HOME

DRAMA: Traffic

Amerikas Drogenkrieg - ein Krieg, der nicht zu gewinnen ist. Im Oscar-prämierten »Traffic« zeichnet Steven Soderbergh - unterstützt von Stars wie Michael Douglas - ein authentisches Bild des Drogenkartells.

Gleich hinter der Grenze zu Kalifornien bekämpfen sich zwei mexikanische Drogenkartelle: Es geht um Millionen und Abermillionen Dollar, die sich in den USA mit Crack, Heroin und Gras verdienen lassen. Die Polizei vor Ort hat längst aufgegeben. Nur der mexikanische Polizist Javier (Benicio Del Toro) engagiert sich noch.

Die zweite Handlungsebene des Films beschäftigt sich mit dem Obersten Bundesrichter Robert Wakefield (Michael Douglas). Der kämpft so erbittert gegen die Drogen, dass er gar nicht mitbekommt, dass seine eigene Tochter Caroline an der Nadel hängt.

Regisseur Steven Soderbergh (»Erin Brockovich«) hält noch eine dritte Handlungsebene parat. Die ebenso schöne wie schwangere High-Society-Lady Helena (Catherine Zeta-Jones) wird jäh aus den Wolken geholt: Ihr Mann wird als Chef eines Drogenrings angeklagt. Helena jammert, möchte aber auch ihr schönes Leben nicht mehr missen. Und übernimmt aus diesem Grund das Drogengeschäft ihres Mannes. Ihr Anwalt (Dennis Quaid) zeigt, wie's gemacht wird.

Ungeschönt und sehr authentisch gibt der Film einen Statusbericht der Drogenszene in Amerika ab. »Traffic« haut den Zuschauer um und lässt ihn das Drogenthema mit neuen Augen sehen. Alle Achtung gebührt dabei den Schauspielern. Vor allem Benicio Del Toro überzeugt - er wurde mit dem Oscar für die beste Nebenrolle belohnt. Drei weitere Oscars kassierte »Traffic« für die beste Regie, das beste adaptierte Drehbuch und den besten Schnitt.

Traffic: Bildschirm: 1,78:1; Laufzeit: 141 Minuten

Carsten Scheibe