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Medien: Stress für die Superstars

Auf die drei «Spitzenkandidaten» der RTL-Showreihe «Deutschland sucht den Superstar» kommt in den nächsten Wochen viel Arbeit zu. Deshalb machte Sieger Alexander mit seiner Freundin Schluss.

Nicht nur Sieger Alexander Klaws (19), sondern auch die Nächstplatzierten, Juliette Schoppmann (22) und Daniel Küblböck (17), sind schon für die Produktion von Musikalben vorgesehen, sagte Produktmanager Philipp Zwez von der Plattenfirma BMG am Montag. Mit weiteren Teilnehmern der Show wird verhandelt. Eine RTL-Sprecherin bestätigte zudem die Trennung Alexanders von seiner Freundin Angela.

Trennung aus Zeitmangel

Der junge Mann hatte der gleichaltrigen Angela bereits vor der Finalteilnahme mitgeteilt, dass er eine Pause wünsche, um sich auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten. Während der zwei Tage vor dem Finale, an denen er krank im Bett lag, habe er ihr eine SMS geschickt, in der er eine Auszeit vorgeschlagen habe, sagte der 19-Jährige der "Bild"-Zeitung (Montagausgabe). Zwei Tage später habe er lange mit Angela telefoniert und nun seien sie nicht mehr zusammen. “Es war sehr schwer für uns beide“, sagte Alexander. Die beiden hatten sich rund vier Wochen vor Beginn des Castings im vergangenen Sommer kennen gelernt. Alexander wird nach Auskunft von Produktmanager Zwez in der nächsten Woche mit der Produktion seines ersten Albums beginnen, das im April erscheinen soll. Daniel sei in Richtung «Spaßmusik» einsetzbar, Juliette sei eine starke Balladensängerin.

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Schon länger Probleme

Er und seine Freundin hätten seit Wochen Probleme gehabt, erklärte er seine Entscheidung. Sie sei mit der Situation nicht klar gekommen. "Angela hat oft am Telefon geweint. Es war so ein Druck. Sie fühlte sich total überrumpelt. Ich will nicht, dass sie unglücklich wird", zitiert ihn die Zeitung. Er wolle aber auch nicht, "dass die Leute denken: Guck mal, Alex, jetzt ist er so weit gekommen und wirft seine Freundin raus. Das stimmt nicht". Er hätte auch so gehandelt, wenn er unter den letzten zehn geblieben wäre. "Ich will Musik machen mit einem freien Kopf", sagte er.

Alex im Terminstress

Das größte Restprogramm hat Alexander zu bewältigen. Er fuhr am Montag zum ersten TV-Interview in der Viva-Sendung «Interaktiv», am Montagabend war ein Besuch in der ARD-Talkshow «Beckmann» geplant. Am Dienstag reist der smarte junge Mann, der zum Popstar aufgebaut werden soll, zum Videoclipdreh seiner ersten Single nach Prag. Am Samstag (22. März) stehen alle zehn «Superstar»-Kandidaten wieder gemeinsam bei RTL (21.15 Uhr) zur ersten «Deutschland sucht den Superstar»-Ausgabe nach dem Finale auf der Bühne. Moderiert wird die Sendung nur von Carsten Spengemann, da seine Partnerin Michelle Hunziker Verpflichtungen in Italien zu erfüllen hat.

Neue Staffel kommt in Herbst

RTL hat auch am 29. März eine weitere Ausgabe zum üblichen Samstagstermin eingeplant. Vorgesehen ist eine reportage-ähnliche Sendung über Sieger Alexander und seine ersten Erfahrungen nach dem Sieg. Im Herbst wird es eine neue Staffel geben, die Castingunterlagen können bereits bei RTL angefordert werden. Ob die Moderation mit Spengemann und Hunziker bleibt, ist abzuwarten. Die Jury wird vermutlich mit Shona Fraser, Thomas M. Stein, Thomas Bug und Dieter Bohlen zusammen bleiben. Shona Fraser witzelte bereits in der Finalshow: «Ich weiß nicht, was ich bis dahin machen soll - wahrscheinlich werde ich mich mit den drei Herren jeden Samstagabend treffen.»

Judith war lange Favoritin

Die Zeitung veröffentlichte daneben die bisher von RTL unter Verschluss gehaltenen Abstimmungsergebnisse. Demnach lag zu Beginn Judith Lefeber vorne, die am 28. Dezember freiwillig ausgeschieden war und dies damit begründet hatte, dass sie den Druck nicht aushalte. Sie bekam demnach in den ersten beiden Motto-Shows 39,4 und 33,4 Prozent der Zuschauerstimmen - zu einer Zeit, als noch zehn beziehungsweise neun Kandidaten zur Auswahl standen. Der spätere Gewinner Alexander erhielt damals nur 8,1 und 6,2 Prozent Zustimmung.

Alex erst seit vier Wochen vorne

Nachdem Judith freiwillig gegangen war, lag in den folgenden Sendungen zunächst immer Daniel Küblböck an der Spitze, bis auf die Sendung am 11. Januar, in der Gracia vor ihm lag, die am 1. Februar rausflog. Alexander landete erstmals am 8. Februar auf Platz eins, als nur noch vier Kandidaten teilnahmen. Danach hielt er sich auf diesem Platz, wobei seine Finalkollegin Juliette immer deutlich weniger Zustimmung bekam als er. Daniel Küblböck, der am 1. März ausgeschieden war, lag bis zum 8. Februar nie schlechter als auf dem ersten oder zweiten Platz.