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"50 Shades of Grey"-Star Dakota Johnson: Mutter Kinderstar, Vater Sexsymbol

Die Schauspielkarriere war ihr in die Wiege gelegt worden. Doch dank der Hauptrolle in "50 Shades of Grey" könnte Dakota Johnson berühmter werden als ihre Eltern Don Johnson und Melanie Griffith.

Von Carsten Heidböhmer

Dakota Johnson bei der Premiere von "50 Shades of Grey" am Potsdamer Platz in Berlin

Dakota Johnson bei der Premiere von "50 Shades of Grey" am Potsdamer Platz in Berlin

Ihre Großmutter war Model und Schauspielerin. Mit ihren Auftritten in den Filmen "Die Vögel" und "Marnie" verdrehte Tippi Hedren Meisterregisseur Alfred Hitchcock den Kopf. Mutter Melanie Griffith spielte im zarten Alter von 18 Jahren in dem New-Hollywood-Film "Night Moves" ein verdorbenes Früchtchen. Und ihr Vater Don Johnson beeinflusste in seiner Rolle als cooler Cop Sonny Crockett in der Serie "Miami Vice" modisch eine ganze Generation. Mehr noch: Er war das männliche Sexsymbol der 80er Jahre.

Verwundert es da, dass Dakota Johnson die Hauptrolle in dem wohl am heißesten erwarteten Sexfilm dieser Tage übernimmt? Wohl kaum. Vielmehr scheint dieser Weg familiär vorgezeichnet gewesen zu sein.

Dakota Johsons Mut wurde belohnt

Die Suche nach einer passenden Darstellern für die weibliche Hauptrolle in der Verfilmung des SM-Bestsellers "50 Shades of Grey" hat lange gedauert. Unzählige Kandidatinnen waren für die Rolle des der Anastasia Steele im Gespräch, darunter Emma Watson, Shailene Woodley, Keira Knightley, dann Mila Kunis. Die meisten bekamen vermutlich kalte Füße - eine Rolle in einem derart expliziten Film ist der Karriere nicht unbedingt förderlich.

Dakota Johnson ist dagegen das Wagnis eingegangen. Denn trotz kleinerer Rollen in Filmen wie "The Social Network" oder "Fast verheiratet" wartete die 25-Jährige bislang noch auf den großen Durchbruch. Die TV-Serie "Ben and Kate", in der sie eine tragende Rolle spielte, wurde nach nur einer Staffel abgesetzt.

Johnsons Mut scheint sich ausgezahlt zu haben. Die Kritiken zu ihrer Darbietung waren überwiegend positiv. Der Film dürfte für sie "der Anfang einer wunderbaren Karriere sein", prognostizierte stern.de. Auch "Spiegel-Online" äußerte sich begeistert: Die Schauspielerin schaffe, "dass ihre Figur, diese schablonenhafte Fanfiction-Fantasie, richtig nahbar wirkt. (...) Die wird was."

Für den "Guardian" ist sie sogar die eigentliche Entdeckung des Films. "Johnsons Ana schafft es, aus einer der dümmsten romantischen Geschichten der neueren Popkultur Glaubwürdigkeit rauszukitzeln - und erinnert dabei nur im besten Sinne an Melanie Griffith."