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Gesellschaft für deutsche Sprache: "Flüchtlinge" ist Wort des Jahres 2015

Aus 2500 Vorschlägen hat die Gesellschaft für deutsche Sprache das Wort des Jahres gekürt. Bei den Anforderungen an das Wort müsste der Jury die Wahl 2015 eigentlich leicht gefallen sein.

Ein Flüchtling hat sich in eine Decke gehüllt

Ein Flüchtling wartet in eine Decke gehüllt in Slowenien auf seine Weiterreise Richtung Österreich (Archivbild vom Oktober 2015)

"Flüchtlinge" ist zum Wort des Jahres 2015 gekürt worden. Es sei stark im deutschen Wortschatz verankert und stehe für das zentrale Thema, begründete die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden am Freitag die Entscheidung. Die Jury hatte aus rund 2500 Vorschlägen einen Begriff gewählt, der das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben eines Jahres sprachlich besonders bestimmt hat.

Auf Rang zwei landete "Je suis Charlie", der weltweite Solidaritätsslogan nach dem Terroranschlag am 7. Januar auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" in Paris. Auf Rang drei folgte "Grexit", das Wortgebilde für die Diskussion um einen Austritt des krisengeschüttelten Griechenland aus der Eurozone.

Nachfolger von "Lichtgrenze"

2014 war die Berliner "Lichtgrenze" zum Mauerfall-Jubiläum das Wort des Jahres. Den sprachlichen Nerv der Zeit hatten in den Jahren zuvor - nach dem Urteil der Jury - die Abkürzung GroKo (2013), die Rettungsroutine (2012) und der Stresstest (2011) getroffen.

tkr / DPA
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