Nach abgesagter Lesung Nobelpreisträgerin Müller wie geplant bei Buchmesse

Die frischgebackene Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller ist offenbar doch nicht schwer erkrankt. Es heißt, sie habe lediglich einen leichten Infekt. Müller hatte eine lang geplante Lesung in Essen krankheitsbedingt abgesagt. Ihre Termine auf der Buchmesse in Frankfurt will sie aber einhalten.

Die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller ist entgegen anderslautender Berichte nicht schwer erkrankt. "Sie hat lediglich einen leichten Infekt und ist etwas mitgenommen durch die Aufregungen der vergangenen Tage", sagte Christina Knecht, Sprecherin des Hanser Verlags, auf der Frankfurter Buchmesse am Mittwoch. Alles andere sei "absoluter Quatsch". Sie sei in einem Hotel in Frankfurt und werde versuchen, ihre Termine auf der bis zum Sonntag dauernden Messe einzuhalten.

Die frisch gekürte Literaturnobelpreisträgerin hatte am Dienstagabend eine lange geplante Lesung in Essen kurzfristig abgesagt. Die Schriftstellerin sei "schwer erkrankt", hatten die Organisatoren von der Buchhandlung Proust erklärt. Müller sei am Montag "zusammengeklappt", hieß es. Die aus Rumänien stammende deutschsprachige Schriftstellerin hatte am vergangenen Donnerstag den diesjährigen Literaturnobelpreis zugesprochen bekommen. Müller werde versuchen, ihre Termine zu den Lesungen aus ihrem neuen Roman "Atemschaukel" alle wahrzunehmen, sagte Knecht.

Mehrere Termine auf der Buchmesse

Bei der Pressestelle der Frankfurter Buchmesse war von einer Erkrankung der Autorin am Dienstagabend nichts bekannt. Herta Müller wird von Mittwoch an zu mehreren Terminen auf der Messe erwartet. Die Organisatoren der Lesung in Essen erklärten, Müller habe am Dienstagnachmittag kurzfristig wegen der Erkrankung abgesagt.

Wegen des großen Publikumsinteresses war die Essener Lesung in ein Kino mit 1500 Sitzplätzen verlegt worden. Die Buchhandlung bemühe sich um einen neuen Termin. "Herta Müller ist diese Lesung sehr wichtig", erklärten die Veranstalter. Die Schriftstellerin hatte im Filmhaus "Lichtburg" aus ihrem neuen Roman "Atemschaukel" vorlesen wollen.

DPA DPA

Mehr zum Thema

Newsticker