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"Der Baader Meinhof Komplex": RAF-Film nimmt weitere Hürde für Oscar

Nach dem deutschen Sensationserfolg 2007 von "Das Leben der Anderen" können nun auch Bernd Eichinger und Regisseur Uli Edel auf den Preis hoffen: "Der Baader Meinhof Komplex" hat eine weitere Hürde im Rennen um den Oscar in der Kategorie "bester nicht englischsprachiger Film" genommen.

Das deutsche RAF-Drama "Der Baader Meinhof Komplex" hat eine weitere Hürde im Oscar-Rennen mit Erfolg genommen. Wie die Filmakademie in Hollywood am Dienstag mitteilte, konnte sich die Bernd Eichinger-Produktion, bei der Uli Edel Regie führte, auf einer Liste von neun ausländischen Filmen platzieren.

65 Länder hatten in diesem Jahr einen Film ins Rennen um den Oscar in der Kategorie bester nicht englischsprachiger Film eingeschickt. Mitglieder der Academy of Motion Picture Arts and Sciences haben daraus nun die "Shortlist" mit neun Favoriten ausgewählt.

Hochklassige Konkurrenz

Aus diesem Pool werden an diesem Wochenende von Oscar-Gremien in New York und Los Angeles fünf Kandidaten für die Endrunde bestimmt. Die Nominierungen in allen Kategorien werden am 22. Januar bekanntgegeben. Die Vergabe der Filmtrophäen geht dann am 22. Februar zum 81. Mal über die Bühne.

Der deutsche Beitrag tritt gegen Filme aus der Türkei, Österreich, Kanada, Frankreich, Japan, Mexiko, Schweden und Israel an. Der israelische Streifen "Waltz With Bashir" hatte sich bei der Vergabe der Golden Globes am vergangen Sonntag gegen die Konkurrenz, darunter auch "Der Baader Meinhof Komplex", durchgesetzt. Der dokumentarische Animationsfilm, der den Erlebnissen eines jungen israelischen Soldaten im Libanonkrieg 1982 nachgeht, ist unter Mitarbeit der deutschen Produzenten Gerhard Meixner und Roman Paul entstanden.

Erneuter Triumph?

In den vergangenen beiden Jahrgängen haben jeweils deutschsprachige Regisseure bei den Oscars triumphiert: 2007 war es Florian Henckel von Donnersmarck mit seinem Stasi-Film "Das Leben der Anderen", 2008 ging der Preis an den von Österreich eingereichten und mit Deutschland koproduzierten Film "Die Fälscher" von Stefan Ruzowitzky.

Folgende neun Filme befinden sich bisher im Rennen um den Oscar für den besten nicht englischsprachigen Film:
Für Österreich: "Revanche" von Götz Spielmann, aus Kanda kommt der Film "The Necessities of Life" von Benoit Pilon, als französischer Film ist nominiert "The Class" von Laurent Cantet. Für Deutschland geht "Der Baader Meinhof Komplex" von Uli Edel ins Rennen. Starke Konkurrenz kommt aus Israel mit dem Film "Waltz with Bashir" von Ari Folman. Aus Japan kommt "Departures" von Yojiro Takita, aus Mexico, "Tear This Heart Out" von Roberto Sneider, aus Schweden "Everlasting Moments" von Jan Troell und schließlich ist noch ein Beitrag aus der Türkei im Rennen, "3 Monkeys" von Nuri Bilge Ceylan.

DPA / DPA