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TOURNEE: Die letzte Göttin

Wo sie ist, ist vorne: Madonna startet zur Welttournee und zeigt diese Woche bei vier Konzerten in Berlin, dass es zurzeit keinen größeren Star auf der Erde gibt als sie selbst, Madonna

Von Jochen Siemens

Barcelona, Samstagabend, es ist wie eine Rückkehr. Und es ist wieder eine andere Madonna. Im Schottenrock und mit einer E-Gitarre um den Hals stellt sie sich vor die 18 000 Zuschauer ihrer Tour-Premiere, wortlos, fast schüchtern, aus den Lautsprechern kommt »Ray of Light«. Im Publikum Tausende Mädchen im Madonna-Look, manche im Cowgirl-Dress, andere in der »Like A Virgin«-Schlampen-Mode, es gibt ja genug Madonnas zum imitieren. Dann Szenenwechsel, Madonna in Geisha-Kleidern, an einem Seil über die Bühne schwebend, irgendwie surreal, wie ein Bild aus dem Film »Matrix«. Dann Madonna mit einem Säbel, theatralisch kämpft sie gegen ihre zehn Tänzer an, nimmt ein Gewehr und tut so, als würde sie einen davon erschießen.

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Die Botschaften sind deutlich: Es gibt immer noch einen Grund, Madonna zu sein. Es gibt immer noch Männer, die zu besiegen sind, und es gibt immer noch eine Welt, die zu provozieren ist. Doch die Inszenierung ist versöhnlicher als in früheren Konzerten, halb Performance, halb Rückblick. Sie spricht wenig zwischen den Stücken, mal ein »Motherfucker« mal ein »Hello Barcelona«, vor der Bühne steht ihr Mann Guy Ritchie und schaut lächelnd zu ihr hoch. Hinter der Bühne werden ihre beiden Kinder betreut, die Ritchie-Ciccones auf Familienausflug, sie singt »Holiday«, ihren ersten Hit aus den 80er Jahren, und aus dem Publikum wird ein Meer tanzender und hopsender Teenager. Madonna dirigiert die Show. Singt »La Isla Bonita« mit ein paar Worten Spanisch, sie hat jeden der 18 000 fest im Griff. Sie würden allein weitersingen, auch wenn sie einfach ginge. Dann kehrt Ruhe ein auf der Bühne – Madonna als Cowgirl, auf Strohballen sitzend, fast wie ein Straßenmusiker mit Gitarre. Dahinter, auf einer Video-Leinwand, ein Bilder-Stakkato aus fast 20 Jahren Madonna, ihre Biografie als Video-Clip. Nach zwei Stunden, 21 Songs und einer Art Kreuzfahrt durch ihre musikalische Geschichte, ist die Show vorbei und die Botschaft angekommen: Es gibt immer noch einen Grund, Madonna zu sein.

Es ist das Unerwartete, das einen irritiert, wenn man ihr dann gegenübersteht. Sie ist klein, 1,54 Meter, und man schaut in ein Gesicht hinunter, in dem alle Muskeln angespannt sind. Sie lauert einen Moment, und bevor man etwas sagen kann, ist sie dabei, einem die Worte aus dem Mund zu holen. Dabei verfolgen ihre braunen Augen jede Regung, und sie kann einen verdammt lange anschauen, ohne die Lider zu senken. Man holt noch mal Luft, aber sie hat das Aufschlagsspiel der Unterhaltung längst auf ihrer Seite. Das amüsiert sie, und sie lächelt, wenn sie dann anfängt, Fragen zu stellen. Manchmal hat sie auch keine Lust zu reden und gibt als Antwort auf dumme Fragen Sätze wie Wellpappe von sich – »Ich hatte eben Lust zu experimentieren«. Vor kurzem saß sie bei Thomas Gottschalk auf der »Wetten dass...?«-Couch, und nachdem der drei nervöse Scherze gemacht hatte, fragte sie: »Wollen wir jetzt mal über was Vernünftiges reden?« So ist das mit Madonna, sie verlangt viel. Der deutsche Regisseur Uli Edel erklärte nach Dreharbeiten mit ihr: »Man kommt sich vor wie ein Dompteur in einem Käfig mit einer sehr hungrigen Löwin. Man überlegt die ganze Zeit ob, sie zuerst durch den Feuerring springt und einen dann auffrisst, oder ob sie es gleich tut.«

Wer Madonna anschaut, dessen Blick landet immer wieder bei der kleinen Zahnlücke, die ihre Schneidezähne teilt. Löst man die Augen von diesem zentralen Punkt ihres Gesichts, staunt man über ihre muskelbepackten Oberarme. Es gibt kaum Menschen, die normal und gelassen bleiben, wenn Madonna in ihre Nähe kommt. Prinz Charles fing bei einem Mittagessen plötzlich an, Salatblätter durch die Gegend zu werfen, weil er dachte, neben Madonna müsse man unbedingt etwas Verrücktes tun.

So war es auch in Deutschland, als vor einigen Wochen überraschend erklärt wurde, dass Madonna in Berlin Konzerte geben würde. Über Nacht tobte im Internet ein glühender Handel um die wenigen Karten, vor den Verkaufskassen legten sich im Morgengrauen 14- und 44-Jährige in Schlafsäcke, um an eine Karte für 250 Mark zu kommen – eine Rekordsumme. Der Veranstalter meldete nach wenigen Stunden Ausverkauf.

Gegen sie kommt keiner an

Auch Elton John und AC/DC werden noch in diesem Sommer Konzerte geben, aber was ist das gegen Madonna, die Göttin? Wer sonst ist im Pop-Himmel noch so unantastbar, so ein Gesamtkunstwerk wie sie? Whitney Houston strauchelt im Kokain-Gerücht. Mariah Carey wirkt mehr wie die Imitatorin einer Diva, und bei Jennifer Lopez hört sich jeder Song wie eine Kopie des vorangegangenen an. Madonna ist in einer Zeit mit saisonalen Superstars die Richtschnur, ist Pop-Geschichte und Bekenntnis zugleich. Fragt man die Mädchen, die nachts in Berlin um die Karten Schlange stehen, antworten sie aus ihrem Leben : »Madonna hat alles das gemacht, was wir gern machen würden. Sie hat sich die Jungs genommen, die sie wollte; sie hat sich angezogen, wie sie wollte, und nun hat sie zwei Kinder bekommen, die sie wollte«, erzählen sie. Und »es reicht, auf eine neue Madonna-CD zu warten, um zu wissen, was in und was hip ist«. Madonna zu hören und zu mögen ist wie gut angezogen zu sein. Sie kann fünf Stunden auf der Bühne stehen, und es gibt keinen Song, der nicht irgendwo die Lebensgeschichte der 14- und die der 44-Jährigen streift.

Doch Nostalgie reicht nicht aus, die Anziehungskraft dieser einstigen Kuchenverkäuferin, die mit 19 nach New York zog, zu beschreiben. Wenn Madonna auf die Bühne geht, ist die öffentlichste Biografie der Welt zu betrachten, ein Kunstwerk Leben, auf das so viele ihr eigenes Werden projiziert hatten und haben. Kaum ein anderer Star hat sich so weit über die übliche Verfallszeit im Pop-Geschäft gehalten und, bis in die Mutterschaft, immer wieder erneuert. Künstler wie Prince, Michael Jackson oder George Michael haben sich im eigenen Ruhm verheddert. Madonna ist jedes Jahr größer und unantastbarer geworden.

»Ich bereue nichts«

Heute ist sie der erfolgreichste weibliche Pop-Star aller Zeiten, und es ist die emotionale Kraft ihrer biografischen Berg-und-Talfahrt, die sie so anziehend macht. Kaum ein anderer Star hat die Phasen des Erwachsenwerdens und des Starseins mit all ihren Versuchungen, Verführungen und Fehlern so offensiv vorgeführt wie sie. Grenzenlos exhibitionistisch in ihrem Buch »Sex«, beinahe dilettantisch in fast all ihren Filmen: »Ich war furchtbar bockig, und ich war furchtbar naiv«, sagt sie heute, »aber ich musste all diese Sachen machen, um dahin zu kommen, wo ich heute bin. Ich bereue nichts, auch wenn es manchmal peinlich ist, Dinge zu sehen, die ich gemacht habe. Aber dann mag ich wieder die Person von früher. Sie hat mich zu der gemacht, die ich heute bin.«

Es wäre zu simpel, in Madonna eine frühe Lara Croft des Pop zu sehen, eine Soldatin der Weiblichkeit, die sich eben mit allen Waffen, auch denen der Frau, durch eine männerdominierte Unterhaltungsindustrie schlägt. Die jetzt in den USA erschienene Biografie von Randy Taraborrelli »Madonna« (ab Oktober bei Hoffmann&Campe) erzählt gründlicher als je zuvor von einer Frau, die auf dem schmalen Grat zwischen Nehmen und Sich-Hergeben versucht, die Balance zu halten, und deren Drang, gleichzeitig ein Weltstar, Geliebte und Mutter zu werden, mit der Wirklichkeit kollidierte.

Wie Marilyn Monroe

Manchmal nahe am Größenwahn, sah sich Madonna in den 80er Jahren als Wiedergeburt von Marilyn Monroe, und noch heute lesen sich Teile ihres Lebenslaufes wie eine umgekehrte Kopie der Monroe-Biografie. »Der größte Einfluss auf Madonnas Karriere war das Leben der Monroe«, schreibt Taraborrelli. Da verwundert es nicht, wenn der Biograf erstmals die Affäre mit John Kennedy jr. enthüllt, beinahe so, als wollte Madonna die Monroe-Kennedy-Affäre mit dem Sohn des Präsidenten wiederholen. »John-John« und Madonna trafen sich 1988, und es gehörte zu Madonnas hedonistischer Kultur, dass sie sich nicht einfach küssten, sondern ihren Sex zelebrierten. Wenn Kennedy junior die Tür seines New Yorker Apartments aufschloss, hörte er ein Kichern aus dem Schlafzimmer und fand die damals 30-Jährige nackt und in Frischhaltefolie gewickelt auf seinem Bett. Knirschend wand sie sich, an manchen Stellen war Erdnussbutter auf der Folie, die er dann, ja, verspeiste. Laut Taraborrelli hat Madonna die Geschichte noch nicht einmal dementiert, sondern nur korrigiert: »Weiß einer, wie fett Erdnussbutter macht? Fettarme, geschlagene Sahne, ja. Aber keine Erdnussbutter.«

Größten Widerstand leistete damals Mutter Jackie Kennedy, die ihren John-John nicht an der Seite einer Pop-Schlampe sehen wollte, die zudem noch mit dem Hollywood-Hauer Sean Penn verheiratet war. Die Affäre mit Kennedy junior endete nach einem Jahr, »weil Madonna von der ganzen Sache gelangweilt war«, wie Taraborrelli schreibt. Nur die Obsession Monroe blieb. Heimlich reservierte sich Madonna schon vor Jahren die Grabstelle neben der Legende. Die andere Seite, sagt »Playboy«-Chef Hugh Hefner, habe er für sich gekauft. Doch all die wilden Geschichten, die beinahe hysterische Barriere, die Madonna mit ihrem fast pornografischen Sex-Buch vor sich aufbaute, haben heute nicht mehr die Gischt des Skandals. Sie sind Jahresringe im Leben einer Frau, die sich immer das nahm, was sie wollte, Irrtümer eingeschlossen.

Forscht man in Madonnas Leben nach den Motiven ihres Drangs nach oben, findet man früh einen Verhaltensbauplan, der heute Millionen von Teenagern in den Bann gezogen hat: ein Star zu werden, um auszubrechen. Auszubrechen aus der sittenstrengen amerikanischen Familie, auszubrechen aus einer Welt, die keine Zukunftsideen hat, außer, dass alles so bleiben soll, wie es ist. Als Madonna fünf Jahre alt war, starb ihre Mutter an Krebs, und Vater Tony Ciccone zog die Fesseln der katholischen Moral in der Kleinstadt Bay City in der Nähe von Detroit noch enger um seine Tochter, und die Tochter versuchte um so mehr zu entfliehen.

Gegen alle Konventionen

Madonna verstand früh, dass Sex etwas mit Macht zu tun hat und dass die dominante Männer- und Väterwelt hier ihren schwächsten Punkt hatte. Mit 20, gerade ein Jahr in New York, ließ sich Madonna zum ersten Mal nackt fotografieren, weil sie, wie sie sagte, das Geld brauchte, aber auch, um auszuprobieren wie viel Einsatz wie viel Wirkung erzeugen könne. Auch in ihren Videos wie »Papa Don?t Preach« oder »Like A Prayer« spielte sie immer wieder damit, die Grenzen eines Mädchenlebens umzuwerfen. Eine ganze Generation von Teenie-Stars, allen voran Britney Spears und Christina Aguilera, sagt heute, dass Madonna die Blaupause ihrer Karriere war. Nachmittage lang probte Britney Spears im Wohnzimmer vor MTV mit der Haarbürste in der Hand jede Madonna-Pose bis ins Detail, und es verging kein Tag, an dem Britney nicht den Ausbruch in die Berühmtheit versuchte. Dass sie heute dagegen fast aufdringlich Mama, Papa und ihre Jungfräulichkeit anpreist, ist dreist geflunkert und zeigt nur, dass Britney Spears von Madonna nur das Abbild, nicht aber das Wesen verstanden hat.

Denn zum Wesen des Madonnaschen Machtsystems gehört, sich nie vereinnahmen oder benutzen zu lassen. Sie hat nur zwei Songs im Duett mit anderen Stars aufgenommen. Bis auf ihren Auftritt beim weltweiten Live-Aid-Konzert 1985 und einem Werbespot für US-Jugendliche, doch bitte zur Wahl zu gehen, hat sich Madonna immer aus allem, was nach Politik roch, herausgehalten und sich auch dagegen gewehrt, den feministischen Karren zu ziehen. Die amerikanische Frauenrechtlerin Camille Paglia bejubelte 1996 Madonnas Entscheidung, ein Kind von ihrem Freund und Trainer Carlos Leon zu bekommen, aber mit Carlos nicht weiter zusammenzuleben. Madonna sei nun Vorbild für alle Frauen, die sich nicht an einen Mann ketten wollten. »Was soll das?«, konterte Madonna wütend. »Als ob ich die erste Frau der Welt bin, die schwanger ist, ohne verheiratet zu sein.« Und so passt auch die Mutterrolle in das Prinzip ihres Schaffens – etwas Neues probieren, um es zu lernen. Drei Jahre später, schon liiert mit dem britischen Regisseur Guy Ritchie, sagt sie: »Mein zweites Kind wird nicht ohne Vater aufwachsen. Ich habe gelernt, wie anstrengend es ist, die ganze Verantwortung allein zu tragen.« Wieder ein Stück öffentlicher Lebenslauf.

Die Macht Madonna – sie hat mehr Top-Ten-Songs als die Beatles, sie hat über 120 Millionen Alben verkauft, sie wird auf etwa eine Milliarde Mark geschätzt, ihre Grammy- und MTV-Auszeichnungen sind kaum noch zu zählen, sie ist unter anderem Inhaberin der Plattenfirma »Maverick«, und jede ihrer Gesten wird weltweit von Teenagern als Signal verstanden. In den 80er Jahren kultivierte sie den Schlampen-Look mit Kruzifix, in den 90ern machte sie »Blond« zu einem Statement, und wenn sie auf dem Cover ihres Albums »Music« einen Cowboyhut trägt, sind in Paris, London und New York Cowboyhüte ausverkauft. Modehäuser wie Gucci oder Versace stopfen sie mit Kollektionen voll – »es ist unbezahlbar, wenn sie auf CNN drei Minuten eine von unseren Lederjacken trägt«, sagt Gucci-Designer Tom Ford. Man könnte jetzt erzählen, dass Madonna Salat grundsätzlich mit den Händen isst, was sie tut, und in Millionen Haushalten würden vermutlich die Tischmanieren zusammenbrechen. Ihr gehören Häuser in London, New York, Miami und Los Angeles. Doch trotz ihres Reichtums beschreiben Freunde sie als beinahe geizig. Madonna selbst schaltet jedes Licht aus, das nicht gebraucht wird, ihrer Hausangestellten stopft sie einen Stapel Rabatt-Coupons in die Tasche, um im Supermarkt ein paar Dollar zu sparen, und Freunde dürfen von ihrem Telefon nur Ortsgespräche führen. Gefürchtet ist sie auch in Hotels, wenn sie an der Rezeption jede Zahl auf der Rechnung hinterfragt. Leben ist für sie Ökonomie. Guy Ritchie gestand einmal lächelnd, dass es anstrenged sei, mit einer Frau zu leben, die nicht vor zwei Uhr ins Bett geht und morgens um sechs im Internet forscht, wo auf der Welt etwas über sie geschrieben wurde.

Avantgarde für den Mainstream

Doch genau diese kreative Ökonomie ist auch der Kern ihrer musikalischen Genialität. Es wäre ein Irrtum, Madonna für eine musikalische Erfinderin zu halten, ihre Alben waren nie eine Revolution, aber immer eine Sensation. Kein anderer Popstar verfügt über ein so feinsinniges Gespür, musikalische Avantgarde für den Mainstream stubenrein zu machen, wie Madonna. Sie hat sich nie wiederholt, sondern immer wieder in den Kellern der Klubs und auf den Tanzflächen des Nachtlebens den DJs genau zugehört, welche Stile und Techniken da hervorkommen, um sie dann für sich zu destillieren und neu zusammenzubauen. Das aktuelle Album »Music« ist vielleicht das intelligenteste, aber auch perfideste Ergebnis des Madonna-Stils. Es war ihr Mut zum Risiko, dafür den französischen Avantgarde-Pop-Produzenten Mirwais zu holen. Der Tüftler und der Pop-Star – gegensätzlicher hätten die Pole nicht sein können. »Ich hab im Studio oft gesagt, es reicht jetzt, der Song ist fertig, wir gehen nach Hause. Aber Mirwais blieb vor seinem Computer sitzen und mischte neu.« Man muss »Music« ein paar Mal hören, um hinter die verzweigten Finessen zu kommen und zu spüren, wie sich jedes Stück um den musikalischen Zeitgeist legt und den Rhythmus des Alltages 2001 orchestriert. »Die wahre Macht der Popmusik ist, dass sie ein Spiegel der Gesellschaft ist. Man kann die Charts der vergangenen Jahre lesen und weiß, was die Menschen gedacht haben«, schreibt Taraborrelli. Und wie der Spiegel gehalten wird, bestimmt Madonna. »Music makes the people come together. Music makes the Bourgeoisie and rebel«, singt sie und beschreibt damit eine Art Musik der neuen Mitte, Rot-Grün auf CD sozusagen. Eine Perfektion, die sogar manchen Kritiker machtlos und wütend machte, »diese neureiche Vernutzung von Menschen und ihren Ideen. Heerscharen von Bands, Musikern und Produzenten scheinen sich in den Klubs dieser Welt nur deshalb zu mühen, um in einem gigantischen Feldversuch herauszufinden, was einer Madonna bei der nächsten CD von Nutzen sein könnte«, ärgerte sich die »Süddeutsche Zeitung«.

In den Tagen, als Madonna »Music« im Studio produzierte, saß sie einmal mittags mit Freunden in einem Restaurant. Es sei schon bitter, klagte die Göttin, dass sie nun Radiozeit mit Britney Spears oder Christina Aguilera teilen müsse. Sie, Madonna. »Du kannst dich immer noch zurückziehen«, sagte eine Freundin, »du bist schon die Größte.« Madonna sah sie an und lachte. »Und dann? Was ist denn die Musikwelt ohne mich?«

Mitarbeit: Dirk van Versendaal, Hannes Ross, Gerhard Waldherr

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(