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"Titanic 3D" im Kino Cameron kritisiert Geldmacherei mit der dritten Dimension


Geht es doch nicht nur um Kohle? 15 Jahre nach ihrem Kinodebüt sinkt James Camerons Titanic wieder. Der kanadische Regisseur hofft, die Geschichte in 3D "auf ein anderes Niveau heben zu können".

Rose und Jack sind wieder da: Das große Liebesdrama "Titanic" kommt nach 15 Jahren noch einmal ins Kino - diesmal als aufgemotzte Version für die Generation 3D. Und passend zum Filmstart wettert ausgerechnet James Cameron gegen den 3D-Trend. "3D-Filme haben einen schlechten Ruf, ganz gleich, ob es sich um neue Werke handelt oder um nachbearbeitete ältere Filme. Und diesen schlechten Ruf haben sie völlig zu Recht", sagte der kanadische Regisseur, dessen größter Erfolg der 3D-Film "Avatar - Aufbruch nach Pandora" ist, in einem Interview des "Kölner Stadt-Anzeigers" vom Montag. Zwar gebe es immer wieder positive Ausnahmen, zum Beispiel "Hugo" von Martin Scorsese, doch für "viele Studiobosse ist 3D vor allem eine Art, mit wenig Aufwand noch mehr Geld aus Altbekanntem rauszupressen".

Der 57-Jährige betonte, in 3D zu drehen sei ein "schöpferischer Vorgang", der die Anwesenheit eines Regisseurs erfordere. Seinen Erfolgsfilm "Titanic" bringe er nur aus einem einzigen Grund nachbearbeitet ins Kino, so Cameron: "Weil ich überzeugt war, gerade diese Geschichte mit 3D auf ein anderes Niveau heben zu können."

"Titanic" hatte 1997 alle Zuschauerrekorde gebrochen und wurde mit einem Umsatz von 1,8 Milliarden zum erfolgreichsten Film aller Zeiten - bis Regisseur Cameron selbst mit "Avatar" noch eins draufsetzte. Elf Oscars sollte der Film schließlich gewinnen, die bis dahin noch einigermaßen unbekannten Hauptdarsteller Kate Winslet und Leonardo DiCaprio wurden zu Superstars und starteten eine Weltkarriere.

jwi/DPA DPA

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