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Michael Moore: "Er ist ein Heuchler"

Während er gerade seine neue Dokumentation "Sicko" fertigstellt, entlarven zwei Kollegen Michael Moore in ihrem Film als egomanischen Lügner. "Manufacturing Dissent", die Demontage des Moore von zwei unbekannten Dokumentarfilmern hat in München Deutschland-Premiere.

Von Jan Christoph Wiechmann

Der Film sollte eine Hommage werden. Die Verbeugung vor einem, der Dokumentarfilme zu Blockbustern machte. Die Nahaufnahme eines Arbeitersohns, der mit "Bowling for Columbine" den Oscar gewann, mit "Fahrenheit 911" mehr als 220 Millionen Dollar einspielte und den Weg ebnete für weitere Doku-Erfolge wie "Darwins Albtraum" und "Eine unbequeme Wahrheit". Vor allem aber sollte "Manufacturing Dissent" die Ikone der Linken einfangen, den US-Chefankläger von George W. Bush, der den Mut hatte, während der Oscar-Verleihung 2003 von der Bühne zu rufen: "Schande über Sie, Mr Bush." So hatten es Debbie Melnyk und Rick Caine geplant - zwei unbekannte Dokumentarfilmer aus Toronto, zwei selbst erklärte Linke, zwei Fans.

Das war vor drei Jahren. Heute sitzen sie in ihrem Holzhaus in Torontos East Side auf ihrem geblümten Sofa und sagen Sätze wie: "Wir haben uns sehr getäuscht." "Er ist ein Heuchler." "Er agiert nicht anders als George W. Bush." "Es ist ein offenes Geheimnis in der Filmwelt, dass Michael Moore kein guter Mensch ist." Eine Menge ist passiert in den zweieinhalb Jahren ihrer Recherche, und wenn sie es benennen sollen, wissen sie nicht, wo anfangen. Moore manipuliere die Massen, bestätigten ihnen Wegbegleiter. Moore lüge. Er bedränge Assistenten, für ihn zu lügen. Er behandele Mitarbeiter wie Dreck.

Der Film "Manufacturing Dissent" ist ein Stoß ins Herz aller Moore-Fans. Nach der Premiere in Austin, Texas, verließen seine Anhänger ernüchtert den Kinosaal. Sie sahen Szenen, die ihnen den Atem raubten: Moore, der Nachrichtenmeldungen erfand. Moore, den selbst seine Freunde paranoid und egomanisch nennen. Studenten, die auf gefälschte Moderationen stießen. Melnyk und Caine werfen Moore vor allem vor, dass er in seinen Filmen alles weglässt, was seinen Thesen widerspricht. So zeigt Moore Präsident Bush in "Fahrenheit 911" als prahlenden Schwadroneur vor einer Versammlung reicher Republikaner, verschweigt jedoch, dass dies ein eindeutig satirischer Auftritt war. In "Bowling for Columbine" betritt Moore spontan eine Bank, um im Ausgleich für eine Kontoeröffnung eine Waffe zu erhalten, verschweigt aber, dass die ganze Szene vorher mit den Bankangestellten einstudiert wurde. Michael Moore hat sein Weltbild und ordnete ihm die Fakten unter. Er bedient all das, was Europäer schon immer über Amerikaner zu glauben wussten: Amerikaner sind kapitalistische Ausbeuter ("Roger & Me"), schießwütige Cowboys ("Bowling for Columbine"), lügende Kriegstreiber ("Fahrenheit 911"). Er schuf einen Abglanz von Amerika, wie es stalinistische Chefdemagogen nicht besser hätten machen können, und wurde mit der Masche zum Multimillionär. Nun fahren ihm zwei enttäuschte Fans in die Parade und demontieren den großen Moore - kurz vor der feierlichen Premiere seines neuen Films "Sicko".

Die Deutschen werden enttäuscht sein.

Debbie Melnyk: Warum?

Ihr Film demaskiert einen Mann, dem viele Deutsche zu Füßen liegen.

Melnyk: Wir hoffen, dass sie weiter hinter seinen politischen Botschaften stehen. Aber seine Methoden sollten sie hinterfragen. Er verführt die Menschen. Er manipuliert Fakten.

Wie kommen Sie darauf?

Melnyk: Ganz klar wurde es, als wir mit Jim Musselman sprachen, der mit Michael Moore an seinem ersten Doku-Erfolg "Roger & Me" arbeitete. Der Film erzählt von Moores vergeblichen Versuchen, den Vorstandsvorsitzenden von General Motors, Roger Smith, vor die Kamera zu bringen. Dabei hatte Moore ihn sehr wohl interviewt. Musselman konnte das beweisen. Moore hat sein Publikum einfach belogen.

So bekam Ihr Film über Moore also eine ganz neue Wendung.

Caine: Wir überlegten schon aufzuhören.

Warum?

Melnyk: Wir sind selber Linke und wollten der Rechten nicht noch all die Munition liefern, um Moore zu diskreditieren.
Caine: Aber wenn du solch einen Stoff angehst, hast du eben nur eine gewisse Kontrolle über das Ergebnis. Wir wurden einfach mit einer solch harschen Realität konfrontiert, dass wir sagten: Dokumentarfilme müssen Lügen aufdecken und dürfen sie nicht verbergen.

Aber Dokumentarfilme sind oft einseitig. Auch Ihr eigener. Moore kommt sehr schlecht weg.

Melnyk: Wir haben versucht, fair zu bleiben.

Er füllt Stadien, er ist Bestsellerautor, der britische "Mirror" nennt ihn "the greatest living American".

Melnyk: Wir haben ja auch Positives aufgenommen, aber es gab so ungeheuer viele Leute, die ihn und seine Methoden auseinandernahmen. Wir konnten gar nicht alles zeigen. Sonst hätte der Film eine Länge von fast vier Stunden bekommen.

Wer also ist Michael Moore?

Melnyk: Ein Heuchler. Er sagt das eine und macht das andere. Er klagt Bushs Methoden an, seine Panikmache, und wendet sie selber an. Er stellte sich vor Studenten und rief: Wenn ihr Bush wählt, führt er die Wehrpflicht wieder ein - was völlig abwegig war -, dann müsst ihr alle in den Krieg. Einer seiner besten Freunde sagte zu uns: Michael hat einen fanatischen, zwanghaften Drang, immer im Recht zu sein.
Caine: Es hat schon was Pathologisches. Der Filmkritiker David Gilmour sagt an einer Stelle unseres Films zu Moore: Dein Film ist nicht gut. Moore kann mit Kritik nicht umgehen. Also macht er aus dem Gespräch einen Klassenkampf: Du, der reiche Intellektuelle, attackierst mich, den armen Arbeitersohn. Das macht er gern.

Dabei ist er inzwischen alles andere als arm.

Melnyk: Er hat jetzt ein Haus in Michigan, wo er ausgerechnet unter all den Firmenbossen und Klassenfeinden lebt, die er in seinen Filmen anklagt.

Zum Schluss gibt es eine verstörende Szene:. Moore lässt Sie bei einer Veranstaltung rausschmeißen. Es kommt zu einer Art Ringkampf.

Melnyk: Moores Schwester ging mit ein paar Security-Männern auf uns los. Das ist die Ironie an der ganzen Geschichte: Er setzt sich für Meinungsfreiheit ein, duldet sie aber nicht in seinem Umfeld.
Caine: Er beschäftigt Ex-Soldaten als Bodyguards, Typen einer paramilitärischen Spezialeinheit. Die tragen Waffen und räumen die Presse aus dem Weg.

Sie haben Moore mit all dem konfrontiert?

Melnyk: Wir haben drei Jahre um ein Interview gebeten. Es wurde uns mehrere Male versprochen, aber immer abgesagt.

So wie es Moore in seinen Filmen selbst ergeht.

Caine: Ja, er ist jetzt Boss eines Imperiums und macht es genauso wie Roger Smith. Er zeigt sich in seinen Filmen als lustig und umgänglich, das ist sein Image, und dann gibt es diese andere Person - und zwischen beiden liegen Welten.

Haben Sie schon Hass-Mails erhalten?

Caine: Ja, einige, und eine Todesdrohung, aber ich nehme die nicht ernst. Und dann kommen von rechten Spinnern die ersten Aufforderungen: Entlarvt als Nächstes bitte den Film "Eine unbequeme Wahrheit" von Al Gore. Verrückt, so was.

Moore sagt an einer Stelle in Ihrem Film: "Ich mag keine Dokumentarfilme."

Caine: Wir mögen sie noch immer.

"Manufacturing Dissent" feiert seine Deutschland-Premiere am 5. Mai auf dem Internationalen Dokumentarfilmfestival München.

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Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?