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»PAKT DER WÖLFE«: Nebel, Mythos, Gruselschauer

Gruselschauer sind bei diesem Film garantiert. »Pakt der Wölfe« entführt den Zuschauer ins 18. Jahrhundert. Eine grausame Bestie hält ganz Frankreich in Atem.

Frankreich 1766: Grausam verstümmelte Leichen von Frauen und Kindern versetzen die Bevölkerung aus Gévaudan in helle Aufruhr. Da alle Hetzjagden auf diese mysteriöse Bestie erfolglos bleiben, schickt König Ludwig XV einen jungen Naturwissenschaftler - Samuel Le Bihan - in die Region. Gemeinsam mit einem kampferprobten Indianer - Mark Dacascos -versucht er, diesem dunklen Rätsel auf die Spur zu kommen. In dem historischen Abenteuerfilm »Pakt der Wölfe« entfaltet der französische Autor und Regisseur Christophe Gans eine packende Geschichte über Liebe, religiösen Fanatismus und politische Intrigen.

Eine zweihundert Jahre alte Legende

Die Story des Films basiert auf einer zweihundert Jahre alten Legende, wonach das Mysterium um die »Bestie von Gévaudan« nie geklärt wurde. Der Regisseur war begeistert, als ihm dieser Stoff zur Verfilmung angeboten wurde. »Seit den frühen Ursprüngen des Kinos sind in Frankreich niemals Monster-Geschichten verfilmt worden, obwohl sie Bestandteil unserer Literatur sind«, sagt Gans. »Wenn wir Europäer dem Hollywood-Kino etwas entgegensetzen wollen, müssen wir lernen, auch Genre-Filme mit visuellen Effekten zu produzieren.«

Internationale Spezialisten in einem Team

Um seine Visionen für »Pakt der Wölfe« umsetzen zu können, engagierte der Regisseur eine internationale Crew, zu welcher der dänische Kameramann Dan Laustsen, der aus Hongkong stammende Cutter David Wu sowie John Woos Stunt-Choreograf Philip Kwok gehörten. Mit der Gestaltung der Bestie beauftragte er die Künstler von Jim Hensons Creature Shop, die nach den »Teenage Mutant Ninja Turtles« und »Schweinchen Babe« für »Pakt der Wölfe« eine Furcht erregende Bestie kreierten, die mit Hilfe von animatronischen Tricks und Computer- generierten Effekten auf der Leinwand zum Leben erweckt wurde.

Während für die Großaufnahmen ein ferngesteuertes Modell eingesetzt wurde, entstanden sämtliche Totalen vor einer Blue-Screen im Londoner Studio. »Es ist für einen Schauspieler eine große Herausforderung, angemessen auf eine Bedrohung zu reagieren, die überhaupt nicht sichtbar ist«, sagt der preisgekrönte Kung-Fu-Kämpfer Mark Dacascos, der in der Rolle des naturverbundenen Schamanen seine atemberaubenden Martial-Arts-Künste unter Beweis stellt. »In «Pakt der Wölfe» geht es vor allem darum, wie Angst provoziert wird und Menschen ein armes Tier als Waffe missbrauchen«, betont der Regisseur. Eine Schlüsselrolle kommt dabei dem Indianer zu, der sich im Gegensatz zu den anderen Charakteren nicht für Macht und Geld interessiert. »Wenn wir schon Kindern Action-Kino servieren, halte ich es für wichtig, eine Figur in den Mittelpunkt zu stellen, die interessante Werte vermittelt«, resümiert Gans. Der »Pakt der Wölfe« kommt am 14. Februar in die deutschen Kinos.

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