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Sven-Regener-Verfilmung: "Magical Mystery": Früher waren die Partys wilder

In der Sven-Regener-Verfilmung "Magical Mystery" gehen ein paar Freunde auf eine Rave-Tour durch Deutschland. Ein verrückter und bisweilen absurder Roadtrip.

Magical Mystery

Szene aus dem Film "Magical Mystery": Charly Hübner als Charlie/Karl Schmidt, Marc Hosemann als Raimund, Bastian Reiber als Basti, Jacob Matschenz als Holger, Detlev Buck als Ferdi, Leon Ullrich als Dubi und Sarah Bauerett als Anja (v.l.)


In den 90ern war Techno das große Ding. In riesigen Hallen wurde gefeiert, nächtelange Raves. Und wenn es nicht mehr weiterging, gab es diese niedlichen, bunten Aufputsch-Pillen. Im Film "Magical Mystery" geht es zurück in diese Zeit. Fünf Jahre sind vergangen, seit eine Gruppe Freunde ihre wildesten Partys erlebte.

Nun wollen sie an damals anknüpfen und gemeinsam auf eine Techno-Tour durch gehen. Lauter Technofreaks und ein labiler Ex-Künstler: "Magical Mystery oder Die Rückkehr des Karl Schmidt" nach einem Roman von Sven Regener ist ein verrückter Roadtrip, eine musikalische Zeitreise etwa mit Westbam oder Whirlpool Productions.

Raimund (Marc Hosemann) und Ferdi (Detlev Buck) gehörten zu den ersten Techno-Jüngern der 1980er Jahre. Seitdem sind viele Jahre vergangen. Es ist das Jahr 1995 und die beiden sind selbst zu Stars der Szene geworden mit ihrem Plattenlabel Bumm Bumm Records aus Berlin. Um ihr Geschäft zu promoten, wollen sie auf Rave-Tour gehen, mit Freunden von früher, aber auch mit Jüngeren. Anja und Dubi, Holger und Basti, Sigi, Schöpfi und Rosa. Doch wer soll den Tourbus fahren, wenn alle exzessiv feiern? Die Wahl fällt auf Karl, genannt Charly. Wegen Drogen und einem Nervenzusammenbruch beim Fall der Berliner Mauer kam der Künstler vor fünf Jahren in die Psychiatrie.

So mancher träumt sogar vom spießigen Familienglück

Nun ist er geläutert, lebt in einer betreuten Wohngemeinschaft und versorgt Zootiere. Karl will erst nicht mit, doch das Angebot ist doch zu verlockend und so trickst er seinen Betreuer (Bjarne Mädel) aus und haut von zu Hause ab.

Feldhusen nimmt die Zuschauer mit auf eine Zeitreise, die großen Spaß macht. Riesige Hallen mit Tausenden feiernden Menschen im wabernden Kunstnebel. Dazu harte Technobeats und der Wunsch nach Liebe, Frieden und Gemeinschaft. Gleichzeitig macht der Film unerbittlich klar: Alte Zeiten sind irgendwann vorbei und lassen sich nicht wiederholen. Auch wenn das Ambiente stimmt, ist doch alles anders. Nicht zuletzt, weil der Körper Grenzen setzt und nicht mehr so viel wegsteckt.

So mancher träumt sogar vom spießigen Familienglück mit Kind. Auch Rosa (Annika Meier) hat ihre Pläne und sinniert mit Karl in langen Gesprächen über das Leben. Zu seiner freudigen Überraschung ist sie nicht so oberflächlich, wie gedacht.

"Wie bei den Beatles, nur auf Rave"

Hübner spielt den labilen Karl mit wunderbarer Lakonie und Duldsamkeit. "Du musst uns nur fahren und ein bisschen auf uns aufpassen", haben ihm Raimund und Ferdi versprochen. Für die beiden hat die Tour eine tiefere Bedeutung. "Wir brauchen was für die Seele.

Geld ist nicht alles." Deshalb planen sie ihre "Magical Mystery"-Tour nach einem berühmten Vorbild: "Wie bei den Beatles, nur auf Rave". So gehen sie allesamt auf Sinnsuche, auf ihre Art. Sie stehen am DJ-Pult und legen auf, feiern, trinken, flirten, nehmen . Karl putzt unterdessen den Tourbus, pflegt zwei Meerschweinchen und sorgt dafür, dass alle irgendwie ins Hotel zurückfinden. Eine harte Aufgabe und doch der Weg zur Erkenntnis, dass es im Leben immer weitergeht, auch wenn die alten Zeiten längst vorbei sind.

Cordula Dieckmann, DPA

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo