Deutsche Regisseurin Warum Maria Schrader genau die richtige für die Verfilmung des Harvey-Weinstein-Skandals ist

Maria Schrader Porträt
Von der gefragten Schauspielerin zur respektierten Regisseurin: Maria Schrader, 57
© Christine Fenzl / photoselection
Fern von Hollywood verfilmte die deutsche Regisseurin Maria Schrader die Geschichte der beiden "New York Times"-Journalistinnen, die Harvey Weinstein zu Fall brachten. Warum der Film genau diesen Blick von außen braucht.
Cathrin Wißmann

Laura Madden rennt. Die Handtasche umklammert, die Bluse halb geöffnet, ihr Gesicht angsterfüllt. Minuten zuvor sah man sie noch fröhlich an einem Set eines Filmdrehs von Miramax, Harvey Weinsteins Produktionsfirma. Es ist das Jahr 1992.

25 Jahre später bricht Laura Madden ihr Schweigen über das, was an jenem Tag passiert war, und spricht über die Vergewaltigung, die sie lange verdrängen wollte. Sie vertraut sich zwei Journalistinnen der "New York Times" an, die an einer Enthüllungsgeschichte über Weinstein arbeiten: Jodi Kantor und Megan Twohey. "Er nahm mir an jenem Tag meine Stimme".

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