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Cannes 2015 - Tag 6: Welchen Namen Sie sich unbedingt merken sollten ...

Auf dem roten Teppich ist die Hölle los. Merken Sie sich den Namen Rooney Mara! Und eigentlich kein Wunder, dass Disney sich mit Nachtisch auskennt.

Von Sophie Albers Ben Chamo, Cannes

Dieser Tag hätte gern länger dauern können: Ein Treffen mir Rooney Mara, die Premiere vom neuen Pixar/Disney-Film "Inside Out", die Premieren-Party am Strand und Chloé...

Dieser Tag hätte gern länger dauern können: Ein Treffen mir Rooney Mara, die Premiere vom neuen Pixar/Disney-Film "Inside Out", die Premieren-Party am Strand und Chloé...

Rooney Mara sitzt auf dem Dach des Festival-Palastes auf einem Thron und schämt sich. "Es ist peinlich!", sagt sie. Aber damit für die Interviews die Kameraeinstellung stimmt - also das Meer im Hintergrund zu sehen ist - muss die Schauspielerin (beeindruckend im wunderschönen "Carol") eben auf einem extra erhöhten Stuhl sitzen. Und, fühlt sie sich nicht schon zu Tode fotografiert auf diesem Filmfest, wo eigentlich immer eine Linse auf sie gerichtet ist? "Oh ja, absolut. Aber das gehört eben dazu", sagt sie ohne jede Koketterie.

"Carol"-Regisseur Todd Haynes meint, Mara sei ihrer Kollegin Cate Blanchett sehr ähnlich. Und er erwartet ebenso Großes von ihr. Das scheint Mara nicht weiter zu beeindrucken, sie ist eh auf "dem Weg". Schon mit neun wusste sie, dass sie Schauspielerin werden will. "Aber ich wusste auch, dass ich kein Kinderstar sein will. Also musste ich warten."

Und so geht eine Premiere. Zumindest die vom neuen Pixar/Disney-Abenteuer "Inside Out": Das gemeine Volk, also alle außer die Stars des Films und special guests wie Eva Longoria und die ganzen Models, müssen hinter dieser Absperrung warten, bis sie loslaufen dürfen.

Geht die Schranke endlich hoch, tapert man den schnöden Asphalt entlang in Richtung Palast.

Vorbei an den Schaulustigen, die seit Tagen hier campieren, Trittleitern an Zäune ketten und wild zu rufen beginnen, sobald französische Stars auftauchen.

Endlich auf dem roten Teppich - kurz vorher muss man auch noch mal warten - geht der Selfie-Wahnsinn los. Und es ist wirklich keine Freude, denn niemand geht mehr, sondern alle stolpern übereinander oder bitten darum, sie doch zu fotografieren. Damit es nicht völlig ausufert, schwirren Teppich-Boys herum, die die selfie-nde Menge bittet weiterzugehen.

Les marches - der berühmte Aufstieg zum Palais des Festivals.

Drinnen wird es herzlich: begeisterter Empfang für die Filmschaffenden - also an diesem Abend Regisseur Pete Docter und Pixar/Disney-Chef John Lasseter.

Und nach den standing ovations - "Inside Out" ist wirklich sehr gut angekommen - geht es zur Party. Am Strand. Mit den besten Desserts der Stadt. Mehr Schokolade geht nicht.

News des Tages:

- Warum Veronica Ferres hier ist? Weil sie für ihren neuen Film "Salt and Fire" (Regie Werner Herzog!) wirbt.

- Warum Robbie Williams hier ist? Weil er auf der Chopard-Party (mit dem Thema "Gold") einen Privatauftritt gibt.

- Warum Paris Hilton hier ist? Weil sie ihrem neuen Freund das Leben wie Gott in Frankreich zeigen will? Oder doch eher, weil sie Aufmerksamkeit für ihr neues Unterwäsche-und-Unterwerfung-Musikvideo braucht? "High Off my Love".

Ein Gesicht in der Menge:

Chloé, 28, aus Cannes, Zirkusartistin und Trapezkünstlerin, verteilt auf der Croisette auf Stelzen die Zeitung "Nice Matin"

Erstes Cannes-Festival:" Vor zehn Jahren - da aber ohne Stelzen"

Cannes-Erlebnis:" Vor ein paar Jahren war ich auf einer Yacht-Party, und da war auch Leonardo DiCaprio. Er ist aber nur an mir vorbeigegangen."