sollte zu einer anderen Drohne greifen. Das möchte die X1 Promax allerdings auch nicht, denn sie ist in erster Linie eine Selfie-Drohne, die Sie während spannender Outdoor-Aktivitäten filmen soll. Das funktionierte im Test gut, auch wenn es noch Verbesserungspotenzial gibt. Vor allem die einfache Bedienung und die Robustheit gefielen uns. Zudem lässt sie sich falten und dann in eine Jackentasche stecken. Sie will damit eine Drohne sein, die Sie immer dabei haben.
Lediglich die kurze Akkulaufzeit setzt Grenzen, was umso schwerer wiegt im Hinblick auf die Preise. Rund 700 Euro (UVP) kostet nur die Hoverair X1 Promax mit einem Akku, das Bundle mit zwei Akkus und Ladegerät rund 880 Euro. Bei DJI bekommen Sie mit der Neo 2 eine ähnliche Drohne für nur 240 Euro (UVP).
+ Vorteile:
- Sehr einfach zu bedienen
- Passt in Jackentaschen
- Hohe Bildauflösung (8K)
– Nachteile:
- Teuer
- Kurze Flugzeit
- Hinderniserkennung klappt nicht immer
5. Die Herausfordernde: BetaFPV Aquila20 HD FPV Kit
Ausstattung: Das BetaFPV Aquila20 HD FPV Kit ist kein einzelnes Produkt, sondern ein Bundle. Es besteht aus einer Aquila20-Drohne, einem Controller im Gaming-Design, zwei Akkus und einer Videobrille. Dadurch beginnen Sie sofort mit dem FPV-Fliegen.
Im Vergleich zu bisherigen Bundles setzt BetaFPV hier auf eine digitale statt auf eine analoge Brille. Analoge Brillen sind bei Profis sehr beliebt, da sie eine geringe Latenz besitzen und günstig sind. Das Bild in der Videobrille erinnert jedoch an eine mehrmals überspielte VHS-Kassette. Das Bild in einer digitalen Brille sieht schicker aus, auch wenn Sie in diesem Fall keine zu hohen Erwartungen haben sollten. Die Aufnahmen eignen sich nicht für filmische Projekte. Zumal die Drohne selbst weder Speicher noch einen microSD-Kartenschacht besitzt. Nur über die Brille können Sie Ihre Flüge via microSD-Karte aufzeichnen.
Der Fokus der Aquila20 liegt jedoch nicht auf Filmaufnahmen, sondern auf akrobatischem Fliegen. Spielereien, KI-Integrationen und Hilfsmodi sind nicht vorhanden. Die Drohne wird Sie auch nicht warnen, wenn Sie zu hoch fliegen oder einem Ast zu nah kommen. Das müssen Sie alles selbst meistern – und das ist auch der Reiz daran.
Flugverhalten: Die Aquila20 ist ein sogenannter Whoop – eine kleine, leichte FPV-Drohne mit Propellerschutzringen um die Motoren. Mit einem Gewicht von nur 122 Gramm ist sie entsprechend anfällig für Wind. Bereits kleinste Böen bringen sie zum Schaukeln und etwas mehr Wind sorgt dafür, dass sie sich nicht mehr vom Fleck bewegt. Die Aquila20 ist daher eine Schönwetterdrohne, die sich besser für Hallen und andere Innenräume eignet.
Bei Windstille kann sie jedoch auch im Freien ihr volles Potenzial entfalten. Die Steuerung reagiert sehr präzise auf Befehle und ermöglicht akrobatische Flugmanöver. Die Grenzen setzt ausschließlich das Können des Fernpiloten. Fortgeschrittene und Profis fliegen damit problemlos enge Kurven, Sturzflüge, Rollen und Loopings. Dabei verbraucht sie ordentlich Strom: Pro Akku können Sie mit einer Flugzeit von fünf bis zehn Minuten rechnen. Das ist nicht viel, aber für diese Drohnenkategorie normal.
Die Videobrille hingegen hat noch Verbesserungspotenzial. Sie ist klobig und saß in unserem Test nie perfekt vor den Augen. Das hat unser Erlebnis deutlich geschmälert. Dabei liefert die Brille ein klares Bild und verfügt über eine einfache und übersichtliche Menüführung. Hier geht es schließlich darum, zu fliegen und sich nicht durch lange Menüs klicken zu müssen, um irgendwelche speziellen Features zu aktivieren.
Einsteigerfreundlichkeit: Wer das FPV-Fliegen lernen möchte, macht mit der Aquila20 nichts falsch. Sie macht von Anfang an Spaß und besitzt drei Geschwindigkeitsstufen und drei Unterstützungsmodi, die eine Lernkurve ermöglichen.
- Normal: Die Drohne hält die Höhe automatisch und sich selbst im Gleichgewicht.
- Sport: Die Drohne hält sich nur noch selbst im Gleichgewicht.
- Manual: Es gibt keine Unterstützung mehr und der Pilot hat die maximale Kontrolle für Kunstflüge.
Ferner schützen Propellerschutzringe vor Schäden an der Drohne und an Menschen.
Dennoch sind die Propeller nicht unverwundbar. Da sie oben und unten frei liegen, können sie schnell Grashalme und anderes Gestrüpp einsaugen. Das ist uns bei der Landung oft passiert. Die Aquila besitzt nämlich kein Return-to-Home-System und landet bei leerem Akku einfach dort, wo sie sich gerade befindet. Bei uns war das oft auf einer Wiese. Dass die Drohne kein Ortungssystem besitzt, erschwerte zudem die Bergung, da sie durch ihre geringe Größe im ungemähten Gras oder im Unterholz nicht einfach zu finden ist.
Fazit: Mit dem Aquila20 HD FPV Kit hat BetaFPV eine Kombination kreiert, die Einsteigern, Fortgeschrittenen und Profis viel Spaß machen dürfte. Zwar müssen sie auf einige Annehmlichkeiten verzichten, dafür erhalten sie aber ein spaßiges und später auch anspruchsvolles Flugerlebnis sowie ein Starterkit zu einem günstigen Preis. Nur 413 Euro (UVP) kostet das Paket inkl. Drohne, Brille, Controller und zwei Akkus. Weitere Ersatzakkus gibt es im Doppelpack für rund 30 Euro und ein passendes Ladegerät kostet ebenfalls 30 Euro.
Lediglich der Sitz der Videobrille dürfte nicht jedem gefallen, und auch Cineasten sollten sich nach einer anderen Drohne umsehen. Denn auch wenn sie ein digitales Bild aufzeichnet, sieht es nicht besonders schön aus.
+ Vorteile:
- Günstiges Gesamtpaket
- Agilität bringt hohen Spaßfaktor
- Verschiedene Flugmodi
– Nachteile:
- Kurze Flugzeiten
- Schlechter Sitz der Videobrille
- Schlechte Videoaufzeichnungen
Drohne: Die wichtigsten Fragen & Antworten
Welche Regeln gelten für Drohnen in Deutschland?
In Deutschland dürfen Sie nicht ohne Weiteres eine Drohne fliegen. Folgende Bedingungen müssen Sie erfüllen:
- Drohnenhaftpflichtversicherung: Diese ist obligatorisch und zahlt im Falle eines Unfalls. Viele allgemeine Haftpflichtversicherungen decken bereits Drohnenunfälle ab, sofern Sie das Fliegen nur als Hobby betreiben. Alternativ können Sie auch eine spezielle Drohnenhaftpflichtversicherung wie die von Helden.de abschließen.
- Drohnenführerschein: Drohnen mit einem Startgewicht von bis zu 250 g dürfen Sie ohne Drohnenführerschein fliegen. Für schwerere Drohnen benötigen Sie entweder den kleinen Drohnenführerschein A1/A3 oder den großen Drohnenführerschein A2. Der Unterschied zwischen den beiden besteht vorwiegend darin, wie nah Sie mit bestimmten Drohnen an unbeteiligte Personen heranfliegen dürfen. Für Hobbypiloten reicht in der Regel der A1/A3-Schein.
- Flugverbotszonen: Es gibt viele Bereiche wie Flughäfen, Autobahnen, kritische Infrastrukturen und Naturschutzgebiete, die Sie nicht überfliegen dürfen. Zudem dürfen Sie eine maximale Flughöhe von 120 Metern nicht überschreiten. Auch kann es jederzeit aufgrund von Ereignissen zu Änderungen kommen. Daher sollten Sie vor jedem Flug überprüfen, ob in Ihrem Flugraum Einschränkungen gelten. Viele Apps geben darüber Auskunft, am aussagekräftigsten ist jedoch die Karte Dipul des Luftfahrt-Bundesamts.
- Spotter: Wenn Sie mit einer Videobrille fliegen wollen, benötigen Sie einen Spotter. Diese zweite Person – etwa ein Freund oder ein Familienmitglied – überwacht den Luftraum und warnt Sie, wenn sich Objekte nähern.
Wie viel sollte eine gute Drohne kosten?
Die Preise für gute Drohnen hängen davon ab, was Sie mit ihr machen möchten und wie viel Flugerfahrung Sie besitzen. Günstige Einsteigermodelle sind bereits ab etwa 300 bis 500 Euro erhältlich. Drohnen mit einer guten Bildqualität und langen Flugzeiten kosten etwa 800 bis 1.500 Euro. Im Premium-Segment kosten hochwertige Drohnen 2.000 Euro und mehr. Sie besitzen oft mehrere Kameras, hochwertige Gimbals und professionelle Zusatzfunktionen. Für Hobbypiloten, die gelegentlich fliegen möchten, ist die mittlere Preisklasse meist vollkommen ausreichend. Wer seine Drohne intensiv nutzt oder professionelle Luftaufnahmen anstrebt, sollte eher zu den teureren Modellen greifen, da diese robuster und leistungsfähiger sind.
Wie viel Reichweite hat eine gute Drohne?
Die meisten modernen Drohnen nutzen 5-GHz-Funkverbindungen und erreichen damit eine theoretische Reichweite von etwa 5 bis 10 Kilometern. In der Praxis fällt diese Angabe durch Hindernisse wie Bäume, Gebäude und andere Funkgeräte jedoch oft erheblich geringer aus, etwa in städtischen Gebieten mit vielen Hindernissen als auf freiem Land oder am Meer. Für die meisten Privatpiloten und Hobbyfilmer sind 3 bis 5 Kilometer Reichweite vollkommen ausreichend, um beeindruckende Luftaufnahmen zu machen. Überprüfen Sie allerdings immer die geltenden Vorschriften. In Deutschland müssen Sie etwa eine maximale Flughöhe von 120 Metern und eine Sichtlinie einhalten.
Wie lange ist die Flugzeit einer Drohne?
Die Flugzeit einer Drohne variiert stark je nach Modell und Betriebsbedingungen. Kleine FPV-Drohnen fliegen in fünf bis zehn Minuten ihren Akku leer, während die meisten anderen auf etwa 20 bis 30 Minuten kommen. Premium-Modelle können bis zu 45 bis 55 Minuten in der Luft bleiben. Allerdings sollten Sie berücksichtigen, dass diese Werte unter idealen Bedingungen ermittelt wurden. Bei Windgängen, aggressivem Flugverhalten oder niedrigeren Temperaturen sinkt die Flugzeit deutlich. Um ganztägig fliegen zu können, ist es sinnvoll, mehrere Batterien zu kaufen und diese unterwegs zu wechseln.