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Kultur und Corona Ein bisschen wie im Sexkino: Guckloch-Theater macht Aufführungen möglich

Sehen Sie im Video: Theater entwirft Bühne, auf der trotz Corona gespielt werden kann.




Bei Kabinen und Gucklöchern denkt man eher nicht an Theaterkunst. Das ungewöhnliche Zuschauen durch Briefschlitze und Gucklöcher hier im japanischen Nagoya ist der Corona-Pandemie geschuldet. Das Moonlight Mobile Theater verwendet eine kreisförmige Bühne. Das Publikum beobachtet die Aufführung hinter geschlossenen Türen, erklärte der künstlerischer Leiter Nobuyoshi Asai: "Natürlich haben einige Zuschauer gesagt, dass es ungewohnt ist oder dass ihre Rücken müde werden. Aber mehr als 90 Prozent waren positiv gestimmt und zufrieden. Viele haben diese Art des Zuschauens noch nie gesehen und sagten, sie seien dadurch viel tiefer in Aufführung eingetaucht." Asais Kompanie hatte das Konzept im letzten Jahr entwickelt, nachdem sie die meisten Shows aufgrund der Coronavirus-Pandemie absagen musste. Die Idee funktioniere gut, sagte Asai. Seien Gruppe plane weitere Produktionen. Kostendeckend ist der Betrieb jedoch nicht. Bei maximal 30 Zuschauern sei man auf Subventionen der Regierung und anderen Organisationen angewiesen.
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Nicht nur in Deutschland leidet die Kultur-Szene besonders unter der Corona-Pandemie. Mit einem besonderen Zuschauer-Konzept kann eine Theatergruppe in Japan weiter vor Publikum auftreten.

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