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Graphic Novel: Nick Cave – der Mann fürs Schwarze

Reinhard Kleist bildet in einem furiosen Comic das Leben und Leiden von Nick Cave nach. Der Musiker, der seit Jahrzehnten treue Fans hat, tourt ab Oktober durch Deutschland. Seine Konzerte sind ausverkauft.

Von Matthias Schmidt

Nick Cave und seine Band

Nick Cave, gezeichnetes Genie. Hinter ihm seine Band Birthday Party: Tracey Pew, Rowland S. Howard und Mick Harvey (v.l.n.r.).

Wir sind eine Band aus . Ach, wirklich? Macht ihr was mit Didgeridoos?

Aller Anfang ist schwer, auch der von . Mit Punkrock wollte er in den 70er Jahren der Enge seines Heimatkaffs Warracknabeal entkommen. Heute ist er Rockstar und wird weltweit für seine Talente verehrt: als Komponist und Schauspieler, Autor von Drehbüchern und Romanen. Auf dem Weg dorthin musste Cave seine Dämonen bezwingen. Das Sterben seines Vaters, die Heroinsucht, zuletzt der Tod des 15-jährigen Sohnes. Ein Leben voller Schmerz und Schwärze, nun eingefangen in einer Comic-Biografie, so mitreißend und fiebrig wie ein guter Cave-Song.

Nick Cave, lebende Legende

Gelungen ist dieses Kunststück Reinhard Kleist. Der Berliner, Jahrgang 1970, hat vor ein paar Jahren schon mit einer Graphic Novel über Johnny Cash Aufsehen erregt. Die Rechte an "Cash – I See A Darkness" wurden in 27 Länder verkauft, nach Brasilien, Israel, Indonesien.

Nick Cave

"The Road to God Knows Where", eine frühe Studie für den Comic "Mercy on Me".


Für sein neues Werk hat er viel Cave gelesen und gehört sowie mit Weggefährten gesprochen. Und er hat den Meister mehrmals persönlich getroffen. "Meine ersten Konzepte bedachte er nur mit einem 'Ist in Ordnung'", erinnert sich Kleist. "Was mir schnell klarmachte, dass ich einen anderen Weg gehen musste. Mythologischer, legendenhafter." Und so betet Kleist eben nicht chronologisch eine Vita herunter, sondern verwebt in einem fast rauschhaften Zeichenstil in Schwarz und Weiß die Kunst und die Gedankenwelt von Cave mit seinem Werdegang.

Auch der Takt der Veröffentlichung passt: Cave feiert im September seinen 60. Geburtstag und tourt ab 7. Oktober durch . Zudem klärt Kleist die Frage, warum Nick Cave singt. Weil er anfangs kein Instrument spielen konnte. 


Themen in diesem Artikel
Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo