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Matthias Politycki: "London für Helden": Die etwas andere Kneipentour

Matthias Politycki trinkt ganz gerne Bier. Und er findet London klasse. Da liegt es nahe, beides zu verbinden und durch die Kneipen der englischen Hauptstadt zu ziehen. Herausgekommen ist "London für Helden", ein Pubführer der etwas anderen Art, böse, aber witzig.

Die Fassade ist oft unscheinbar, die Inneneinrichtung gruselig. Trotzdem oder gerade deswegen gibt es in London an jeder fünften Straßenecke einen Pub - für Matthias Politycki "der urenglische Ort schlechthin". Er muss es wissen, er hat die Kneipenlandschaft der englischen Hauptstadt so systematisch erkundet wie kein anderer vor ihm und auch das Angebot aus den Zapfhähnen dort: Ale um Ale hat er sich bei einem ausdauernden "Pubcrawl" quer durch die Stadt getrunken, bei dem er sich für kein Bier zu schade war und schmeckte es noch so widerlich. Es war ein inspirierendes Erlebnis, wie "London für Helden" beweist, das Buch, das Poltitycki darüber geschrieben hat.

Es ist frei von jeder Katerstimmung, im Gegenteil beschwingt und witzig, eine ironisch gebrochene Hymne auf die Londoner Pubs, reimfrei, aber in Versform. Ein Loblied auf das englische Bier singt der Schriftsteller allerdings nicht: Er nennt es "das traurige Gesöff für Menschen, die auch beim Essen kaum über fish and chips rausgekommen sind".

Es schmeckt nach verranztem Murmeltier

Englands Bierlandschaft ist jedenfalls bunt, und schon die Namen haben oft Unterhaltungswert: "Ridley's Witchfinder" hat Politycki genauso runtergespült wie ein "Titanic Iceberg", ein "Goosinator" oder ein "Double Chocolate Stout". Umwerfend fand er es selten: Bei einem der Biere war er sich nicht sicher, ob es im Abgang, nach "verranztem Murmeltier, 'nem räudigen Kater oder nach Ziegenbock" schmeckt.

Ein anderes erinnerte ihn an "feuchte alte Feudel, die man nachm Wischen nie or'ntlich ausgewaschen hatte", das nächste an "'ne Art Altbierbowle für Schnabeltassentrinker". In diesem angenehm schnöseligen Tonfall geht es über fast 100 Seiten.

Nett ist das nicht gegenüber englischen Bierliebhabern, aber nett will Politycki auch gar nicht sein. Sein "London für Helden" ist eine Satire, die sich lustig macht, über Brauereien, die in ihren Werbesprüchen große Töne spucken, aber geschmacklich wenig zu bieten haben. Bierernst gemeint ist sie nicht. Polityckis Fazit ist versöhnlich: "Nein, ein Freund des englischen Bieres bin ich, weiß Gott, bei diesem Selbstversuch nicht geworden. Ein Freund der Stadt und ihrer Bewohner hingegen schon."

Andreas Heimann/DPA / DPA
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(